Bibelverse im Fastfood-Restaurant

by Schumacher on 17. April 2015

Wer den Kultfilm „The Big Lebowski“ gesehen hat, dem ist die Fastfood-Kette „In-N-Out“ schon begegnet: „Da gibt’s gute Burger“, sagt Donny in einer Szene, und Walter Sobchak antwortet mit einem obligatorischen „Shut the fuck up, Donny!“

In-N-Out Burger” ist eine der bekannteren Fastfood-Ketten in den USA. Viele hierzulande wissen gar nicht, dass die Betreiber der Kette gläubige Christen sind und sogar auf ihre Becher Bibelverse drucken. So kann es sein, dass der Kunde am unteren äußeren Teil seines Bechers den Aufdruck „John 3:16“ entdeckt, ein Hinweis auf Johannes 3,16 („Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.)

tobesfo (flickr) CC BY-NC-SA tobesfo (flickr) CC BY-NC-SA

 

Bei der jährlichen Umfrage „Consumer Picks“ des Branchenmagazins „Nation’s Restaurant News“ hat die In-N-Out Burgerkette nun zum dritten Mal in Folge den ersten Platz bei der Kundenzufriedenheit in der Kategorie „limited service“ eingenommen. „Limited service“ bedeutet hierbei, dass der Kunde an der Theke bezahlt und sein Essen mit an einen Tisch nimmt.

In dem Ranking sind 172 Restaurantketten aufgelistet. Online haben Testteilnehmer 42.196 Umfragebögen ausgefüllt. Sie bewerteten Essensqualität, Sauberkeit und die Atmosphäre der Filialen. In-N-Out erreichte mit 71,9 Prozent den ersten Platz. Anderen bekannten Ketten in den USA erging es da schlechter. McDonalds etwa landete auf Platz 110. Noch eine andere amerikanische Fastfood-Kette ist bekannt dafür, dass die Besitzer gläubige Christen sind: Chick-fil-A. Diese Kette landete in dem Ranking auf Platz 5.

Die in Kalifornien ansässige Kette In-N-Out wurde 1948 von Harry und Esther Snyder in Baldwin Park, Kalifornien, gegründet und ist auch heute noch ein Familienunternehmen. Inzwischen hat sie Filialen in 300 Orten in den Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Nevada, Utah und Texas.

Im Jahr 1980 begann der damalige Firmenchef Rich Snyder damit, Bibelverse auf die Becher zu drucken. Damit wollte er die christliche Überzeugung der Unternehmensfamilie zum Ausdruck bringen und die Kunden zum Bibellesen ermutigen.

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Games zocken mit Gott

by schubert on 16. April 2015

The Binding of Isaac SONY
The Binding of Isaac – Quelle: SONY

Viele Computerspiele sind beeinflusst von Glaubenssystemen der realen Welt. Das deutsche Spiele-Magazin „Games Aktuell“ stellt zehn Spiele vor, die sich an existierenden Religionen orientieren. „Dabei werden monotheistische Weltreligionen, ebenso wie fernöstliche Lehren und antike, heidnische Sagen zum zentralen Element vieler Spiele“, heißt es auf der Internetseite der Zeitschrift. Die Sichtweisen variierten dabei „von einer überwiegend positiven bis hin zu einer sehr kritischen“ Anschauung. Mission findet nicht statt, auch wollten die Spielemacher in der Regel die Religionen nicht diffamieren.

Das Spiel „The Binding of Isaac“ wirft einen kritischen Blick auf die Bibel und thematisiert die Opferung Isaaks. Der Spieler steuert dabei einen kleinen Jungen namens Isaac, der auf der Flucht ist. Dessen Mutter hat von Gott den Befehl erhalten hat, ihn zu töten.

Ein christlicher Priester jagt in „Call of Juarez“ Sünder. In der einen Hand hat Ray Mc Call die Bibel, in der anderen die Pistole.

Zu der Bilderstrecke von „Games Aktuell“ geht es hier.

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Papst-iPad für 30.500 US-Dollar versteigert

by schubert on 15. April 2015


Die Gravur „Su Santidad Francisco“ heißt übersetzt „Seine Heiligkeit Franziskus“

In Uruguay ist am Montag ein iPad von Papst Franziskus für stolze 30.500 US-Dollar versteigert worden. Beim Käufer handelt es sich laut der uruguayischen Zeitung El País um einen argentinischen Geschäftsmann. Er bevorzuge, anonym zu bleiben, teilte das Auktionshaus Castells in Montevideo mit. Der Käufer habe sein Gebot via Telefon abgegeben.

Eineinhalb Jahre nutzte der Pontifex das silberne Tablet von Apple. Schließlich schenkte Franziskus das iPad einem Freund, dem uruguayischen Priester Gonzalo Aemilius. Der Erlös soll einer katholische Bildungseinrichtung in der Stadt Paysandú zu Gute kommen.

Auf dem iPad ist „Su Santidad Francisco“ eingraviert, übersetzt heißt das „Seine Heiligkeit Franziskus“. Der Vatikan hat ein Echtheitszertifikat für das Papst-Geschenk ausgestellt, datiert auf den 29. Oktober 2014. Die Internetseite des Auktionshauses Castells zeigt Fotos des iPads sowie des Zertifikats.

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Gegen die Mainstream-Wissenschaften

by J. Weil on 14. April 2015

Erich von Däniken ist für seine schrägen Theorien und wissenschaftlichen Thesen bekannt. Kurz vor seinem 80. Geburtstag am heutigen Dienstag hat der Schweizer das biblische Alte Testament wieder als so etwas wie „eine Geschichte der frühen Raumfahrt“ bezeichnet.

Am Wochenende hatte der Kopp-Verlag, der von Dänikens Bücher vertreibt, zu einem Kongress anlässlich von dessen 80. Geburtstag am heutigen Dienstag eingeladen. Wenn etwa im ersten Kapitel des Hesekiel-Buches von einem Feuerschein am Himmel die Rede ist, aus dem vier Gestalten entsteigen, handele es sich um Außerirdische. Luther habe alles „religiös verbrämt“ und es sei Zeit, dass die Wahrheit ans Licht komme.

Seine Thesen machten den gelernten Hotelier über die Jahre zum gefragten Autor. Die Bücher wurden in 32 Sprachen übersetzt. Bis heute soll er etwa 70 Millionen Bücher verkauft haben, schreibt die Tageszeitung „Welt“ in ihrer heutigen Ausgabe. Er produzierte die Fernsehserie „Auf den Spuren der All-Mächtigen“ und TV-Dokumentationen. Nach mehrjähriger Planung öffnete 2003 der Mystery Park in Interlaken seine Tore. Der “präastronautische” Freizeitpark musste Ende 2006 wegen finanzieller Probleme schließen, hatte in dieser Zeit aber eine Million Besucher.

Beruht das auf falschen Fakten?

Von Däniken geht davon aus, dass die Bibel von Astronauten berichtet, die von den Urmenschen für Götter gehalten wurden. Auch der Bau von Pyramiden und Steinmonumenten seien nicht ohne fremde Hilfe möglich gewesen, findet der 80-Jährige. Seine Forschungsgesellschaft möchte auch Menschen zusammenbringen, die Besuche Außerirdischer nachweisen wollen.

Seit 1996 gibt es eine nach ihm benannte Stiftung, die die „großen Rätsel“ der Welt lösen und die rätselhaften Relikte vergangener Kulturen erklären sollen. Von Däniken sagte einmal, dass er jeden Tag bete, mit den Lehren der Weltreligionen aber nichts anfangen könne, da sie auf falschen Fakten beruhten. In der Wissenschaft gelten seine Thesen als überwiegend unhaltbar.

Für den „erstaunlichsten pseudo-wissenschaftlichen Unfug des Jahres“ und für sein Lebenswerk als Person, „die sich jahrzehntelang mit besonders beeindruckender Resistenz gegen wissenschaftliche Fakten einen Namen gemacht hat“ erhielt er von der Gesellschaft für kritisches Denken den Negativpreis „Das Goldene Brett“. Zu den Schattenseiten seines Lebens gehört auch, dass er 1970 wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.

Zwei seiner zahlreichen (umstrittenen) Bücher wurden verfilmt. Viele Filmemacher wie Roland Emmerich oder Ridley Scott bedienten sich in ihren Science-Fiction-Filmen von Dänikens Themen. Offene Diskussionen und Rückfragen waren laut der Tageszeitung Welt übrigens bei dem Kongress für den Neu-Achtziger nicht erlaubt. Stattdessen sei es eine gewaltige Werbeveranstaltung gewesen und gegen die „Mainstream-Wissenschaften“, die zwingende Beweise für von Dänikens Thesen unterdrücke. (pro)

Unser Redakteur Moritz Breckner hat sich intensiv mit dem Kopp-Verlag, in dem auch Udo Ulfkotte und Eva Hermmann schreiben, beschfäftigt. Den vollständigen Beitrag darüber können Sie im Christlichen Medienmagazin pro nachlesen, das Sie unter der Telefonnummer 06441/915-151 kostenlos bestellen können.

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Rapper Kanye West bald Pastor?

by J. Weil on 24. März 2015

Mit über 60 Millionen in den USA verkauften Tonträgern und Downloads gehört Kanye West zu den erfolgreichsten Rappern aller Zeiten. Jetzt möchte der 37-Jährige auch noch auf die Kanzel. Laut Medienberichten absolviert er zurzeit einen Online-Kurs in Theologie.

Kanye_West_at_the_2009_Tribeca_Film_FestivalWest scheint eine Wandlung durchgemacht zu haben. Die britische Tageszeitung Daily Star beruft sich auf einen Insider, der über die Veränderung des Musikers berichtet: „Während den vergangenen zwei Jahren ist aus West so etwas wie ein wieder geborener Christ geworden“, erklärt er. Bereits als Kind sei er regelmäßig in die Kirche gegangen, habe dies aber später vernachlässigt.

Der Rapper ist mit Kim Kardashian verheiratet und hat eine 21 Monate alte Tochter. „Als Vater hat er sich zu einem spirituellen und besseren Menschen gewandelt. Er lächelt viel und glaubt, dass ihn eine Ausbildung zum Pastor Gott näher bringt“, sagt die Quelle gegenüber Daily Star. Auch das Thema Rassismus beschäftige ihn intensiv.

Es gehe für ihn darum, sich selbst als Diener zu sehen, „weil dies alles ist, was wir sind: Gottes Diener“, hatte West in einem Interview gesagt. Sein Vorbild sei der amerikanische Sänger und Prediger Al Green. Um seinen Fortschritt im Glauben zu verdeutlichen plane der Musiker unter anderem ein Gospel-Album.

Für seine musikalische Leistung erhielt West neben zahlreiche Grammys auch achtzehn Platin-Schallplatten. In seinen Texten geißelt er den Konsum, die Gottlosigkeit und den Krieg. Er nahm aber auch zu politischen Sachverhalten wie dem Holocaust Stellung. In der Vergangenheit sprach sich West mehrfach öffentlich gegen die in der Hip-Hop-Szene weit verbreitete Homophobie aus.

Noch im Januar 2006 verärgerte er Christen damit, als er sich für die Titelgeschichte des Magazins „Rolling Stone” von David LaChapelle in einer Jesus-ähnlichen Symbolik fotografieren ließ. Diese wurde als Häresie oder Blasphemie bewertet. West entschuldigte sich später für den Vorgang. Seine Mutter, eine angesehene Anglistik-Professorin, schrieb sogar ein Buch über die Erziehung ihres Sohnes.

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Die Jesus-Seife steckt voller Wunder

by Daniel Frick on 20. März 2015

jesus-soap-2Eine Seife mit dem Jesus-Konterfei hat offenbar wundersame Kräfte. Nutzer überbieten sich auf Amazon mit „Glaubenszeugnissen“. Von Schwebezuständen und Teilungen des Badewassers ist da die Rede. Und die sündenreinigende Wirkung spart manchem den Gang in die Beichte.

Seit gut einem Jahr lässt sich auf Amazon für rund zehn Euro die „Jesus-Seife“ erwerben. Der Hersteller wirbt offensiv mit der sündenreinigenden Wirkung. „Den ganzen Tag über kannst du so böse sein, wie du willst, aber dann am Abend …“ Selbst der größte Konkurrent Gottes, der Satan höchstpersönlich, empfiehlt laut Verpackung das Produkt. „Es ist so gut, sogar ich benutze es!“

Gedacht ist die Seife jedoch eigentlich für den in Sündenzusammenhängen verstrickten Menschen. Kunde Constantin Kuklick spricht von einem „Wascherlebnis“ mit sündenreinigenden Effekt: „Seitdem ich diese Seife benutze, muss ich nicht mehr zur Beichte gehen, die Sünden werden mir von der Seife abgenommen und ich fühle ich so rein!“ Dabei vergisst er nicht, dass gerade unter Gläubigen auch schon immer die größten Zweifler waren. Mit einer leidenschaftlich verkündeten „Kaufempfehlung!“ hält er sie an, das Wagnis des Glaubens einzugehen.

Eine Seife voller Wunder

Hilfreich dürften ihm dabei die Glaubenszeugnisse der anderen sein. Martina Zuckerman berichtete von einem Wunder in der Badewanne: „Ich legte die Seife in die Badewanne und das Wasser teilte sich.“ Andere Wunderwirkungen sehen die Benutzer hingegen kritisch: „Als großen Nachteil von der Seife sehe ich die Eigenschaft, dass das Wasser sich beim Berühren mit Seife in Wein verwandelt.“ Am Anfang sei das „toll“ gewesen, doch „nach mehreren Litern von dem Zeug“ zieht Kunde Hans Georg doch lieber Kaffee vor.

Ein anderer Kunde wusste diese Eigenschaft hingegen eigennützlich einzusetzen: Er brachte sie auf eine Party mit, wie er auf Amazon bezeugt. Als der Alkohol ausging wies er seine Freunde an, ein Bad zu füllen, anstatt Nachschub zu holen. Ein paar Stückchen Seife im Badewasser genügten, um „Unmengen von Wein“ bereitzustellen. „Der beste Partyartikel überhaupt!“, frohlockte der Nutzer.

jesus-soap-1Völlig inakzeptabel fand ein anderer Käufer hingegen die Schwebe-Eigenschaft. In Vorfreude auf ein „gemütliches Bad“ rührte er die Seife in das Wasser ein. „Als ich mich dann, nachdem die Wanne mit warmem Wasser gefüllt war, reinsetzen wollte, bin ich über dem Wasser geschwebt.“ Kein Wunder ist es daher, dass dieser Nutzer diese Seife mit nur einem von fünf Sternen bewertet hat.

Auch wenn einige Zeugnisse unter die Gürtellinie gehen und die Nutzer sich diese besser gespart hätten, zeigt die Seife doch, dass Gott die Deutschen, entgegen weltläufiger Meinung, mit Humor gesegnet hat: Bei der englischsprachigen Amazon-Webseite freuen sich die Kunden höchstens an der Größe oder dem Geruch der Seife oder bescheinigen, wenig kreativ, dass sie als Gag „gut ankam“. Vielleicht blieb dort aber auch jegliche Wunderwirkung aus?

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App-Test: das virtuelle Beffchen

by Jonathan Steinert on 20. März 2015

Beffchen grün Für evangelische Pfarrer gibt es jetzt eine ganz besonders hilfreiche Smartphone-Applikation: das virtuelle Beffchen. Entwickelt hat es die Agentur Vernetzte Kirche der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern.

Das Beffchen sind die beiden in der Regel weißen Stoffstreifen, die der Pfarrer am Kragen des in der Regel schwarzen Talars über der Brust hängen hat. Ursprünglich sollte diese Einrichtung – in Form einer Halskrause, genannt „Mühlsteinkragen“ – das Gewand vor dem gepuderten Bart seines Trägers schützen. Das ist heutzutage nur noch in den wenigsten Fällen von Nöten. Doch das Beffchen blieb als Rudiment erhalten, und gehört seit dem 19. Jahrhundert zur offiziellen Amtstracht evangelischer Pfarrer.

Nun gibt es also eine kostenlose Beffchen-App: Einfach herunterladen, installieren und öffnen, schon erscheint auf dem Smartphone das Bild eines Beffchens, wahlweise in der jeweils passenden liturgischen Farbe weiß, violett, grün oder auch mit Smiley. Um das digitale Textil um den Hals zu binden, braucht es nur noch ein Stück Faden und Tesafilm. Das, so weiß der Anbieter, finde sich in jeder Sakristei.

Einziger Nachteil: Die App gibt es bislang nur für lutherische Pfarrer. Denn die beiden Streifen liegen in einem Winkel von etwa 30 Grad schräg nebeneinander. In den Folgeversionen sollten auch reformierte Beffchen mit parallelen und unierte Beffchen mit bis zur Hälfte zusammengenähten Streifen zur Auswahl stehen.

Beffchen SmileyDoch praktisch ist die App allemal. Wie oft ist das kleine, aber markante Kleidungsstück in der Geschäftigkeit vor dem Gottesdienst plötzlich nicht mehr aufzufinden. Gut, dass es nun Abhilfe gibt. Denn das Smartphone hat man ja sowieso dabei. Bleibt die Frage, wann die Talar-App erscheint. Des Pfarrers Smartphone allein wird für das virtuelle Gewand wahrscheinlich nicht ausreichen. Aber dann könnte die Gemeinde mit ihren Geräten aushelfen und ihm in seiner Not gemeinsam einen digitalen Talar weben. So setzt man neue Medien zielführend im Gottesdienst ein. Frei nach Paulus: „Einer trage des anderen Last.“

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Abschreiben. Bitte.

by Norbert Schäfer on 19. März 2015

Die pfingstlerischen Pfadfinder Royal Rangers sind bekannt dafür, dass sie mit Seil und Beil umzugehen wissen. In Augsburg haben die Rangers vorerst Taschenmesser gegen Schreibfeder eingetauscht.

Bis 2017 sollen die Augsburger Bürger die Bibel komplett abschreiben. Dazu haben die Royal Rangers, genauer gesagt der „Stamm 231, Augsburg II“, ein Abschreibepult in einem Raum der katholischen Seelsorge in der Moritzkirche aufgestellt. Dort können die Bürger der Stadt nach Angaben der Initiatoren „einmal selbst in die Schuhe der früheren Mönche schlüpfen“ und einen Abschnitt der Bibel abschreiben.

Gestartet wurde das Projekt im Juni 2014. Nach einem halben Jahr hatten etwa 500 Personen, darunter viele Schulklassen, nahezu 25 Prozent des Alten Testaments und etwa 30 Prozent des Neuen Testaments abgeschrieben und so rund 500 Seiten handschriftlich gefüllt. „Bis zu den Sommerferien wollen wir mit dem Neuen Testament fertig sein und das erste Buch binden lassen“, sagt Projektkoordinatorin Andrea Lewandowski. „Wenn alles fertig ist, werden es wohl insgesamt 4 Bände im Format DIN A4 sein“, schätzt Lewandowski. Wer als Augsburger den Weg in den Moritzpunkt scheut, kann sich sich das besondere Papier nach Hause schicken lassen. Im Internet können sich Interessierte darüber informieren, welche Bibelstellen noch abzuschreiben sind.

Bis zur Lutherdekade 2017 soll das Projekt, an dem sich noch weitere christliche Gemeinden und Organisationen der Stadt beteiligen, abgeschlossen sein. Die Aktion soll ein gemeinsames Zeichen des Glaubens, der Hoffnung, der Einheit und des Friedens in Augsburg sein. Das gebundene Buch wollen die Pfadfinder dann als Geschenk an ihre Stadt übergeben, ein weiteres Exemplar als Kopie an die Stadt Jerusalem. Als Basis für die Abschrift dient die „Neues Leben Bibel“, eine Übersetzung hebräischer und griechischer Bibeltexte in modernes und gut verständliches Deutsch. Das fertige Buch wird auch über einen Anhang verfügen, in dem die Schreiber mit wenigen Sätzen persönliche Anmerkungen zu den Textabschnitten abgeben sollen können. (pro)

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Einem katholischen Priester wird eher selten zugetraut, dass er die Boxhandschuhe anzieht und in den Ring steigt. Doch genau das ist am vergangenen Wochenende in einem Pub im irischen Banagher geschehen. Bereits vor dem Kampf wusste der Priester Pierre Pepper sich richtig in Szene zu setzen.

So nahm er ein Video für das „St. Patricks Weekend Punch Up“  auf. Umringt von fünf grimmig dreinblickenden Priestern, lies der katholische Geistliche mit dem Künstlernahmen „Jalapeño“ schon einmal verbal die Fäuste fliegen. „Der Herr sagt, die Rache ist mein“, zitierte der siegessichere Pepper die Bibel und prophezeite seinem Gegner schon einmal, wer am Ende als Sieger den Ring verlassen wird. Peppers Gegner werde hinterher nur noch viel Make-up helfen können, um die Schäden zu überdecken.

Bei dem Internetvideos entwickelte sich eine Eigendynamik und verbreitete sich über soziale Netzwerke. Es wurde sogar so bekannt, dass Pepper in eine irische Fernsehsendung eingeladen wurde. Außerdem brachte es ihm viele Sympathien ein.

Tatsächlich gewann „Jalapeño“ Pepper vor Duzenden Zuschauern den Boxkampf. Vielleicht hat er seinen Gegner mit dem Video ja wirklich eingeschüchtert, oder er hat einfach nur sehr gut trainiert. Denn Boxerfahrungen im Ring hatte der Priester bis dahin nicht. Trotz des Sieges stand Pepper am nächsten Morgen wieder pünktlich in seiner Kirche in Banagher und hielt die Messe ab.

Einem guten Zweck diente der Boxkampf auch: Die Einnahmen aus dem Wettkampf werden an lokale Projekte und der irischen Motor Neurone Disease Association gespendet. St. Patrick war im 5. Jahrhundert der erste irische Bischof. Jedes Jahr wird am 17. März an sein Sterbetag gedacht.  (pro)

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Kreuzigen im Namen der Kunst

by J. Weil on 13. März 2015

Am Wochenende beginnen gleich vier Ausstellungen rund um das Buch der Bücher. Wir haben uns ein paar davon raus gepickt und stellen sie hier vor.

In Dinslaken zeigt der regionale Künstler Alfred Grimm im Gewölbekeller Kloster Kamp Kruzifixe aus vier Jahrzehnten seines Schaffens. „Kreuzgenossen“ heißt die Ausstellung, die am Samstag eröffnet wird. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schreibt, „kreuzigt der ehemalige Kunstlehrer“ seit den 60er Jahren immer wieder im Namen der Kunst.

Dabei tunke er etwa ausrangierte Jesus-Figuren in Ketchup und legte sie als „Persönliches Abendmahl“ in zwei Brötchenhälften, drapiert mit zusammengekehrtem Schmutz. Der 71-Jährige ecke dabei „um der Sache willen“ immer wieder an. Ihm gehe es darum, den Finger in die Wunde zu legen und sich gesellschaftskritisch zu äußern.

Reformation im Alltag

Bis zum 12. Juli zeigt das Landesmuseum Oldenburg „Martin Luther und die Welt der Bilder“. Dort sind Alltagsgegenstände mit Bezügen zur Reformation aus dem Fundus des Museums ausgestellt: etliche von ihnen zum ersten Mal, darunter riesige Eichentruhen auf denen biblische Geschichten geschnitzt wurden. Darüber hinaus erwarten den Besucher Bibelfliesen, Ess- und Trinkgeschirr, Pfeifenköpfe, Tabakdosen und weitere Kunstgegenstände mit reformatorischem Bezug. Die Ausstellung ist Bestandteil der Reformationsdekade, die 2015 das Motto „Bild und Bibel“ hat.

Im thüringischen Nordhausen läuft jetzt die Bibel-Ausstellung „Meistübersetzt – Meistgedruckt – Meistverkauft: Das Buch der Bücher“. Im Tabakspeicher-Museum zeigt sie bis zum 3. Mai deutsche Bibeldrucke und Postillen von 1466 bis zur Neuzeit. Leihgeber für die Ausstellung sind der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein, das Stadtarchiv Nordhausen und Privatpersonen. Durch den Buchdruck setzte eine Massenverbreitung der Heiligen Schrift ein. Daran hatten auch die Nordhausener Theologen Justus Jonas und Johannes Spangenberg großen Anteil. Die ausgestellten Postillen hätten heute den Charakter von Massenmedien.

Wanderausstellung durch Europa

Im Museum für Geschichte in Basel kommen die Sportfreunde auf ihre Kosten. Die Ausstellung „Fußball – Glaube. Liebe. Hoffnung“ soll Gemeinsamkeiten von Fußball und Religion darstellen. Die Wanderausstellung, gemeinsam mit dem Museum in Amsterdam konzipiert, beschäftigt sich mit höheren Mächten, Stadionsegnungen, Idolen, Rivalitäten und Ritualen. Bilder, Filme, Audiodateien und ein interaktives Quiz sollen die Ausstellung lebendig machen.

Das internationale Projekt ist eine Wanderausstellung und wird von Station zu Station individuell angepasst. Nach dem Start in Amsterdam ist sie nun in Basel und danach in Bremen, Lyon, Luxemburg und Barcelona zu Gast. Den Abschluss bildet Moskau anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. In Basel ist im Museum für Geschichte in der Barfüßerkirche bis zum 16. August jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu bestaunen. (pro)

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