Christlicher Blogger festgenommen

by J. Weil on 16. November 2014

Ein christlicher Blogger ist in der ostpakistanischen Stadt Lahore nach Blasphemie-Vorwürfen festgenommen worden. Dies meldet die Nachrichtenagentur dpa. Demnach wird der 40-jährige Qasar Ayub beschuldigt, schon 2011 auf seiner Internetseite Inhalte veröffentlicht zu haben, die den Islam beleidigen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Ayub sei drei Jahre lang untergetaucht und am Freitag festgenommen worden. Der Fall sei damals in Talagang in der ostpakistanischen Provinz Punjab angezeigt worden. Das Gesetz gegen “Gotteslästerung” wurde 1986 vom Militärdiktator Muhammad Zia ul-Haq eingeführt. Es ist international umstritten und wird immer wieder missbraucht, um Gegner aus dem Weg zu räumen.

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„Duck Dynasty“ bald auch als Musical

by J. Weil on 14. November 2014

Die skurrile Serie „Duck Dynasty“ ist im Fernsehen und als Buch ein Erfolg. Jetzt soll die Geschichte der christlichen Familie, die im amerikanischen Louisiana Enten jagt, und deren Familienoberhaupt Phil Robertson durch seine umstrittenen Thesen bekannt ist, auch als Musical vertont werden.

Das geplante Musical zu „Duck Dynasty“ soll in Las Vegas aufgeführt werden. Grundlage dafür ist das Buch von Korie Robertson, „The Duck Commander Family“, meldet das Nachrichtenportal Hollywood Reporter. Viele Christen in den USA sind deswegen von der Sendung begeistert, weil sich die Robertsons offen zum Glauben an Jesus Christus bekennen.

Laut New York Times soll das 90-minütige Stück mit 14 Lieder im Februar uraufgeführt werden. Es handelt von der Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens. Es wird im „Rio“ aufgeführt, einem Hotel in Las Vegas, in dem gewöhnlich auch die Chippendales auftreten. „Die Menschen erwarten wahrscheinlich jede Menge Blödsinn, aber wir wollen die Menschen mit viel Herz, Humor und Ernsthaftigkeit überraschen”, zitiert die Zeitung mit Steven Morris einen der Verfasser des Stücks.

Auch die kritischen Äußerungen des Familienpatriarchen Phil Robertson zum Thema Homosexualität sollen Bestandteil des Musicals werden. Als Robertson 2013 in einem Interview Homosexualität als Sünde bezeichnete, wurde er vom Sender A&E kurzzeitig suspendiert. Im Juni hatte er betont, dass er den „armen Seelen“ helfen und sie zu Jesus führen wolle. Er vertrat außerdem die These, das AIDS und andere Geschlechtskrankheiten eine natürliche Konsequenz für einen nicht angemessenen Lebensstil seien.

„Die Robertsons sind so ungewöhnlich und ihre Geschichte so anstößig. Theater sollte nicht nur auf die Geschichten reduziert werden, die sich einander gleichen oder wo Menschen verehrt werden“, zitiert die Times den Produzenten Michael David. Phil Robertson hat ein abwechslungsreiches Leben hinter sich. Drogen und Alkohol führten zur vorübergehenden Trennung von seiner Frau. Auf Drängen seiner Familie traf er sich mit einem Pfarrer, studierte die Bibel und ließ sich taufen.

Robertson nutzt bis heute seine zahlreichen öffentliche Auftritte, um das Evangelium zu predigen. Er selbst tauft regelmäßig Gläubige. Bei anderen Gelegenheiten nimmt er politisch kein Blatt vor den Mund. Dabei geht er auf das politische Tagesgeschäft mit Aussagen zur Steuerpolitik ein und wie er die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sieht.

Die Dokumentation ist in Deutschland unter anderem auf ProSieben Maxx zu sehen. Die 7. Staffel der Serie feiert nächste Woche auf dem amerikanischen Sender A&E Premiere.

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Emojis: Die neue Sprache der Bibel?

by paparazzi on 13. November 2014

Die Bibel soll in einer neuen Übertragung auch für die Smartphone-Generation attraktiv gemacht werden. Der Amerikaner Kamran Kastle hat sich vorgenommen, die Heilige Schrift mit Emoticons zu verbildlichen. Sein Wunsch ist es, die Buchausgabe bis Dezember 2015 druckfertig zu haben.

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In der neuen Bibel-Version soll jeder Vers erst in Textform stehen und dann mit Hilfe der Emoticons dargestellt sein. Als Emoticons werden kleine Symbole und Bilder bezeichnet, mit denen im Bereich der Social Media Stimmungen und Gefühle ausgedrückt werden. Dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genug Emoticons gibt, stellt für den jungen Kalifornien kein Problem dar. Für die entsprechenden Ausdrücke möchte er etwa 5.000 neue Bildchen entwickeln. Das ist zum Beispiel auch für die Geschichte der Teilung des Roten Meers der Fall.

Um seine Idee zu verwirklichen, bittet Kastle auf der Finanzierungsplattform Kickstarter um Spenden. Über den Zeitraum eines Monates hat er vor, die Summe von 25.000 US-Dollar aufzutreiben. Mit dem Geld sollen Druck- und Transportkosten beglichen werden.

Nach der Fertigstellung der Bibel-Übersetzung plant Kastle auch den Koran und die Thora in der Emoji-Sprache darzustellen.

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Ein Mobiltelefon für Muslime

by J. Weil on 3. November 2014

Eine russische Firma hat das erste Mobil-Telefon auf den Markt gebracht, das speziell für Muslime gedacht ist. Darauf ist der Koran in russisch und arabisch programmiert. Zudem gibt es einen Gebets-Alarm. Das Telefon soll ab Ende November in Russland erhältlich sein. Die russische Firma „BQ-Mobile“ hat das Gerät entwickelt. Es verfügt über eine Navigation, die dem Nutzer anzeigt, wo der Ort Mekka liegt, in dessen Richtung Muslime beten.

„Bevor wir das Telefon entwickelt haben, haben wir uns intensiv mit den Interessen der Gläubigen beschäftigt und was für ihr tägliches Leben relevant ist“, zitiert die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS Timur Imaev, einen Repräsentanten der muslimischen Bevölkerung in Russland. Das Menü sei einfach und klar und die Nutzer können in wenigen Schritten die einzelnen Suren des Koran erreichen.

„Das Telefon wird vermutlich sehr populär werden“, zitieren die Medien die Vorsitzende der muslimischen Frauen, Naila Ziganshina. „BQ-mobile“ ist eine neu gegründete russische Firma, die Telefone, Handys und Tablets im Niedrigpreis-Segment verkauft.

Die Idee der Russen ist allerdings nicht neu: Bereits 2011 wurde in Indien ein Handy angekündigt, das den Koran enthält und Sonderfunktionen für Muslime bietet.

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Essen wie der Papst

by J. Weil on 27. Oktober 2014

Die Schweizergarde gehört quasi zum Inventar des Vatikan. Jetzt überrascht das päpstliche Armeekorps des kleinen Staates mit einem eigenen Buch. Das Kochbuch „Buon Appetito“ verrät nicht nur, was ihnen so schmeckt, sondern auch die Lieblingsgerichte von drei Päpsten.

Mit initiiert haben das Ganze der Gardist David Geisser, der selbst gelernter Koch ist und Wachtmeister Erwin Niederberger, der in seinem ersten Beruf Konditor-Confiseur war. Das Kochbuch präsentiert alltägliche Rezepte aus der Kantine, in der die insgesamt 110 päpstlichen Gardisten verpflegt werden, schreibt die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).

Hat einen Brief erhalten, der ihn zur Konversion auffordert: Papst Franziskus

Dort gibt es Klassiker wie Minestrone und unterschiedliche Sorten Pasta und Risotto, aber auch diverse Desert-Vorschläge. In einem weiteren Kapitel stellen die Offiziere ihre Lieblingsgerichte vor. „Alle Rezepte konzentrieren sich auf wenige, frische Zutaten und sind nicht übermässig kompliziert“, schreibt die NZZ.

Der Leser erfährt, dass Papst Franziskus selbst gern gekocht hat, während der emeritierte Papst Benedikt XVI. seine bayerische Küche sehr geschätzt hat. Papst Johannes Paul II. habe Gerichte wie Pirogi und Fleischvögel mit Rotkraut zu seinen Leibgerichten gezählt. Getrunken habe er am liebsten Red Bull. Der Präfekt des Papstes, Georg Gänswein, bevorzuge Saltimbocca.

„Ein Soldat kann nur dann kämpfen und Auseinandersetzungen wagen, wenn er gut und genug gegessen hat“, sagte der Chef der Schweizergarde, Daniel Rudolf Anrig. Italien verfüge über die beste Küche der Welt. Das Buch enthält zudem weitere Informationen über das Leben der Schweizer Gardisten. So erhalte zu Weihnachten jeder von ihnen ein zugelostes Geschenk des Heiligen Vaters. Damit auch der religiöse Aspekt gegeben ist, enthält das Buch eine kleine Zahl an Tischgebeten. Das Buch erscheint in dieser Woche auf Deutsch, eine italienische Version soll es im nächsten Jahr geben.

David Geisser und Erwin Niederberger: Päpstliche Schweizergarde – Buon Appetito. Rezepte, Geschichten und prominente Porträts. Weber Verlag, 2014. Fr. 59.–.

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In vielen Medien war von einer „göttlichen Gala“ des FC Bayern München die Rede. Den furiosen 7:1-Auswärtssieg beim AS Rom „krönte“ der deutsche Rekordmeister noch mit einem nicht-sportlichen Höhepunkt: einer Audienz beim Papst.

Bayern-Kapitän Philipp Lahm sprach von einem „besonderen Ereignis für uns alle“, nach dem die Mannschaft nach dem Auswärtserfolg in der Champions-League beim Oberhaupt der Katholischen Kirche zu Gast war. Die Bayern überreichten Papst Franziskus ein von allen Profis signierten Ball sowie ein Trikot mit der Rückennummer 1 und dem Aufdruck Franziskus.

Das Oberhaupt der Katholischen Kirche zeigte sich vom Auftritt der Münchner angetan. München habe ein „wunderschönes Spiel“ abgeliefert, zitieren die Medien den Papst. Die Höhe des Sieges habe ihn überrascht. Froh dürfte der Papst auch über die Ankündigung des FC Bayern sein, 2015 im Anschluss an ein Freundschaftsspiel eine Million Euro für wohltätige Zwecke zu spenden.

Ein Papstbesuch sei „ein Moment, den man sein Leben lang nicht vergisst“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur Torwart Manuel Neuer. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete die Audienz als „große Ehre“. Für Manuel Neuer war es das zweite Aufeinandertreffen mit einem Papst. Als Kind sei er dem damaligen Papst bei einer 15-minütigen Audienz im Parkstadion begegnet.

Bereits zum zweiten Mal nach einem Besuch mit seiner Frau Anna traf Robert Lewandowski Papst Franziskus. „Fußball ist gut und gesund und mit seinem Teamgedanken ein gutes Vorbild für die Kinder“, sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche. Jeder Spieler erhielt ein kleines Kreuz an einer Kette.

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Aufregung wegen Reizwäsche für Kleinkinder

by paparazzi on 16. Oktober 2014

Ist es OK, T-Shirts mit Aufschriften wie „Sweet Devotion“ (Süße Verführung), „So sexy“ oder „Make me wild“ (Mach’ mich wild) an Kinder von zwei bis acht Jahren zu verkaufen? Einige Politiker und Feministinnen beantworten diese Frage gegenüber der Bild-Zeitung mit „Nein“ und empören sich über entsprechende Angebote.

Eltern scheinen sich teilweise nicht so viele Gedanken darüber zu machen, was ihre Kleinen anziehen. Sie scheinen nicht zu sehen, dass die Aufdrucke der Kleidung fast schon eine Einladung für Pädophile sind, wie es Paula Honkanen-Schoberth, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, ausdrückt. Eine Sprecherin der Frauenrechtsgruppe „Terre des Femmes” sagte: „Solche Sprüche suggerieren, dass bereits Kinder als Sexobjekte gelten und verharmlosen somit die Gewalt durch sexuellen Missbrauch“. Julia von Weiler, Vorstandsmitglied bei „Innocence in Danger”, stimmt ihr zu und warnt: „Der sexualisierte Blick auf Kinder wird sehr befördert. Das erleichtert auch Tätern, sich den Missbrauch eines Kindes schön zu reden.“

Kinder verstünden größtenteils nicht einmal, welche Bedeutung die auf die Kleidung gedruckten Wörter haben. Deswegen sei es Sache der Eltern, ihre Kinder zu schützen, und der Hersteller, keine solchen Produkte zu produzieren, sagt „Terre des Femmes”. Die CDU-Familienexpertin Christina Schwarzer will auch direkt auf die Verkäufer einwirken, damit diese solche Produkte aus dem Sortiment nehmen.

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Große Ehre für den Rekordmeister: Nach dem Champions-League-Spiel in Rom am Dienstag, den 21. Oktober, erhält das Team des FC Bayern eine Audienz bei Papst Franziskus.

Der fußballbegeisterte Papst hat bereits als Kind seine Liebe zum Fußball entdeckt, berichtet die Abendzeitung München. Auf den Bolzplätzen in seiner argentinischen Heimatstadt Buenos Aires konnte man ihn häufiger dem Ball hinterherjagen sehen. Seitdem ist er ein glühender Fan von dem argentinischen Erstliga-Club Atlético San Lorenzo de Almagro. Im Vatikan empfängt das Oberhaupt der Katholischen Kirche immer wieder Spieler und Mannschaften seiner Lieblingssportart.

Am kommenden Mittwochvormittag empfängt Franziskus nun den FC Bayern zu einer Privataudienz in den heiligen Hallen. Dies teilte der deutsche Rekordmeister auf seiner Homepage mit.

Das Team von Trainer Pep Guardiola wird am Abend zuvor seine dritte Vorrundenpartie beim AS Rom spielen. Nach dieser päpstlichen Einladung hegen die Männer an der Säbener Straße eine noch größere Vorfreude auf die Ereignisse in Rom, wie ein Twitter-Nachricht des FC Bayern vermuten lässt.

(Foto: Russavia, CC BY-SA 2.0)

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Eine in Argentinien geplante Kunstausstellung (pro berichtete) ist abgesagt worden. Darin sollten Barbie-Puppen als Heilige dargestellt werden, die an verschiedene Weltreligionen erinnern. Die Künstler fühlen sich missverstanden und zeigten sich erschrocken über die Reaktionen im Vorfeld der Ausstellung.

Die Ausstellung „The Plastic Religion“ mit Werken von Emiliano Pool Paolini und Marianela Perelli sollte eigentlich am kommenden Samstag in einer Kunstgalerie in Buenos Aires eröffnet werden. „Die Künstler sind sehr erschrocken, sie haben die Ausstellung abgesagt“, sagte der Galerist Marcelo Bosco am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Paolini und Perelli selbst schrieben auf ihrem Facebook-Account, dass sie „mit großer Ohnmacht gegenüber des Missverständnisses“ ihres Werkes die Barbie-Figuren dort nicht mehr zeigen wollten. Sie gaben keine Einzelheiten über die Drohungen bekannt. Die beiden Künstler haben 33 Barbie- und Ken-Puppen erstellt, die an die Weltreligionen erinnern: Christentum, Judentum, Hinduismus, Islam und Buddhismus.

Im Vorfeld der Ausstellung hatten sie Fotos von einigen Puppen gepostet: Darauf war eine Barbie-Puppe als Maria und Ken als Jesus zu sehen, der an ein Kreuz genagelt war. Zugleich schrieben die Künstler, dass sie die „alle Traditionen und Religionen“ respektierten und keine Religion beleidigen wollten. Ihre Puppen seien ein Protest gegen eine Welt, „in der wir dafür belohnt werden, gleich zu denken, zu fühlen und uns gleich zu verhalten“.

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“Danke für die Mautgebühr, und Gott segne Sie”

by Schumacher on 4. Oktober 2014

Eine kurze Geschichte von dpa: Eine Mitarbeiterin einer Mautstelle auf der Autobahn Garden State Parkway im US-Bundesstaat New Jersey hatte jedem anhaltenden Autofahrer ein “Gott segne Sie” zugerufen. Das durfte sie nicht, sagte ihr Arbeitgeber. Sie habe die Sache lange nicht angesprochen und dann ihren Job gekündigt, sagte Die 34-Jährige. Sie klagte nun vor Gericht. Sie sehe ihr Recht auf Meinungsäußerung und Religionsfreiheit beeinträchtigt, berichteten US-Medien am Donnerstag. “Ich fühle mich, als würde ich für Gott Stellung beziehen”, sagte sie dem Lokalsender “News 12″.

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