Wrestling-Weltmeister Billy Graham

by J. Weil on 3. Juli 2015

Mit bürgerlichem Namen heißt er Eldridge Wayne Coleman. In seiner Zeit als Profi-Wrestler trat er unter dem Namen „Superstar“ Billy Graham auf. Unter diesem Namen war er von 1977 bis 1978 sogar Weltmeister der Wrestling-Vereinigung WWF.

Der spätere kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zählte zu seinen Trainingspartnern und ist Pate seiner Tochter. Als Wrestler war er maßgeblich an der Professionalisierung seiner Sportart beteiligt. Er wurde als Kind einer Arbeiterfamilie 1943 in Phoenix (Arizona) geboren.

Neben dem Sport prägte auch der christliche Glaube seine jungen Jahre. Als Heranwachsender trat er auch als Prediger auf. Der Football-Spieler und Bodybuilder entschied er sich für eine Karriere als Profi-Wrestler. Er wechselte seinen bürgerlichen Namen gegen den des berühmten Evangelisten Billy Graham. Damit wollte er dessen Leistung anerkennen. Den Zusatz „Superstar“ entlieh er dem damals immens populären Musical „Jesus Christ Superstar“.

Charismatische Art machte ihn zum Publikumsmagneten

Er nutzte den Ruhm seines Erfolges als Bodybuilder, um junge Leute dazu zu bringen, aus seinem Mund Gottes Wort zu lauschen. Seine zunehmende Popularität verhalft ihm 1971 auf das Titelbild eines Wrestling-Magazins. Vier Jahre später wechselte er in die World Wide Wrestling Federation (WWWF). Dort feierte Graham am 30. April 1977 seinen größten Erfolg, als er in Baltimore den Weltmeister-Titel gewann und neun Monate lang verteidigte und Publikumsmagnet war.

Doch es gibt auch die andere Seite des Sportlers Graham: Blutige Auseinandersetzungen mit dem damaligen Publikumsliebling Sammartino, Drogenmissbrauch, Einnahme der damals noch legalen Steroide und illegale Kampfaktionen. Mittlerweile ist er ein engagierter Vorkämpfer gegen den Stereoid-Missbrauch.

Zahlreiche juristische Auseinandersetzungen

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er als WWF-Kommentator und trat auch als Schauspieler auf. 2004 wurde er in die „Hall of Fame“ des Wrestling aufgenommen. Der Sport ruinierte aber auch seinen Körper. Ihn plagten Hüft- und Wirbelsäulenprobleme, und seine Leber wurde transplantiert. Nach dem Verlust der Arbeitsstelle wurde Graham depressiv und hatte große finanzielle Probleme.

Es kam zu juristischen Auseinandersetzungen mit Pharmafirmen und Wrestling-Verbänden, die er für seinen körperlichen Niedergang mit verantwortlich machte. Dass er nicht völlig abstürzte, dafür sorgte sein wieder gefundener Glaube, den er während nach seiner Wrestlingkarriere eher vernachlässigt hatte: Er hatte mehrere Scheidungen hinter sich und zwei Kinder gezeugt, um die er sich nicht kümmerte.

In den Neunzigern begann er, erneut zu predigen und Gottesdienste auszurichten. Er führte auch die Beerdigung seines Sportlerkollegen Eddie Guerrero durch. Graham ist aktuell mit Valerie verheiratet. 2006 brachte er eine Autobiografie mit dem Titel Tangled Ropes und später auch eine DVD über seine Karriere heraus.

{ Comments on this entry are closed }

Facebook ist katholisch, Twitter evangelisch

by Schumacher on 9. Juni 2015

Eine steile These stellt der katholische Priester Alexander Lucie-Smith im Magazin „Catholic Herald“ auf: Facebook sei katholisch, Twitter protestantisch. Wie kommt er zu dieser Aussage?

Der Autor ist Doktor der Moraltheologie und Autor für den „Catholic Herald“. Sein Text, der zuerst am 22. Mai 2015 in der gedruckten Version des „Catholic Herald magazine“ erschien, und nun online, greift ein altes Zitat des bekannten italienischen Schriftstellers Umberto Eco auf. Ecco schrieb 1994 für das Magazin „L’Espresso“ einen Artikel darüber, dass Macintosh-Computer irgendwie katholisch seien und das Betriebssystem DOS protestantisch.

Der Text entstand sozusagen im Mittelalter der Computertechnologie, als das Betriebssystem DOS noch mit Kommandoeingaben über die Tastatur funktionierte und ein Mac bereits mit einer Maus und über eine grafische Oberfläche bedient werden konnte. Der Macintosh sei „fröhlich, freundlich, versöhnlich“, schrieb Ecco. „Er sagt dem Gläubigen, was er als nächstes tun sollte, um – wenn schon nicht das Himmelreich – dann jedenfalls den Moment zu erreichen, an dem er sein Dokument ausdruckt.“ Denn: „Jeder hat ein Recht auf Erlösung.“

DOS hingegen sei protestantisch, wenn nicht gar Calvinistisch. „Es erlaubt die freie Interpretation der Schrift, verlangt schwierige persönliche Entscheidungen und setzt als Tatsache voraus, dass nicht jeder die Erlösung erlangen kann.“

„Twitter ist für Prediger“

Lucie-Smith überträgt den Vergleich Eccos auf die beiden großen Sozialen Netzwerke Facebook und Twitter. „Twitter ist ein wunderbares Werkzeug für Menschen, die ihren Followern gerne predigen.“ Auch wenn jemand bei Twitter viele Follower habe, so bedeute das nicht, dass diese Menschen eine homogene Gruppe bildeten. „Ich zum Beispiel folge Richard Dawkins, aber ich bezweifle, dass ich viel mit den restlichen 1,17 Millionen Followern gemeinsam habe.“ Das meiste, was aus diesem Lager komme, seien Provokationen und Beleidigungen gegen den Feind. Für einen Dialog sei Twitter nicht geschaffen.

„Die Polemiken auf Twitter erinnern mich an Martin Luther, der, geschützt vom Kurfürsten, schleuderte dem Papst einige Beleidigungen entgegen. Viele Twitter-Nutzer sind anonym, was ihnen erlaubt, anonym andere anzugreifen“, schreibt Lucie-Smith.

Auch gebe es bei Twitter keine Hierarchie. Autorität entstehe nur, wenn es einem gelinge, einen „Kult“ um einen selbst zu erzeugen. Das funktioniere am besten, wenn man mit Leidenschaft die eigene Botschaft verbreite. „Das ist sehr protestantisch“, schreibt Lucie-Smith.

Twitter das falsche Medium für den Papst

Der Priester fragt: Ist Twitter wirklich das richtige Medium für den Papst? Man könne bei einzelnen Tweets ja die Meinungen der anderen User abschauen. „Es dient Deinem Besten, wenn Du das nicht tust“, schreibt der Katholik.

Während Twitter davon lebe, dass man Anhänger suche, gründe Facebook auf der Idee der Vernetzung. „Menschen, die Dir auf Twitter folgen, sind Fremde; Freunde bei Facebook sind Menschen, die Du kennst, jedenfalls theoretisch.“ Der Theologe vergleicht Facebook mit einer Cocktail-Party, und man selbst sei der Gastgeber. Man will nette Leute treffen und auf jeden Fall Kontroversen vermeiden. „Twitter spricht zur Masse; Facebook ist eine Gemeinschaft – und das deswegen ist meines Erachtens Facebook katholisch.“

{ Comments on this entry are closed }

Raus bist Du noch lange nicht

by J. Weil on 8. Juni 2015

Arbeiten auch Kirchenmitglieder bei der links-alternativen Tageszeitung taz? In ihrer Kolumne berichtet taz-Journalistin Barbara Oertel über ihr eher „unfreiwilliges Coming-out“. Die Kirchensteuerstelle Neukölln hatte sie „jahrelang schlichtweg vergessen und nicht einmal als Karteileiche geführt“. Beim Anruf im Lohnbüro ihres Arbeitgebers habe sie bestätigt, dass sie Kirchensteuer zahle und dass eine Änderung auf dem Lohnzettel notwendig sei.

Nicht viel zu lachen

Das Schweigen am anderen Ende der Leitung habe sie für sich als ein „Es gibt sie also auch bei uns, diese Irren, die freiwillig einem christlichen Club angehören und dafür auch noch bezahlen“, gedeutet. Dass sie monatlich 27,50 Euro entrichte und Mitglied der Kirche sei, werde in der Redaktion zum Teil mit Argwohn und mit despektierlichen Bemerkungen wahrgenommen.

Protestanten und Katholiken müssten immer wieder Hohn und Spott ertragen, mit teils sehr platten Witzen. 1996 bezeichnete die Zeitung wegen des Kruxifix-Urteils des Bundesverfassungsgerichtes den Gekreuzigten als „Balken-Sepp“. Der Presserat missbilligte dies. „Dabei hat das Blatt doch ein Herz für Minderheiten aller Art, für die Mühseligen und Beladenen dieser Welt“, schreibt die Kolumnistin.

Immer mal wieder komme sie auch mit Kollegen über den Glauben ins Gespräch. Für Oertel selbst hat der Brief keine finanziellen Konsequenzen. „Anstatt eines satten Nachzahlungsbescheids kam nur ein kurzes Schreiben: Hiermit freuen wir uns, Sie als Mitglied unserer Gemeinde begrüßen zu können.“ Barbara Oertel ist seit 1995 Osteuropa-Redakteurin der taz und seit 2011 eine der beiden Chefs der Auslandsredaktion. Sie hat Slawistik und Politikwissenschaft in Hamburg, Paris und St. Petersburg sowie Medien und interkulturelle Kommunikation in Frankfurt/Oder und Sofia studiert.

{ Comments on this entry are closed }

Lindsay Lohan zeigt sich mit Koran

by Daniel Frick on 15. Mai 2015

Nachdem ein Fotograf die US-Schauspielerin Lindsay Lohan Anfang dieser Woche mit einem Koran in der Hand in New York fotografiert hat, spekulieren Medien über deren Übertritt zum Islam. Bereits Anfang des Jahres hatte die 28-Jährige ein Bild mit einem Koran-Vers auf Instagramm verbreitet, das Bild dann aber wieder gelöscht.

Ein Sprecher Lohans sagte gegenüber der britischen Zeitung „Independent“ jedoch, Lohan erwäge nicht, dem Islam beizutreten. „Aber ich weiß, dass sie zuletzt großes Interesse an der arabischen Kultur entwickelt hat.“ Derzeit lerne sie Arabisch.

Im vergangenen Jahr bezeichnete sich Lohan, die in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen ist, in einer Dokumentation gegenüber der amerikanischen Moderatorin Oprah Winfrey als „sehr spirituellen Menschen“. Dabei sagte sie auch, sie stehe in Kontakt mit höheren Mächten. „Ich bin gesegnet und glücklich, ein Geschenk erhalten zu haben, das ich mit anderen teilen kann.“

In der Vergangenheit hatte sie Interesse an verschiedenen Glaubensrichtungen gezeigt: 2004 war sie mit einem Kabbala-Armband zu sehen, das sie vor Unglück bewahren sollte. Im Jahr 2012 soll sie einer buddhistischen Gesangsgruppe beigetreten sein.

Lohan ist um die Jahrtausendwende als Schauspielerin in Disney-Filmen wie „Das doppelte Lottchen“ bekannt geworden. Den endgültigen Durchbruch feierte sie mit der Kinokomödie „Freaky Friday“ im Jahr 2003. Seit dem Jahr 2006 fiel Lohan regelmäßig mit Alkohol- und Drogenproblemen auf und wurde in diesem Zusammenhang mehrmals gerichtlich verurteilt. Zurzeit leistet sie in einer New Yorker Kindertagesstätte Sozialstunden ab, nachdem sie ein Gericht wegen eines Autounfalls im Jahr 2012 für schuldig befunden hatte.

{ Comments on this entry are closed }

Bibelverse im Fastfood-Restaurant

by Schumacher on 17. April 2015

Wer den Kultfilm „The Big Lebowski“ gesehen hat, dem ist die Fastfood-Kette „In-N-Out“ schon begegnet: „Da gibt’s gute Burger“, sagt Donny in einer Szene, und Walter Sobchak antwortet mit einem obligatorischen „Shut the fuck up, Donny!“

In-N-Out Burger” ist eine der bekannteren Fastfood-Ketten in den USA. Viele hierzulande wissen gar nicht, dass die Betreiber der Kette gläubige Christen sind und sogar auf ihre Becher Bibelverse drucken. So kann es sein, dass der Kunde am unteren äußeren Teil seines Bechers den Aufdruck „John 3:16“ entdeckt, ein Hinweis auf Johannes 3,16 („Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.)

tobesfo (flickr) CC BY-NC-SA tobesfo (flickr) CC BY-NC-SA

 

Bei der jährlichen Umfrage „Consumer Picks“ des Branchenmagazins „Nation’s Restaurant News“ hat die In-N-Out Burgerkette nun zum dritten Mal in Folge den ersten Platz bei der Kundenzufriedenheit in der Kategorie „limited service“ eingenommen. „Limited service“ bedeutet hierbei, dass der Kunde an der Theke bezahlt und sein Essen mit an einen Tisch nimmt.

In dem Ranking sind 172 Restaurantketten aufgelistet. Online haben Testteilnehmer 42.196 Umfragebögen ausgefüllt. Sie bewerteten Essensqualität, Sauberkeit und die Atmosphäre der Filialen. In-N-Out erreichte mit 71,9 Prozent den ersten Platz. Anderen bekannten Ketten in den USA erging es da schlechter. McDonalds etwa landete auf Platz 110. Noch eine andere amerikanische Fastfood-Kette ist bekannt dafür, dass die Besitzer gläubige Christen sind: Chick-fil-A. Diese Kette landete in dem Ranking auf Platz 5.

Die in Kalifornien ansässige Kette In-N-Out wurde 1948 von Harry und Esther Snyder in Baldwin Park, Kalifornien, gegründet und ist auch heute noch ein Familienunternehmen. Inzwischen hat sie Filialen in 300 Orten in den Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah und Texas.

Im Jahr 1980 begann der damalige Firmenchef Rich Snyder damit, Bibelverse auf die Becher zu drucken. Damit wollte er die christliche Überzeugung der Unternehmensfamilie zum Ausdruck bringen und die Kunden zum Bibellesen ermutigen.

{ 0 comments }

Games zocken mit Gott

by schubert on 16. April 2015

The Binding of Isaac SONY
The Binding of Isaac – Quelle: SONY

Viele Computerspiele sind beeinflusst von Glaubenssystemen der realen Welt. Das deutsche Spiele-Magazin „Games Aktuell“ stellt zehn Spiele vor, die sich an existierenden Religionen orientieren. „Dabei werden monotheistische Weltreligionen, ebenso wie fernöstliche Lehren und antike, heidnische Sagen zum zentralen Element vieler Spiele“, heißt es auf der Internetseite der Zeitschrift. Die Sichtweisen variierten dabei „von einer überwiegend positiven bis hin zu einer sehr kritischen“ Anschauung. Mission findet nicht statt, auch wollten die Spielemacher in der Regel die Religionen nicht diffamieren.

Das Spiel „The Binding of Isaac“ wirft einen kritischen Blick auf die Bibel und thematisiert die Opferung Isaaks. Der Spieler steuert dabei einen kleinen Jungen namens Isaac, der auf der Flucht ist. Dessen Mutter hat von Gott den Befehl erhalten hat, ihn zu töten.

Ein christlicher Priester jagt in „Call of Juarez“ Sünder. In der einen Hand hat Ray Mc Call die Bibel, in der anderen die Pistole.

Zu der Bilderstrecke von „Games Aktuell“ geht es hier.

{ 0 comments }

Papst-iPad für 30.500 US-Dollar versteigert

by schubert on 15. April 2015


Die Gravur „Su Santidad Francisco“ heißt übersetzt „Seine Heiligkeit Franziskus“

In Uruguay ist am Montag ein iPad von Papst Franziskus für stolze 30.500 US-Dollar versteigert worden. Beim Käufer handelt es sich laut der uruguayischen Zeitung El País um einen argentinischen Geschäftsmann. Er bevorzuge, anonym zu bleiben, teilte das Auktionshaus Castells in Montevideo mit. Der Käufer habe sein Gebot via Telefon abgegeben.

Eineinhalb Jahre nutzte der Pontifex das silberne Tablet von Apple. Schließlich schenkte Franziskus das iPad einem Freund, dem uruguayischen Priester Gonzalo Aemilius. Der Erlös soll einer katholische Bildungseinrichtung in der Stadt Paysandú zu Gute kommen.

Auf dem iPad ist „Su Santidad Francisco“ eingraviert, übersetzt heißt das „Seine Heiligkeit Franziskus“. Der Vatikan hat ein Echtheitszertifikat für das Papst-Geschenk ausgestellt, datiert auf den 29. Oktober 2014. Die Internetseite des Auktionshauses Castells zeigt Fotos des iPads sowie des Zertifikats.

{ 0 comments }

Gegen die Mainstream-Wissenschaften

by J. Weil on 14. April 2015

Erich von Däniken ist für seine schrägen Theorien und wissenschaftlichen Thesen bekannt. Kurz vor seinem 80. Geburtstag am heutigen Dienstag hat der Schweizer das biblische Alte Testament wieder als so etwas wie „eine Geschichte der frühen Raumfahrt“ bezeichnet.

Am Wochenende hatte der Kopp-Verlag, der von Dänikens Bücher vertreibt, zu einem Kongress anlässlich von dessen 80. Geburtstag am heutigen Dienstag eingeladen. Wenn etwa im ersten Kapitel des Hesekiel-Buches von einem Feuerschein am Himmel die Rede ist, aus dem vier Gestalten entsteigen, handele es sich um Außerirdische. Luther habe alles „religiös verbrämt“ und es sei Zeit, dass die Wahrheit ans Licht komme.

Seine Thesen machten den gelernten Hotelier über die Jahre zum gefragten Autor. Die Bücher wurden in 32 Sprachen übersetzt. Bis heute soll er etwa 70 Millionen Bücher verkauft haben, schreibt die Tageszeitung „Welt“ in ihrer heutigen Ausgabe. Er produzierte die Fernsehserie „Auf den Spuren der All-Mächtigen“ und TV-Dokumentationen. Nach mehrjähriger Planung öffnete 2003 der Mystery Park in Interlaken seine Tore. Der „präastronautische“ Freizeitpark musste Ende 2006 wegen finanzieller Probleme schließen, hatte in dieser Zeit aber eine Million Besucher.

Beruht das auf falschen Fakten?

Von Däniken geht davon aus, dass die Bibel von Astronauten berichtet, die von den Urmenschen für Götter gehalten wurden. Auch der Bau von Pyramiden und Steinmonumenten seien nicht ohne fremde Hilfe möglich gewesen, findet der 80-Jährige. Seine Forschungsgesellschaft möchte auch Menschen zusammenbringen, die Besuche Außerirdischer nachweisen wollen.

Seit 1996 gibt es eine nach ihm benannte Stiftung, die die „großen Rätsel“ der Welt lösen und die rätselhaften Relikte vergangener Kulturen erklären sollen. Von Däniken sagte einmal, dass er jeden Tag bete, mit den Lehren der Weltreligionen aber nichts anfangen könne, da sie auf falschen Fakten beruhten. In der Wissenschaft gelten seine Thesen als überwiegend unhaltbar.

Für den „erstaunlichsten pseudo-wissenschaftlichen Unfug des Jahres“ und für sein Lebenswerk als Person, „die sich jahrzehntelang mit besonders beeindruckender Resistenz gegen wissenschaftliche Fakten einen Namen gemacht hat“ erhielt er von der Gesellschaft für kritisches Denken den Negativpreis „Das Goldene Brett“. Zu den Schattenseiten seines Lebens gehört auch, dass er 1970 wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.

Zwei seiner zahlreichen (umstrittenen) Bücher wurden verfilmt. Viele Filmemacher wie Roland Emmerich oder Ridley Scott bedienten sich in ihren Science-Fiction-Filmen von Dänikens Themen. Offene Diskussionen und Rückfragen waren laut der Tageszeitung Welt übrigens bei dem Kongress für den Neu-Achtziger nicht erlaubt. Stattdessen sei es eine gewaltige Werbeveranstaltung gewesen und gegen die „Mainstream-Wissenschaften“, die zwingende Beweise für von Dänikens Thesen unterdrücke. (pro)

Unser Redakteur Moritz Breckner hat sich intensiv mit dem Kopp-Verlag, in dem auch Udo Ulfkotte und Eva Hermmann schreiben, beschfäftigt. Den vollständigen Beitrag darüber können Sie im Christlichen Medienmagazin pro nachlesen, das Sie unter der Telefonnummer 06441/915-151 kostenlos bestellen können.

{ 0 comments }

Rapper Kanye West bald Pastor?

by J. Weil on 24. März 2015

Mit über 60 Millionen in den USA verkauften Tonträgern und Downloads gehört Kanye West zu den erfolgreichsten Rappern aller Zeiten. Jetzt möchte der 37-Jährige auch noch auf die Kanzel. Laut Medienberichten absolviert er zurzeit einen Online-Kurs in Theologie.

Kanye_West_at_the_2009_Tribeca_Film_FestivalWest scheint eine Wandlung durchgemacht zu haben. Die britische Tageszeitung Daily Star beruft sich auf einen Insider, der über die Veränderung des Musikers berichtet: „Während den vergangenen zwei Jahren ist aus West so etwas wie ein wieder geborener Christ geworden“, erklärt er. Bereits als Kind sei er regelmäßig in die Kirche gegangen, habe dies aber später vernachlässigt.

Der Rapper ist mit Kim Kardashian verheiratet und hat eine 21 Monate alte Tochter. „Als Vater hat er sich zu einem spirituellen und besseren Menschen gewandelt. Er lächelt viel und glaubt, dass ihn eine Ausbildung zum Pastor Gott näher bringt“, sagt die Quelle gegenüber Daily Star. Auch das Thema Rassismus beschäftige ihn intensiv.

Es gehe für ihn darum, sich selbst als Diener zu sehen, „weil dies alles ist, was wir sind: Gottes Diener“, hatte West in einem Interview gesagt. Sein Vorbild sei der amerikanische Sänger und Prediger Al Green. Um seinen Fortschritt im Glauben zu verdeutlichen plane der Musiker unter anderem ein Gospel-Album.

Für seine musikalische Leistung erhielt West neben zahlreiche Grammys auch achtzehn Platin-Schallplatten. In seinen Texten geißelt er den Konsum, die Gottlosigkeit und den Krieg. Er nahm aber auch zu politischen Sachverhalten wie dem Holocaust Stellung. In der Vergangenheit sprach sich West mehrfach öffentlich gegen die in der Hip-Hop-Szene weit verbreitete Homophobie aus.

Noch im Januar 2006 verärgerte er Christen damit, als er sich für die Titelgeschichte des Magazins „Rolling Stone“ von David LaChapelle in einer Jesus-ähnlichen Symbolik fotografieren ließ. Diese wurde als Häresie oder Blasphemie bewertet. West entschuldigte sich später für den Vorgang. Seine Mutter, eine angesehene Anglistik-Professorin, schrieb sogar ein Buch über die Erziehung ihres Sohnes.

{ 0 comments }

Die Jesus-Seife steckt voller Wunder

by Daniel Frick on 20. März 2015

jesus-soap-2Eine Seife mit dem Jesus-Konterfei hat offenbar wundersame Kräfte. Nutzer überbieten sich auf Amazon mit „Glaubenszeugnissen“. Von Schwebezuständen und Teilungen des Badewassers ist da die Rede. Und die sündenreinigende Wirkung spart manchem den Gang in die Beichte.

Seit gut einem Jahr lässt sich auf Amazon für rund zehn Euro die „Jesus-Seife“ erwerben. Der Hersteller wirbt offensiv mit der sündenreinigenden Wirkung. „Den ganzen Tag über kannst du so böse sein, wie du willst, aber dann am Abend …“ Selbst der größte Konkurrent Gottes, der Satan höchstpersönlich, empfiehlt laut Verpackung das Produkt. „Es ist so gut, sogar ich benutze es!“

Gedacht ist die Seife jedoch eigentlich für den in Sündenzusammenhängen verstrickten Menschen. Kunde Constantin Kuklick spricht von einem „Wascherlebnis“ mit sündenreinigenden Effekt: „Seitdem ich diese Seife benutze, muss ich nicht mehr zur Beichte gehen, die Sünden werden mir von der Seife abgenommen und ich fühle ich so rein!“ Dabei vergisst er nicht, dass gerade unter Gläubigen auch schon immer die größten Zweifler waren. Mit einer leidenschaftlich verkündeten „Kaufempfehlung!“ hält er sie an, das Wagnis des Glaubens einzugehen.

Eine Seife voller Wunder

Hilfreich dürften ihm dabei die Glaubenszeugnisse der anderen sein. Martina Zuckerman berichtete von einem Wunder in der Badewanne: „Ich legte die Seife in die Badewanne und das Wasser teilte sich.“ Andere Wunderwirkungen sehen die Benutzer hingegen kritisch: „Als großen Nachteil von der Seife sehe ich die Eigenschaft, dass das Wasser sich beim Berühren mit Seife in Wein verwandelt.“ Am Anfang sei das „toll“ gewesen, doch „nach mehreren Litern von dem Zeug“ zieht Kunde Hans Georg doch lieber Kaffee vor.

Ein anderer Kunde wusste diese Eigenschaft hingegen eigennützlich einzusetzen: Er brachte sie auf eine Party mit, wie er auf Amazon bezeugt. Als der Alkohol ausging wies er seine Freunde an, ein Bad zu füllen, anstatt Nachschub zu holen. Ein paar Stückchen Seife im Badewasser genügten, um „Unmengen von Wein“ bereitzustellen. „Der beste Partyartikel überhaupt!“, frohlockte der Nutzer.

jesus-soap-1Völlig inakzeptabel fand ein anderer Käufer hingegen die Schwebe-Eigenschaft. In Vorfreude auf ein „gemütliches Bad“ rührte er die Seife in das Wasser ein. „Als ich mich dann, nachdem die Wanne mit warmem Wasser gefüllt war, reinsetzen wollte, bin ich über dem Wasser geschwebt.“ Kein Wunder ist es daher, dass dieser Nutzer diese Seife mit nur einem von fünf Sternen bewertet hat.

Auch wenn einige Zeugnisse unter die Gürtellinie gehen und die Nutzer sich diese besser gespart hätten, zeigt die Seife doch, dass Gott die Deutschen, entgegen weltläufiger Meinung, mit Humor gesegnet hat: Bei der englischsprachigen Amazon-Webseite freuen sich die Kunden höchstens an der Größe oder dem Geruch der Seife oder bescheinigen, wenig kreativ, dass sie als Gag „gut ankam“. Vielleicht blieb dort aber auch jegliche Wunderwirkung aus?

{ 0 comments }