Amerikanischer Footballspieler muss dran glauben

by J. Weil on 30. September 2014

Bisher war Tim Tebow für die Schlagzeilen gläubiger Football-Spieler zuständig. Der Quarterback hatte während seiner Spiele mit großer Geste gebetet. Nun hat sich der muslimische Spieler Husain Abdullah von den Kansas City Chiefs nach seinem Touchdown zum Gebet hingekniet – und wurde vom Schiedsrichter für sein „unsportliches Verhalten“ bestraft

Kurz nachdem der Safety der Kansas City Chiefs im Spiel gegen New England den zweiten Touchdown seiner Karriere erzielt hatte, kniete er nieder, presste seinen Kopf zu Boden und betete für einen kurzen Moment. Die Schiedsrichter bestraften seine Mannschaft im nächsten Spielzug mit einem 15-Yard-Raumverlust.

Agent kündigt Ärger an

In den USA sorgt diese Entscheidung für erhitzte Gemüter. Religiöse Jubelposen christlicher Sportler werden in der National Football League (NFL) seit Jahren nicht nur toleriert, sondern als vorbildlich gewertet. Tebow, der mittlerweile nicht mehr in der NFL spielt, war für seine Gesten als „Football-Messias“ und „Gottes Quarterback“ gefeiert worden.

Der bekennende Muslim Husain Abdullah fastet während des Ramadan und hat dies in der Vergangenheit auch während der NFL-Training-Camps getan. 2012 nahm er nicht am Spielbetrieb teil, damit er und sein Bruder Hamza, ein ehemaliger Spieler der Denver Broncos, während der Hadsch im Oktober nach Mekka pilgern konnten.

Der Agent von Husain Abdullah ereiferte sich auf Twitter, dass der Liga Ärger bevorstehe, sollte sein Klient nun mit einer Geldstrafe belegt werden. Das Spiel gewann Kansas übrigens mit 41:14. Neben dem Sieg konnten sich die Gastgeber noch über einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde freuen. Wie Spiegel Online meldet, verwandelten die 76.416 Fans das Stadion mit einer Lautstärke von 142,2 Dezibel in die lauteste Sportarena im Freien. (pro)

{ 0 comments }

Jesus läuft Berlin-Marathon in 6 Stunden

by anna on 29. September 2014

Jesus hat den Berlin-Marathon am vergangenen Wochenende als 21.943ster Läufer beendet. Sehen Sie selbst:

Haben Sie Jesus entdeckt? Hinter dem verkleideten Heiland verbirgt sich in Wahrheit ein Japaner namens Makoto Takeuchi, wie der Starterliste des Marathons zu entnehmen ist. Zwar brauchte er sechs Stunden und zwei Minuten von Start bis Ziel und damit ganze vier Stunden mehr als Sieger Dennis Kimetto. Dafür aber rannte er die komplette Strecke barfuss. Und mit seinem Kreuz auf dem Rücken. Am Montag berichteten verschiedene Berliner Medien über den geheimnisvollen Läufer. Über die Gründe für seine Kostümierung ist demnach nichts bekannt. Wer sich aber einmal durch das Web googelt stößt schnell auf ähnliche Aktionen weltweit. Hier sehen wir einen als Jesus Verkleideten bei einem Lauf in Tokio:

Oder hier in New York:

Offenbar handelt es sich hier um unterschiedliche Männer. Ob die Aktionen einen missionarischen Hintergrund haben oder einfach witzig gemeint sind – wir wissen es nicht. Und wir sind uns sicher, dass der ein oder andere sich an dem als Gottessohn verkleideten Läufer stören wird, schließlich liegt der Blasphemie-Vorwurf nahe. Eines aber steht fest: Den Namen Jesus las man in der Berliner Klatschpresse selten so oft, wie am Montagmorgen nach dem Berlin-Marathon.

{ 0 comments }

Papst-Käppi für 89.050 Euro versteigert

by paparazzi on 25. September 2014

PileolusIm italienischen Fernsehen ist am Mittwochabend ein weißes Käppchen von Papst Franziskus für 89.050 Euro versteigert worden. Im Rahmen der TV-Show “Le Iene” (“Die Hyänen”) ersteigerte ein anonymer Bieter den Pileolus, wie die Kopfbedeckung heißt, über die Auktionsplattform eBay. Der Papst hatte die Kappe im Juni bei einer öffentlichen Audienz auf dem Petersplatz eingetauscht. Ein Mann unter den Zuschauern hatte ihm damals eine identische Bedeckung hingehalten. Der Papst verglich beide Teile und ging auf den Tausch ein. Danach stellte der Mann das Käppchen der Show zur Verfügung. Der Betrag soll an ein katholisches Hilfsprojekt im Kongo gehen.

Foto: Stahlkocher / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

{ 0 comments }

Maria und Jesus als Barbie und Ken

by admin on 24. September 2014

Barbie als Mutter Maria, und Ken als Jesus am Kreuz – Das argentinische Künster-Paar Marianela Perelli und Pool Paolini hat mit ihrer Kunst-Aktion für einiges Aufsehen gesorgt.

Die beiden Künstler haben 33 Barbie- und Ken-Puppen erstellt, die an die Weltreligionen erinnern: Christentum, Judentum, Hinduismus, Islam und Buddhismus. Gezeigt werden die Figuren ab dem 11. Oktober 2014 unter dem Titel „Barbie, The Plastic Religion“ in Buenos Aires. (Die “Christian Post” berichtete)

barbie Foto: facebook/Pool&Marianela

Auf ihrer Facebook-Seite haben die beiden bereits jetzt Fotos von einigen Puppen gepostet: Maria als Barbie-Puppe, und Jesus als Ken. Jesus-Ken ist dabei an ein Kreuz genagelt. Sie schreiben dazu:„Wenn es einen Barbie-Arzt gibt, einen Lehrer und einen Polizisten, warum sollte es dann nicht eine Jungfrau-Maria-Barbie geben?“

Sie stellen aber auch klar: „Wir respektieren alle Traditionen und Religionen, aber unsere Arbeit soll eine Hommage an diese Figuren sein. Wir wollen keine Religion beleidigen.“ Ihre Puppen seien ein Protest gegen eine Welt, „in der wir dafür belohnt werden, gleich zu denken, zu fühlen und uns gleich zu verhalten“.

Obwohl die Ausstellung erst im Oktober eröffnet wird, hätten sich schon jetzt mehrere Galerien gemeldet, die die Puppen ebenfalls ausstellen wollen. Und selbst Anfragen zum Kauf der Puppen gebe es aus der ganzen Welt.

{ 0 comments }

Ig-Nobelpreis für Jesus-Toast

by paparazzi on 19. September 2014

Jesus ToastAm Donnerstagabend wurden die Ig-Nobelpreise für wissenschaftliche Forschungen verliehen, die “erst zum Lachen und dann zum Denken anregen” sollen. Auch für die Erforschung des “Jesus-Toasts” gab es eine Auszeichung. Die Wissenschaftler Jiangang Liu, Jun Li, Lu Feng, Ling Li, Jie Tian und Kang Lee haben untersucht, was im Gehirn des Menschen passiert, wenn sie Gesichter – zum Beispiel das Konterfei Jesu – auf ihrem Toast entdecken. In den vergangenen Jahren ist es immer wieder vorgekommen, das Menschen meinten, auf ihrem Toast Gesichter zu sehen, unter anderem das von Jesus. Kanadische Forscher fanden durch eine Studie zudem heraus, dass es in der Natur des Menschen läge, in Gegenständen Gesichter zu erkennen.

Insgesamt wurde der Preis in zehn Kategorien verliehen, darunter Wirtschaft, Medizin oder Kunst. Auszeichnungen erhielten auch die Mediziner Medizinern Ian Humphreys, Sonal Saraiya, Walter Belenky und James Dworkin. Sie fanden heraus, dass Pökelfleisch in der Nase bei Nasenbluten hilft.

Die Gewinner erhielten je ein Mensa-Tablett mit Besteck und Geschirr aus Plastik, eine Urkunde und eine Banknote über zehn Billionen simbabwische Dollar. Diese Währung gibt es seit 2009 faktisch nicht mehr. Mit ihr ist eine der höchsten Inflationsraten der Geschichte verknüpft.

Bild: topicagnostic / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

{ 0 comments }

Ausgerechnet der bekannteste Atheist der USA, Bill Maher, verteidigte am Montag in einer Fernsehtalkshow die Christen (pro berichtete). In der Talk-Sendung mit dem Moderator Charlie Rose sagte er, im Vergleich zum radikalen Islam sei das Christentum immerhin etwas friedfertiger, fand Maher, der 2008 sogar einen Film voll ätzender Kritik am Glauben drehte und für seine Polemik gegen Religionen im Allgemeinen bekannt ist.

Die meisten Christen seien offenbar nicht der Meinung, dass wer dem Christentum den Rücken kehrt, dafür getötet werden sollte. Christen behandelten Frauen auch nicht als Bürger zweiter Klasse. Ebenso glaubten sie nicht, dass getötet werden müsse, wer ein Bild von Jesus Christus zeichnet. Dies sei unter Muslimen anders.

Aufgrund dieser äußerst ungewöhnlichen Worte aus dem Munde des Meisters des Christen-Bashings regte sich bei manchem der Verdacht, im Grunde sei Maher doch irgendwie christlich.

Jetzt nahm der Comedian in einem satirischen Video zu den Gerüchten Stellung. Natürlich sei er in Wirklichkeit Christ. Und die Sache mit dem Atheismus sei eine einzige große Show, um Geld zu verdienen.

Seht selbst:

Bill Maher bei Charlie Rose:

 

{ 0 comments }

Aktienhandel: Teurer Aberglaube in Taiwan und China

by paparazzi on 16. September 2014

Aktienhandel ChinaAberglaube führt zu Verlusten für Anleger in Taiwan und China. Ökonomen haben herausgefunden, dass Aberlgaube die lokalen Finanzmärkte beeinflussen kann, berichtet die Zeitung Die Welt. Die Wirtschaftswissenschaftler untersuchten über fünf Jahre über 100 Millionen Handelsoptionen am Taiwan Futures Exchange Market (Taifex) und legten dabei ein besonderes Augenmerk auf die Endziffern Acht und Vier. Die Acht gilt in China als Glückszahl, weil die Aussprache ähnlich klingt wie die für “gutes Schicksal”. Die Vier hingegen höre sich an wie der Begriff “Tod” und gelte deshalb als Unglückszahl, schriebt Die Welt. Die Forscher stellten fest: Aufträge mit einer Acht am Ende, zum Beispiel ein Preis von 6,508, wurden viel öfter abgewickelt als Transaktionen, die auf eine 4 endeten wie zum Beispiel 6,504. Die Vier kam kaum vor. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass das kein Zufall ist, sondern die Marktteilnehmer von ihrem Aberglauben gesteuert werden. Besonders lokale Einzelhändler aus Taiwan seien empfänglich für die Endziffer Acht. Der Ertragsverlust, der sich durch den vom Aberglauben gesteuerten Handel mit der Acht ergibt, betrage auf das ganze Jahr gerechnet 8,8 Prozent. Die Vermeidung der Vier verringere die Einkünfte der Händler um etwa zwei Prozent.

Die Erkenntnisse ließen sich aber nicht auf den weltweiten Aktienhandel übertragen. Zudem sei die Tendenz erkennbar, dass der Aberglaube bei den Investoren aus China und Taiwan abnehme.

Foto: 2 dogs / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

{ 0 comments }

Riechen wie der Papst

by admin on 9. September 2014

Über die Kunst der Düfte-Kreation schreibt Welt-online heute in einem Artikel. Der Autor schreibt zunächst über die Firma „Juniper Ridge“ aus Kalifornien, die in der wilden Natur Düfte sammelt, etwa mittels einer mobilen Destille in einem Lieferwagen. Aus Rinde, Moosen und Pilzen erschafft das Team durch traditionelle Verfahren „Backpacker-Düfte“.

Aber auch die Maienfelser Manufaktur im Schwäbisch-Fränkischen Wald erwähnt die Zeitung, die unter anderem ein Bibel-Parfum anbietet. Die „Düfte der Bibel“ sind gemacht „aus den Pflanzen, die um die Zeit vor, während und nach Jesus populär waren“, heißt es im Web-Shop. In der Duft-Kombination finden sich Kräuteressenzen von Narde, Safran, Cassia, Ingwergras und natürlich Weihrauch und Myrrhe. Bei jeder Zutat steht die passende Stelle in der Bibel, in der sie vorkommt.

Wir hätten da noch einen weiteren Tipp: Seit März 2013 ist ein eigenes Parfüm für Papst Franziskus auf dem Markt. Die Firma „Excelsis Fine Fragrances“ hat das Parfum „Francis“ im Angebot. Auch für den Vorgänger-Papst gab es bereits ein eigenes Parfum mit dem Namen „Benedictus“.

Francis_bottle

Und wie duftet so ein Papst-Parfum? Gegenüber der „Christian Post“ sagte Firmengründer Frederick Hass, der Duft solle die Demut und das Geerdet-Sein des neuen Papstes Franziskus widerspiegeln. Das Wässerchen bestehe hauptsächlich aus Bergamotte und Sandelholz. Kostenpunkt: 27 Dollar pro Flasche.

{ 0 comments }

Viele sagen, die Webseite www.reddit.com ist die Eingangstür zum Internet. (Ja, na klar, neben Google.com). Eine Rubrik von Reddit ist die Fragestunde „Ask me anything“ (AMA). Hier können die User ganz normalen Leute mit vielleicht interessantem Beruf Löcher in den Bauch fragen.

Besonders interessant wird „AMA“, wenn sich Prominente Zeit nehmen, um auf die Fragen von Usern zu antworten. Bislang haben sich den Fragen der User zum Beispiel schon Berühmtheiten wie Bill Gates, Buzz Aldrin, Bill Murray, Arnold Schwarzenegger oder Barack Obama gestellt.

Am Wochenende stellte sich der Schauspieler Denzel Washington den Fragen. Der gläubige Hollywood-Star beantwortete Fragen zu seinen Lieblingsfilmen, -Tieren und -Essen. Aber auch sein Glaube kam an manchen Stellen zu Wort.

So fragte ihn User Axel927 nach Denzels Lieblingsbuch. Der antwortete: „Oooh! The Bible.“

Und befragt nach seinem persönlichen Lieblingsbibelvers antwortete der Schauspieler:

Right now – I don’t know if I have a favorite, but Proverbs is always great. Because you can apply it. Right now, this is my 2.5, almost 3rd time, reading the Bible cover to cover. I’m in the book of Ezekiel right now, a lotta drama going on. Proverbs is always a good chapter, a good book, because there are always some gems in there that you can apply. Chronicles, also.

Ich habe im Moment keinen Lieblingsvers, aber die Sprüche Salomons sind immer toll. Denn die passen immer. Im Moment lese ich die Bibel wohl zum zweieinhalbten oder dritten Mal komplett von vorne bis hinten. Im Moment bin ich beim Propheten Hesekiel, da passiert viel Drama. Die Sprüche Salomos sind immer eine gute Wahl, ein gutes Buch, denn da gibt es immer ein paar Edelsteine, die gut sind. Aber auch die Chroniken sind gut.

{ 0 comments }

Wenn Gottes Friede mit der Bahn reist

by paparazzi on 5. September 2014

Yann Gar/flickr CC BY 2.0 Yann Gar/flickr CC BY 2.0

„Friede mit Gott allein durch Jesus Christus“ ist 34 Jahre alt, wurde in Kapstadt geboren und fuhr am Donnerstag mit dem Regionalzug durch Niedersachsen. Seinen Namen hatte er vollständig auf seine Fahrkarte geschrieben. Als die Schaffnerin diese kontrollierte, wurde sie misstrauisch und rief die Polizei.

Die Beamten stellten bei der Überprüfung des Fahrausweises fest, dass der Südafrikaner sich mit dem auf Deutsch eingetragenen Namen keinen Scherz erlaubt hatte. Sein Ticket war gültig. In Deutschland hatte ein Gericht vor einigen Jahren entschieden, dass religiös geprägte Vornamen nicht zugelassen sind. Laut Angaben der Polizei ist „Frieden mit Gott allein durch Jesus Christus“ in Südafrika als Name erlaubt.

Gute Fahrt!

{ 0 comments }