Als Nina Hagen Gott erlebte, dachte sie, der ist ja wie ein Fünfjähriger. Nur eben voller Liebe. Und so ein bisschen kommt einem der Gott in dem Comic “Die Zeit und Gott” auch vor. Er verhält sich irgendwie wie ein kleines Kind, voller Späße im Kopf, aber eben auch voller Liebe und Kreativität.
Er schafft im Vorbeigehen, amüsiert sich köstlich über seine eigenen Kreationen und unterhält sich wirklich interessiert mit seinen Geschöpfen. Es sei denn, es ist Rolf. Das war der erste Mensch, den Gott erschuf. Aber der nervte etwas, denn er “wusste alles besser und hatte den Plan”.
Gott liebt das Internet, freut sich über die neuen Schuhe des Mondes und überredet die Sonne, etwas länger zu scheinen, weil er noch ins Freibad möchte. Gott ist hier ein Zeitgenosse, den man irgendwie gerne kennenlernen würde. Er macht manchmal den einen oder anderen eher mittelmäßigen Witz (“Wenn ich durch Städte mit lateinischsprachiger Bevölkerung fahre und aus meinem Auto aussteige, dann machen alle den folgenden Satz: ‘Ey, guck mal! Deus ex macchina’.”), aber das ist okay.
Mit der Bibel haben die Geschichten eigentlich nichts zu tun. Aike Arndt hat sich einen eigenen Gott erfunden. Was nicht bedeutet, dass sich Arndts Gott und der Gott der Bibel widersprechen müssen. Allerdings hat Arndts Gott Freunde, mit denen spielt er Tischtennis, und wer gewinnt, darf eine Woche Zeit und Raum beherrschen.
Dieses Buch ist für strenggläubige Christen oder für Bibelfeste keinesfalls “politisch korrekt” und sicherlich kein Ersatz für das Andachtsbüchlein. Doch es ist so witzig, dass das Lachen die Skepsis besiegt. Eines steht fest: in Arndts Buch ist Gott albern, völlig gaga, nie böse, und immer für einen schlechten Kalauer zu haben. Und übrigens ist Gott kitzlig. Das kriegen auch seine Widersacher heraus und glauben, endlich was gegen ihn zu haben. Aber auch da ist Gott wieder einen Schritt voraus. Die nervigsten Widersacher im Buch sind die Menschen, sie nörgeln ständig herum und wissen eigentlich immer besser, was Gott tun und lassen sollte. Da betet man den ganzen Tag und zahlt seine Steuern, und Gott macht wieder, was er will!
Dieser Comic ist nur etwas für Leute, die den etwas abwegigen Humor des Autors teilen, und die schmerzfrei sind, wenn es um eine Darstellung Gottes geht, die weniger an die Bibel als vielmehr an ein Kinderbuch erinnert. Gott ist hier das genaue Gegenteil von einem Besserwisser. Dabei kann er ja eigentlich alles und weiß sicher auch alles besser, aber hat keinen Spaß daran, es zu zeigen. Der Leser sollte sich z.B. dafür interessieren, dass Gott als Hobby hat, allen Blättern im Bois-de-Bologne Kosenamen auf Altaramäisch zu geben.
Aike Arndt:
Die Zeit und Gott
Verlag: Zwerchfell
bei Amazon
Mehr Infos bei www.gottcomics.de.
Im Clip „Supernatural Creator 2“ schafft Gott in sieben Leveln die Welt – ein (Pixel-) Gott, der Gitarre spielt, auf Wolken herumtanzt und mit einem Flugzeug durchs All fliegt. Er erfindet das Licht, Tag und Nacht, Himmel und Meere, er baut Berge, zieht eine Pflanze und erschafft die Menschen Adam und Eva, die sich rasant vermehren. Im siebten Level muss Gott sich ausruhen. Mareike aus Stuttgart hat den Clip bei vimeo online gestellt. Der Schweizer Tagesanzeiger hat gestern in seiner Onlineausgabe auf das Video verlinkt.
Kann es sein, dass es gerade einen Trend hin zum Offline-Sein gibt? Meine Kollegin hat über dieses Trend-Thema in pro geschrieben (“Ich bin dann mal off“), jetzt fand ich dieses Video:
Eine interessante Entdeckung hat der israelische Archäologe Adam Zertal gemacht. Auf Luftaufnahmen entdeckte er große Anordnungen in der Form eines Fußabdrucks. Sie sind in seinen Augen Zeugnisse der ersten Siedlungen der Israeliten, die nach 40 Jahren Wanderschaft aus der Sklaverei in Ägypten ins heilige Land kamen.
Der ARD-Korrespondent für Israel, Richard C. Schneider, berichtet in seinem Video-Blog über diesen seltsamen Fund im Jordantal.
In seinem fünfminütigen Film berichtet Schneider, dass die Bibel dem israelischen Archäologen dabei geholfen hat, seine Theorie über die “Fußabdrücke” aufzustellen. “Ist die geshcichte von dem Auszug aus Ägypten wahr ode rnur ein Mythos?”, fragt Schneider.
Zertal sagt, die Bibel berichte mehrmals von der Bedeutung eines Fußabdruckes für das Judentum, etwa im Buch Jeremia, im 5. Buch Mose oder in Hesekiel. Die Israeliten sollten den Fuß auf das Land setzen, dadurch wurde die Besitznahme symbolisiert. In der Bibel heißt es an anderer Stelle: “Denn höre, ich will den Fuß Israels nicht mehr von diesem Land entfernten.” oder: “Du Menschenkind, das ist der Ort meines Throns und die Sätte meiner Fußsohlen.” Der Fuß wurde zum Symbol Gottes.
Man fand innerhalb der Mauern dieser Fuß-Siedlungen Rückstände von Opfergaben. Die Bibel nennnt diese Orte “Gilgals”, das waren offene Versammlungsstätte.
Da dürften einige Kreationistenherzen jubeln: Bisher galt es immer als unumstößlich, dass tiefe Canyons wie der Grand Canyon über Millionen von Jahren entstanden sind. Jeder, der etwas dagegen sagte, hatte es nicht gerade leicht, wurde als lächerlich abgestempelt und galt schlimmstenfalls als Kreationist (und eine schlimmere Beleidigung können sich in der Wissenschaft nicht vorstellen). Hans-Joachim Zillmer ist z.B. ein bekannter Vertreter der These, dass viele geologische Formationen nicht in Millionen von Jahren, sondern in wenigen Tagen entstanden sind, wie er in seinem Buch “Die Evolutionslüge” beschreibt. Dabei ist er nicht einmal “fundamentalistischer Christ”.
Nun haben Geologen zugeben müssen, dass derartige Schluchten auch schneller entstehen können. Und zwar binnen weniger Tage. Bibelfeste horchen natürlich auf: der Grand Canyon könnte in wenigen Tagen entstanden sein? Durch eine Sintflut vielleicht?
Das US-Forscherteam hat den Canyon Lake Gorge in Texas untersucht. Der entstand im Jahre 2002 bei einer Sturzflut und ist sieben Meter tief. Offenbar dauerte dies nur drei Tage, sagen die Forscher nun. Auf Basis der Studienergebnisse sollen sich künftig frühzeitliche Mega-Fluten besser rekonstruieren lassen.
“Im Juli des Jahres 2002 brachten sintflutartige (Hervorhebung durch d. A.) Regenfälle den Stausee Canyon Lake Reservoir in Texas zum Überlaufen. (…) Über einen Zeitraum von sechs Wochen ergossen sich gewaltige Wassermassen in das Tal. Neun Menschen kamen während dieser Zeit ums Leben. (…) Drei Tage reichten den Wassermassen aus, um die Klamm auszuwaschen. Bislang wurde angenommen, dass die meisten Canyons über einen Zeitraum von vielen Millionen Jahren entstehen. (…) Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten nach dem Vorbild des Canyon Lake Gorge viele Schluchten entstanden sein, wie beispielsweise der 1800 Meter tiefe und 450 Kilometer lange Grand Canyon im Südwesten der USA.”
Richard C. Schneider vom ARD-Studio Tel Aviv hat für die Webseite der ARD in seinem Video-Blog einen Beitrag über christliche Zionisten in den USA gemacht. Er hat eine Gemeinde nahe Washington D.C. besucht, einen Gottesdienst gefilmt und mit dem Pastor gesprochen.
Herausgekommen ist eine sehenswerte kleine Doku (10 Minuten) über typische amerkanische christliche Israelfreunde, die insgesamt wohl eher rechts wählen und Israel lieben.
Erstaunlich: Schneider kommt, anders als so viele andere Berichterstatter in Deutschland, ohne Häme, kritische Seitenhiebe oder persönliche Abneigungen aus. Es scheint ihn doch noch zu geben: den ganz sachlichen Journalismus, der ohne allszu starke persönliche Färbung auskommt. Verziehen sei ihm, dass er ständig das Wort “Evangelisten” benutzt und damit wahrscheinlich “Evangelikale” meint.
Nun gibt es eine iPhone-App, die die das Leben Jesu näher bringen und Jesus verherrlich soll. Die Firma “DV8 Media” hat “The Life Of Jesus” programmiert, eine englischsprachige App für 3.99 EUR (iTunes).
Sie enthält eine Dokumentation über das Leben Jesu, eine Sammlung der besten christlichen Rockmusik, ein interaktives “Gebets-Spiel” sowie “eine Sammlung von revolutionären interaktiven Features, die dabei helfen, die Lehre Christi zu verstehen und zu verbreiten”. Damit verbunden ist zudem eine christliche Community, über die man angeblich per GPS mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten kann.
“Wir wollten die Geschichte Jesus in die Zeit des 21. Jahrhundert übertragen und seine Lehre mit der technischen Revolution verbinden, die wir erleben”, sagte Geoff Tyson, Chef von “DV8″ laut “Christiannewswire.com.
Ich habe leider kein iPhone zur Hand, ich konnte die App also nicht für Euch testen.
Dass der Schockrocker Alice Cooper Christ ist, ist ja wahrscheinlich hinlänglich bekannt. Nichtzuletzt pro hat darüber mal berichtet (auch, als er ein christliches Jugendzentrum aufmachte).
In der “Hamburger Morgenpost” ist nun ein Interview mit dem 62-Jährigen erschienen. Überschrift:
“Hier spricht er ganz offen über seine Musik, den Suff und Gott.”
Ich bin seit 34 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet. Und seit 29 Jahren habe ich keinen Drink mehr angerührt. Das macht schon etwas aus. Und das kann ruhig noch eine Weile so weitergehen.
Als ich 30 war und noch gesoffen habe, habe ich mich wie 70 gefühlt. Und nun, mit 62, fühle ich mich wie 30 Jahre alt.
Aber wie hast du es geschafft?
Ich hatte ein sehr seltenes Erlebnis. Andere Leute gehen in Entziehungskliniken oder besuchen die Anonymen Alkoholiker und werden geheilt. Das ist ein sehr langwieriger Prozess. Bei mir war das anders. Ich möchte das als spirituelle Heilung bezeichnen. Es ist ein Wunder, Gott hat mir geholfen, trocken zu werden. Auch meine Ärzte haben sich verwundert die Augen gerieben.
(…)
Die Bühne ist mein Zuhause. Wahrscheinlich hat mich Gott dazu erschaffen, ein Künstler zu sein.
Am Schluss noch einmal das Thema Religion: Du gehst jeden Sonntag zur Kirche. Wie wichtig ist das für dich?
Wenn du ein Christ bist, ist es eine 1:1-Beziehung zwischen dir und Jesus. Man geht zur Kirche, weil da auch andere Gläubige sind. Aber in erster Linie geht es um dich und deinen Erlöser.
Was bedeutet das im täglichen Leben?
Dass ich gottgefällig lebe. Ich beschimpfe meine Frau nicht, ich trinke nicht und meine Kinder kamen nie in Berührung mit Drogen oder etwas anderem Illegalem. Aber es steht nirgendwo in der Bibel, dass ich kein Künstler sein darf. Gott will, dass wir unsere Talente auch nutzen.
Mr. T, bekannt als “B. A. Baracus” aus dem “A-Team“, ist wiedergeborener Christ. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass er jüngst seinen Missmut darüber geäußert hat, dass im neuen Remake der Serie zu viel Sex und Gewalt vorkommt.
Wie Kino.de meldet, sagte Mr. T, der auch regelmäßig in amerikanischen christlichen Fernsehsendern auftritt: “Menschen sterben in diesem Film und es gibt jede Menge Sex.” In dem neuen Film von Regisseur Joe Carnahan, der am 12. August 2010 in die deutschen Kinos kommt, wird die Rolle des B.A. Baracus vom schwarzen Schauspieler Quinton Jackson übernommen. Zu seiner Zeit damals sei in der Serie niemand verletzt worden, erinnert sich Mr. T. “Das war alles nur Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie. Solche Maßstäbe kümmern heute niemanden mehr.” Der neue Film sei “zu brutal” für ihn.
Laut Kino.de ist der muskulöse Christ das einzige noch lebende Mitglied des Ur-”A-Teams” ohne Gastrolle im neuen Film.
Das Versprechen Gottes im Alten Testament, den Israeliten ein Land zu geben, in dem “Milch und Honig” (etwa 2. Mose 3,8) fließen, scheint eingehalten worden zu sein. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass es tatsächlich vor 3000 Jahren im Nahen Osten Imkereien gab.
“Ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung fand in Tel Rehov im nordisraelischen Jordantal Überreste von Bienen in tönernen Bienenstöcken. (…) Der Begriff ‘Honig’ wurde lange als Umschreibung für süße Früchte interpretiert, denn die Haltung von Honigbienen ist in der Bibel nicht erwähnt. Vor einigen Jahren waren dann die Tonzylinder von Tel Rehov entdeckt und als antike Imkerei gedeutet worden. Der Fund der Bienen-Überreste bestätigt diese Deutung.”