Paul Janeway lernte in einer Pfingstkirche singen und wollte, bis er 18 Jahre alt war, Priester werden. Eines seiner Lieder ist nun in dem erotischen Film „Fifty Shades of Grey“ zu hören.

St. Paul & the Broken Bones – Paul Janeway in der Mitte hat gut Lachen St. Paul & the Broken Bones – Paul Janeway in der Mitte hat gut Lachen (Quelle: McClister)

 

Der bisher eher unbekannte christliche Frontsänger der Soul-Band St. Paul & the Broken Bones, Paul Janeway, bekommt nun Aufmerksamkeit – eventuell ist es andere Aufmerksamkeit, als er sich gewünscht hat. Sein Song „Call Me“ läuft im schlüpfrigen Streifen „Fifty Shades of Grey“, in dem auch Sado-Maso-Praktiken zu sehen sind.

Janeway habe gedacht, er verkaufe sein Lied für den Soundtrack einer Romantik-Komödie, sagt er im Gespräch mit dem amerikanischen Magazin Mother Jones. Als es um die Lizenzen ging, „haben sie mir das so präsentiert: Es wird ein großer Kinofilm sein. Sie wollten einen angemessenen Teil des Lieds in den Film packen in eine Szene, in der es nicht um Sex geht“.

Was Janeway wusste, ist, dass der Film auf einem Buch basiert, „aber ich hatte keine Ahnung, was es war“. Er dachte sich: „großer Film, gute Publicity. Ich werde Teil dieser Romantik-Komödie sein“. Der frisch Verheiratete freute sich über die „gute Möglichkeit, Geld im Musikgeschäft zu machen“. Warum der Sänger es nicht geschafft hat, den Filmtitel zu googeln, lässt er offen. Lag es vielleicht an den Dollar-Zeichen in seinen Augen?

„Oh, Sch***e, was habe ich getan?“

Als der 31-Jährige aber dann die Vorschau für „Fifty Shades of Grey“ sah, dachte er nur: „Oh, Sch***e, oh nein. Was habe ich getan?“ Der Sänger findet die Angelegenheit im Nachhinein amüsant. „Ich bin froh, dass das Lied in einer nicht-sexuellen Szene zu hören ist – nicht meinetwegen, sondern wegen meiner Familie.“

Hier ist das Video zu Janeways Lied „Call Me“, das in „Fifty Shades of Grey“ läuft:

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Lasst den Domprediger singen!

by Jonathan Steinert on 26. Februar 2015

Die Schwedische Ornithologische Gesellschaft möchte Vögel mit rassistischen Namen umbenennen. Auch die Kollegen in Deutschland haben das Problem erkannt. Ein guter Anfang! Doch es geht nicht weit genug. Eine Glosse von Jonathan Steinert

Endlich hat die Schwedische Ornithologische Gesellschaft einen ersten Schritt gegen Diskriminierung im Tierreich getan. Vögel, die rassistische Namen tragen, bekommen kurzerhand einen neuen. So soll der Negerfink jetzt Negrita heißen und der Zigeunervogel Hoaczi, was auf aztekisch so viel bedeutet wie „lachender Falke“. Es wurde höchste Zeit! Ob das den Vögeln nun entgegenkommt, sei dahingestellt. Denn was soll der lachende Falke tun, wenn ihm nach Weinen zumute ist? Werden mit der Neubenamung nicht Erwartungen an das Tier gestellt, unter deren Last es zerbrechen könnte? Aber das müssen die Vogelpsychologen klären.

Die Umbenennung jedenfalls sollte noch viel weiter gehen und nicht in ihren Anfängen stecken bleiben. Der Kaffernsegler wird nun Weißbeckensegler getauft, weil die Bezeichnung „Kaffern“ als Schimpfwort für Menschen mit dunkler Hautfarbe in Südafrika – nicht aber in Sri Lanka – verboten ist. Konsequenterweise sollten auch der Kaffernbüffel, der Kaffernadler oder die Kaffernlimette neue Namen bekommen.

Überhaupt: Warum ist es notwendig, die Ethnie oder Herkunft des Tieres im Namen zu nennen? Ist es wirklich wichtig, ob der Elefant aus Indien oder aus Afrika kommt? Sind sie nicht alle in erster Linie Elefanten? Ähnlich rassistisch sieht es bei den Störchen aus, die klar nach ihrer Federfarbe eingeteilt werden: weiß und schwarz. Ein Unding! Dabei sollte die Farbgebung in unserer Zeit wirklich keine Rolle mehr spielen.

Ein Name sagt mehr als tausend Worte

Einige Namen sind auch derart sexistisch, dass einem fortschrittlichen Vogel die Federn zu Berge stehen müssen. Warum heißt es zum Beispiel der Buchfink, aber die Amsel? Da wird doch glatt die Bezeichnung für das andere Geschlecht unterschlagen. Wie wäre es mit Buchfink/-in und Amsel/-er? Das ist beim Wintergoldhähnchen schon einfacher, das ist grammatisch Neutrum. Aber warum -hähnchen und nicht -hühnchen? Dazu kommt ja noch, dass die Vogelmänner meist etwas dekorativer aussehen als die Frauen. Das ist ja nun mal alles andere als gerecht – aber nicht das Problem der Namensgeber. Beim Dompfaff, der auch Gimpel heißt, könnten sie aber genauer hinschauen. „Pfaffe“ ist nun wirklich eine sehr abschätzige Bezeichnung für einen Geistlichen. Das ist das eine Problem. Das andere: Zwar gibt es zumindest in der katholischen Kirche noch keine weiblichen Priester. Insofern entspricht die männliche Bezeichnung also durchaus der sozialen Wirklichkeit. Aber es wäre eine Chance, eindeutige Zeichen zu setzen und voranzugehen – nicht zuletzt im Sinne der Ökumene. Gimpelmann und -frau sollten deshalb zukünftig Domprediger und -predigerin heißen. Das gleiche gilt für die Mönchsgrasmücke, der zumindest zugestanden werden sollte, auch eine Nonne sein zu dürfen.

Aber damit nicht genug. Einigen Tieren werden durch ihre Namen infame Unterstellungen gemacht. Man braucht nur den Namen der Schmarotzerraubmöwe zu hören, und weiß sofort, was man von diesem Untier zu halten hat. Nicht viel besser geht es der Trottellumme, die so genannt wird, weil sie beim Laufen etwas trottelig aussieht. Hallo??!! Ist das ein Kriterium für den Namen? Diese Tiere werden auf einzelne Merkmale reduziert. Mit der bloßen Namensnennung verbreiten sich Stereotype, die dem vielschichtigen Wesen dieser Vögel in keinster Weise gerecht werden. Ganz schlimm trifft es ja Kamel und Esel: Man kann sie einfach nicht nicht beleidigen. Es wird höchste Zeit, mit solchen Diskriminierungen ein für alle Mal aufzuräumen.

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Wer dazugehören will, darf nicht anders sein!

by Schramm on 23. Februar 2015

Jagdszenen aus Niederbayern 10Für die Einwohner eines kleinen Dorfes in Niederbayern ist die Welt noch in Ordnung. Hier ist Heimat. Hier kennt jeder jeden. Hier ist alles vertraut. Der Stammtisch gut besucht. Und am Sonntag geht es im guten Zwirn zur Messe. Wie immer. Von den Wirren der Welt bekommt man nichts mit. Der letzte große Aufreger war der Gustl, der bei der Kirmes mit der Resi hinterm Festzelt geknutscht hat. So in etwa muss man sich die Zustände vorstellen, die in dem Theaterstück „Jagdszenen aus Niederbayern“ beschrieben werden.

Doch dann wagt es einer, den Dorffrieden zu stören: Abram, der Bua‘ von der Barbara, is schwul! Und die Mutter denkt, was alle im Dorf denken: Homosexualität ist etwas Schlechtes. Hoffnung sieht sie keine. Barbara will einfach nur ihren Ruhe. Deshalb verstößt sie den Jungen. „Bringt ihn doch um, damit ich keine Mutter mehr sein muss!“, sagt sie.

„Nächstenliebe anstatt Ausgrenzung“

Eigentlich beschreibt das 1966 uraufgeführte Stück aus der Feder von Martin Sperr ein fiktives Dorf im Nachkriegsbayern. Es ist aber exemplarisch, weil das Thema zeitlos ist, erklärt die Schauspielerin Gundi Ellert im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (SZ): „Ausgrenzung macht Menschen zu Monstern, das erleben wir ja heute immer noch.“ Ellert spielt die Mutter Barbara in der Neuinszenierung des Theaterstückes von Martin Kušej, die am Samstag bei den Münchner Kammerspielen Premiere feierte.

Die 63-jährige Schauspielerin, die laut SZ zu den „Besten ihrer Garde“ gehört, kritisiert die Ausgrenzung von Menschen, die eine vermeintliche Ordnung stören, als vollkommen unchristliches Verhalten: „Wie blöd sind wir, Menschen auszugrenzen, statt sie alle Kinder Gottes zu nennen.“ Ellert empfindet viele bayerische Katholiken als Heuchler, die ihre Abneigung gegenüber vermeintlichen Normabweichlern hinter christlicher Fassade verstecken. Diese Menschen wüssten gar nicht, „was Christ sein eigentlich heißt.“ Sie seien dominiert „von der Kirche, von Gesetzen und Priestern“. Von Jesu Lehre: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst, keine Spur.

Man muss Homosexualität nicht gutheißen

Ellerts Kritik der moralischen Verlogenheit richtet sich an bayerische Katholiken. Nichtbayern oder gar Protestanten sind nicht angesprochen und damit fein raus? Müssen wir uns nicht aber alle immer wieder fragen, wie wir mit anders Denkenden umgehen? Ist die Frage nach Toleranz und Vielfalt nicht eine per se christliche?

Zeitlos ist sie zweifelsohne. Sie mag im Laufe der Zeit aber unterschiedlich bewertet werden: „Wenn Barbara heute sozialisiert wäre und einen Jungen hätte, sähe ihre Welt anders aus. Dann würde sie sagen: ,Homosexuell? Gut, dann habe ich eben zwei Söhne!ʻ“, legt Ellert ihrer Rolle in den Mund.

Nicht nur frommen Katholiken aus Niederbayern dürften diese Worte sauer aufstoßen. Homosexualität muss man nicht gutheißen – ein Punkt, den die Schauspielerin ausklammert. Das ändert aber nichts daran, dass man auch Menschen, die die eigenen Überzeugungen nicht teilen, mit Liebe und Respekt begegnen kann. Und sollte. Damit hat Ellert Recht – und das wäre vollkommen christliches Verhalten.

Ob auch Ellert Andersdenkende mit Respekt behandelt? Ihre Kritik an überzeugten Katholiken lässt anderes vermuten.

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Bethany Hamilton: Baby on board

by paparazzi on 12. Februar 2015

Die christliche Surferin Bethany Hamilton erwartet ihr erstes Kind. Das gaben Hamilton und ihr Ehemann Adam Dirks in einem Video bei Facebook bekannt.

Die amerikanische Profisurferin Hamilton ist in der 22. Schwangerschaftswoche und damit „schon zur Hälfte durch“. Die ersten vier Monate empfand sie als „ziemlich verrückt“ und „sehr aufregend“. So lange wie möglich will die 25-jährige trotz Schwangerschaft auf dem Surfbrett stehen.
2003 verlor die bekennende Christin, die bereits als Kind zahlreiche Surfwettwerbe gewonnen hatte, bei einem Haiangriff ihren linken Arm. Daraufhin wurde sie weltbekannt – auch für ihren Glauben. In dem 2004 erschienenen Buch: „Soul Surfer“ verarbeitete Hamilton diese tragische Erfahrung. Der Glaube an Jesus Christus habe ihr geholfen zu verstehen. Und nach vorn zu blicken. Bereits 2004 nahm sie wieder an Wettbewerben teil. Als „World Vision“-Botschafterin und Sprecherin auf christlichen Konferenzen versucht die junge Frau, andere Menschen mit ihrer Geschichte zu ermutigen.
Die bevorstehende Mutterschaft könne sich überaus herausfordernd gestalten: „Irgendwie vergesse ich, dass ich nur einen Arm habe“. Hamilton ist aber zuversichtlich, dass sie sich auch an die neuen Umstände gewöhnen und eigene Wege finden wird, um für das Kind zu sorgen. „Ich werde kreativ sein“, erklärte sie in dem Facebook-Video.

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Kirche für “Partychristen”

by paparazzi on 23. Januar 2015

Vom Partyunternehmer zum Kirchenbetreiber: Claude Hunkeler Weg zu Gott ist ungewöhnlich. Als ein Arbeitersohn schafft er es zunächst, im Zürcher Nachtleben einzusteigen, mit seinem Club hat er großen Erfolg. Die Medien feiern Hunkeler als “Zürcher Hip-Hop-Papst”, schreibt die schweizer Zeitung Tagesanzeiger. Doch dann verschuldet er sich, kann keine großen Parties mehr organisieren, verliert an Beliebtheit. Sogar seine Wohnung verliert Hunker. Durch den schweizerisch-irischen Pastor Tim Lindsay, dem er in seinem Tief begegnet, findet er zu Gott. Zusammen mit ihm beschließt Hunkeler dann, seine eigene Kirche aufzubauen. “Metropolis – The Club Church” heißt die Mischung aus Freikirche und Club in Oerlikon. Es soll ein Ort für “Partychristen” sein. Schon drei Monate nach der Gründung zählt die Family, wie Hunkeler die Gemeinschaft nennt, rund 100 Gläubige, dazu kommen 40 ehrenamtliche Helfer.  In den Gottesdiensten gibt es Wodka-Shots und Champagner – eine Ausnahme im freikirchlichen Milieu. Bekehren will Hunker auch niemanden. Geld wirft die Kirche derzeit nicht ab. Die Spenden reichen gerade, um laufende Kosten zu decken. Hunkeler sagt über seine Kirche: “Wir sind liberal, sagen niemanden, wie er zu leben hat.” Er selbst glaube aber an christliche Werte.

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Dieser Kommentar auf der Facebook-Seite von Aldi Süd löste die Debatte aus.

Die Political Correctness treibt schon recht seltsame Blüten dieser Tage. Aldi Süd entfernt umgehend ein Produkt aus den Regalen, nachdem sich ein muslimischer Kunde auf der Facebook-Seite des Unternehmens darüber beschwert hatte. Der Stein des Anstoßes war die Cremeseife „Ombia – 1001 Nacht“. Auf dem Etikett des Seifenspenders ist eine stilisierte Moschee zu sehen. Ein religiöses Symbol auf einem Alltagsprodukt sei jedoch unpassend, hatte der Kunde moniert. Der Beschwerde schlossen sich binnen kurzer Zeit weitere Muslime an, die sich durch das Etikett beleidigt fühlten: Das Bild einer Moschee bedeute für sie „Würde und Hochachtung“ und gehöre nicht in die Nähe der Toilette, schrieb etwa ein Facebook-Nutzer.

Aldi Süd reagierte prompt und kündigte an, der Seifenspender werde „in Kürze nicht mehr in unseren Filialen erhältlich sein“. Dass sich der Discounter dem Druck der muslimischen Kunden beugt, hat dem Unternehmen daraufhin einen wahren „Shitstorm“ im Internet beschert. Auf Facebook und Twitter warfen unzählige Nutzer Aldi mangelndes Rückgrat vor. Etliche Kommentatoren sahen in der vermeintlichen Rücksicht auf „religiöse Gefühle“ sogar eine Gefährdung der Meinungsfreiheit. Einige der Beiträge strotzen nur so vor islamkritischen, teilweise herabwürdigenden und sogar fremdenfeindlichen Äußerungen. Erfreulicherweise überwiegen aber jene, in denen Nutzer ihrer Unverständnis über Aldis Reaktion mit einer gehörigen Portion Humor und Sarkasmus Luft machen.

Auch der Waschbär aus dem "Spass-Buch" wird zum Ziel der Häme.Der Vorfall ereignete sich bereits vor über einer Woche. Längst wurde die Kundenbeschwerde, die das Ganze ins Rollen gebracht hatte, von Aldis Facebook-Seite entfernt. Der „Shitstorm“ aber ebbt nicht ab. So empört sich etwa eine Nutzerin hämisch über eine Anzeige zu “Mein cooles, buntes Spaßbuch”, einem kostenlosen Heft mit kindgerechten Rätseln, Rezepten und Spiel- und Basteltipps, das Buch müsse „sofort aus den Läden verbannt werden“, weil sie als „unterdrückte Muslima“ mit einem „Spass-Buch“ nichts anfangen könne. Auch auf die Reklame für ein Garnsortiment hagelte es Spott: Die Frauen-Bilder auf der Wolle seien „einfach zu freizügig“. Deshalb sollte Aldi sie „entweder verschleiern oder ganz entfernen“. Der Nutzer fügte dennoch hinzu, er werde ein paar Wollknäuel für seinen Harem kaufen, „damit sie sich neue Burkas stricken können“.

Kommentar

An der Diskussion beteiligten sich aber auch solche Muslime, denen es völlig egal sei, „ob eine Moschee auf einer Flüssigseife abgebildet ist“. Es sei doch nur logisch, dass man für ein Produkt mit dem Namen „1001 Nacht“ auch „orientalische Symbole“ verwende, schrieb einer von ihnen. Er finde, der Westen nehme „sehr viel Rücksicht“ auf die Muslime, die es mit ihren „Empfindlichkeiten nicht übertreiben sollten“. Auf die hitzige Debatte um die vermeintliche Verunglimpfung von Religion wurden auch die Medien aufmerksam. Unter die seriöse Berichterstattung mischen sich aber auch Beiträge wie der der Zeitung Die Welt, die das Geschehen satirisch verarbeitete.

Lange hat Aldi zu den Vorwürfen geschwiegen. Eine öffentliche Stellungnahme dazu steht aus. Auf Anfrage teilte der Konzern Medienvertretern mit, „die bildliche Gestaltung des Produkts sollte die orientalische Duftrichtung unterstreichen und keinesfalls die religiösen Gefühle in irgendeiner Art verletzen“. Aldi antwortete einer anderen Facebook-Nutzerin unterdessen in einer privaten Nachricht, man bedauere es sehr, „dass sowohl die Gestaltung der Seife als auch unsere Reaktion darauf so viele Beschwerden ausgelöst hat“. Das Unternehmen könne viele „im Rahmen dieser Diskussion geäußerten Ansichten und Argumente“ nachvollziehen, bittet aber um Verständnis, wenn man sich dazu nicht äußern möchte.

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Unbeabsichtigt lustig zeigte sich Papst Franziskus bei seiner ersten Predigt auf den Philippinen. Franziskus‘ erste Worte waren „Hast Du mich lieb?“, eine Wiederholung aus dem gerade vorgelesenen Evangelium nach Johannes. Einige Gäste in der Kathedrale von Manila erwiderten auf die Frage mit einem deutlichen „Ja“, bevor der Pontifex fortfahren konnte. So unterbrach er das Lesen und sagte der Gemeinde: „Ja, vielen Dank – auch, wenn ich eigentlich nur aus dem Evangelium zitiert hatte.“ Dann fuhr er mit seiner Predigt fort, in der er Priester und Bischöfe zu einem Leben in Bescheidenheit aufrief.

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Cicero: Jesus mit Joint

by paparazzi on 19. Dezember 2014

Cicero_BlogDas Titelthema der neuen „Cicero“-Ausgabe dreht sich um die wohl rätselhafteste Persönlichkeit der Geschichte: Jesus, den „Rebellen von Nazareth“. Der Jesus-Freak Gründer, Martin Dreyer, schreibt in lockerer Sprache von Jesus, „einem Freak, der Dinge anders dachte und anders machte.“ Eine Persönlichkeit, die wohl eher ein Rebell ist, als ein Religionsgründer und Friedensstifter.

Mit einem provokanten Titelbild und goldenen Lettern wirbt das Magazin für das Thema. Jesus in buntem Outfit mit Tattoos und Piercings ist direkt auf das Cover gedruckt. In der Hand hält er einen Joint und im Hintergrund leuchtet ein Heiligenschein. Mit der Illustration soll offensichtlich der „rebellische Charakter“ Jesu dargestellt werden. Wie respektvoll die Darstellung des Gottessohnes ist, lässt Raum zur Diskussion.

Die Wahl des Titelbildes hatte sich auch auf anderer Weise als hinderlich erwiesen. Das neue „Cicero“-Magazin ließ sich einfach nicht in den Zeitungskiosk des amerikanischen Technikkonzerns Apple hochladen, schreibt die Onlinezeitung „Horizont“. Nach mehrfachen Versuchen habe die Redaktion das Problem erkannt: Apple gefiel scheinbar der „Joint rauchende Jesus“ nicht, weil er die rechtliche Bestimmungen des Jugendschutzes nicht einhielt. Mit einem anderen Cover war es problemlos möglich, die neue Ausgabe auf der Platform anzubieten.

 

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Die Wahrheit über den Weihnachtsmann

by J. Weil on 18. Dezember 2014

Eine englische Pfarrerin hat die Schulgemeinde einer Grundschule unglücklich gemacht. Bei einer Schulfeier hatte sie die Grundschüler gefragt, um was es an Weihnachten gehe. Als ein Kind mit dem „Weihnachtsmann“ antwortete, entgegnete die Pfarrerin, dass dieser nur eine Fantasiegestalt sei. Auch die Eltern sind in Aufruhr.

Bis vor wenigen Tagen war die Welt im englischen Stalham noch in Ordnung. Mit ihrer Aussage, dass der Weihnachtsmann erfunden sei, hat die Pfarrerin Margaret McPhee für Turbulenzen gesorgt. „Sobald die Worte ausgesprochen waren, wusste ich, dass ich einen riesigen Fehler gemacht hatte“, sagte sie der Lokalzeitung Norfolk Eastern Daily Press.

Viele Eltern hatten sich nach dem Vorfall am Montag beschwert, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Schule hat per Facebook mitgeteilt, dass die Pfarrerin sich offiziell für ihre „unsensible, spontane Bemerkung“ entschuldigt hat. Eine Mutter fragte erbost, wo in diesen Tagen der Geist von Weihnachten bleibe. Sie habe ihr Kind trotz der Äußerungen der Pfarrerin davon überzeugt, dass es den Weihnachtsmann wirklich gebe.

Andere Eltern meinten, dass McPhee den Zauber von Weihnachten ruiniert habe. Eine Mutter will ihre Kinder nicht mehr in Gottesdienste schicken. Die Pfarrerin wolle sicher auch nicht, dass man die Existenz Gottes leugne. „Ich bedauere wirklich, was vorgefallen ist. Ich liebe diese spezielle Zeit des Jahres und wie die Kinder und die Erwachsenen sie genießen und auch die Gottesdienste besuchen“, zitiert die Lokalzeitung die Pfarrerin.

Valerie Moore, die für die Schulleitung mitverantwortlich ist, sagte, dass sie keine Kontrolle über das habe, was die Pfarrerin sagte: „Es ist sehr betrüblich, was passiert ist. Ich finde es aber gut, dass sich die Pfarrerin nachvollzogen hat, was passiert ist und sich entschuldigt hat.“ Die Schule habe eine gute Partnerschaft mit den Kirchen und das solle auch so bleiben.

McPhee habe versprochen, dass sie solche Aussagen in Zukunft unterlasse. Aber es habe auch etliche Sympathiebekundungen gegeben. Der Erzdiakon von Norwich erklärte, dass die Pfarrerin eine sehr feinfühlige und empfindsam Person sei und dass sie ihre Äußerungen von ganzem Herzen bereue.

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Heiraten dank Schuhkarton

by J. Weil on 16. Dezember 2014

Als siebenjähriger Junge hat Tyrel Wolfe im Jahr 2000 bei der christlichen Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mitgemacht. Dass die damalige Empfängerin des Päckchens einmal seine Frau sein würde, hätte er nicht gedacht. In diesem Jahr hat er Joana Marchan geheiratet.

Als kleiner Junge hat der Amerikaner Tyrel Wolfe mit seinen Eltern die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ unterstützt. Die Päckchen mit Spielzeug, Schulsachen und Hygieneartikeln werden an bedürftige Kinder in der ganzen Welt verschickt. Dass Tyrel damals noch ein Foto von sich in Cowboy-Verkleidung dazu legte, war mehr als zehn Jahre später sein Glück.

Sein Päckchen bekommt ein philippinisches Mädchen namens Joana. Vor lauter Rührung hebt sie sich Tyrels Bild auf. Elf Jahre schreibt Joana ihm auf Facebook und die beiden lernen sich immer besser kennen. Als Tyrel die Schule beendet hat, besucht er das Mädchen in einem Vorort von Manila auf den Philippinen. Die beiden werden ein Paar und die Fern-Beziehung hält.

Sie bleiben über Skype und Facebook in Kontakt. Bei seinem nächsten Besuch auf den Philippinen bittet er Joanas Vater um ihre Hand. Als sie 2014 alt genug sind, steht für sie fest, dass sie heiraten wollen. Sie geben sich im Oktober in einem Vorort von Idaho das Ja-Wort. Für ihre eigene Hochzeit hat sich das Paar keine Geschenke gewünscht. Die Gäste sollen Schuhkartons mit Spenden für bedürftige Menschen mitzubringen.

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