Kirche für “Partychristen”

by paparazzi on 23. Januar 2015

Vom Partyunternehmer zum Kirchenbetreiber: Claude Hunkeler Weg zu Gott ist ungewöhnlich. Als ein Arbeitersohn schafft er es zunächst, im Zürcher Nachtleben einzusteigen, mit seinem Club hat er großen Erfolg. Die Medien feiern Hunkeler als “Zürcher Hip-Hop-Papst”, schreibt die schweizer Zeitung Tagesanzeiger. Doch dann verschuldet er sich, kann keine großen Parties mehr organisieren, verliert an Beliebtheit. Sogar seine Wohnung verliert Hunker. Durch den schweizerisch-irischen Pastor Tim Lindsay, dem er in seinem Tief begegnet, findet er zu Gott. Zusammen mit ihm beschließt Hunkeler dann, seine eigene Kirche aufzubauen. “Metropolis – The Club Church” heißt die Mischung aus Freikirche und Club in Oerlikon. Es soll ein Ort für “Partychristen” sein. Schon drei Monate nach der Gründung zählt die Family, wie Hunkeler die Gemeinschaft nennt, rund 100 Gläubige, dazu kommen 40 ehrenamtliche Helfer.  In den Gottesdiensten gibt es Wodka-Shots und Champagner – eine Ausnahme im freikirchlichen Milieu. Bekehren will Hunker auch niemanden. Geld wirft die Kirche derzeit nicht ab. Die Spenden reichen gerade, um laufende Kosten zu decken. Hunkeler sagt über seine Kirche: “Wir sind liberal, sagen niemanden, wie er zu leben hat.” Er selbst glaube aber an christliche Werte.

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Dieser Kommentar auf der Facebook-Seite von Aldi Süd löste die Debatte aus.

Die Political Correctness treibt schon recht seltsame Blüten dieser Tage. Aldi Süd entfernt umgehend ein Produkt aus den Regalen, nachdem sich ein muslimischer Kunde auf der Facebook-Seite des Unternehmens darüber beschwert hatte. Der Stein des Anstoßes war die Cremeseife „Ombia – 1001 Nacht“. Auf dem Etikett des Seifenspenders ist eine stilisierte Moschee zu sehen. Ein religiöses Symbol auf einem Alltagsprodukt sei jedoch unpassend, hatte der Kunde moniert. Der Beschwerde schlossen sich binnen kurzer Zeit weitere Muslime an, die sich durch das Etikett beleidigt fühlten: Das Bild einer Moschee bedeute für sie „Würde und Hochachtung“ und gehöre nicht in die Nähe der Toilette, schrieb etwa ein Facebook-Nutzer.

Aldi Süd reagierte prompt und kündigte an, der Seifenspender werde „in Kürze nicht mehr in unseren Filialen erhältlich sein“. Dass sich der Discounter dem Druck der muslimischen Kunden beugt, hat dem Unternehmen daraufhin einen wahren „Shitstorm“ im Internet beschert. Auf Facebook und Twitter warfen unzählige Nutzer Aldi mangelndes Rückgrat vor. Etliche Kommentatoren sahen in der vermeintlichen Rücksicht auf „religiöse Gefühle“ sogar eine Gefährdung der Meinungsfreiheit. Einige der Beiträge strotzen nur so vor islamkritischen, teilweise herabwürdigenden und sogar fremdenfeindlichen Äußerungen. Erfreulicherweise überwiegen aber jene, in denen Nutzer ihrer Unverständnis über Aldis Reaktion mit einer gehörigen Portion Humor und Sarkasmus Luft machen.

Auch der Waschbär aus dem "Spass-Buch" wird zum Ziel der Häme.Der Vorfall ereignete sich bereits vor über einer Woche. Längst wurde die Kundenbeschwerde, die das Ganze ins Rollen gebracht hatte, von Aldis Facebook-Seite entfernt. Der „Shitstorm“ aber ebbt nicht ab. So empört sich etwa eine Nutzerin hämisch über eine Anzeige zu “Mein cooles, buntes Spaßbuch”, einem kostenlosen Heft mit kindgerechten Rätseln, Rezepten und Spiel- und Basteltipps, das Buch müsse „sofort aus den Läden verbannt werden“, weil sie als „unterdrückte Muslima“ mit einem „Spass-Buch“ nichts anfangen könne. Auch auf die Reklame für ein Garnsortiment hagelte es Spott: Die Frauen-Bilder auf der Wolle seien „einfach zu freizügig“. Deshalb sollte Aldi sie „entweder verschleiern oder ganz entfernen“. Der Nutzer fügte dennoch hinzu, er werde ein paar Wollknäuel für seinen Harem kaufen, „damit sie sich neue Burkas stricken können“.

Kommentar

An der Diskussion beteiligten sich aber auch solche Muslime, denen es völlig egal sei, „ob eine Moschee auf einer Flüssigseife abgebildet ist“. Es sei doch nur logisch, dass man für ein Produkt mit dem Namen „1001 Nacht“ auch „orientalische Symbole“ verwende, schrieb einer von ihnen. Er finde, der Westen nehme „sehr viel Rücksicht“ auf die Muslime, die es mit ihren „Empfindlichkeiten nicht übertreiben sollten“. Auf die hitzige Debatte um die vermeintliche Verunglimpfung von Religion wurden auch die Medien aufmerksam. Unter die seriöse Berichterstattung mischen sich aber auch Beiträge wie der der Zeitung Die Welt, die das Geschehen satirisch verarbeitete.

Lange hat Aldi zu den Vorwürfen geschwiegen. Eine öffentliche Stellungnahme dazu steht aus. Auf Anfrage teilte der Konzern Medienvertretern mit, „die bildliche Gestaltung des Produkts sollte die orientalische Duftrichtung unterstreichen und keinesfalls die religiösen Gefühle in irgendeiner Art verletzen“. Aldi antwortete einer anderen Facebook-Nutzerin unterdessen in einer privaten Nachricht, man bedauere es sehr, „dass sowohl die Gestaltung der Seife als auch unsere Reaktion darauf so viele Beschwerden ausgelöst hat“. Das Unternehmen könne viele „im Rahmen dieser Diskussion geäußerten Ansichten und Argumente“ nachvollziehen, bittet aber um Verständnis, wenn man sich dazu nicht äußern möchte.

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Unbeabsichtigt lustig zeigte sich Papst Franziskus bei seiner ersten Predigt auf den Philippinen. Franziskus‘ erste Worte waren „Hast Du mich lieb?“, eine Wiederholung aus dem gerade vorgelesenen Evangelium nach Johannes. Einige Gäste in der Kathedrale von Manila erwiderten auf die Frage mit einem deutlichen „Ja“, bevor der Pontifex fortfahren konnte. So unterbrach er das Lesen und sagte der Gemeinde: „Ja, vielen Dank – auch, wenn ich eigentlich nur aus dem Evangelium zitiert hatte.“ Dann fuhr er mit seiner Predigt fort, in der er Priester und Bischöfe zu einem Leben in Bescheidenheit aufrief.

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Cicero: Jesus mit Joint

by paparazzi on 19. Dezember 2014

Cicero_BlogDas Titelthema der neuen „Cicero“-Ausgabe dreht sich um die wohl rätselhafteste Persönlichkeit der Geschichte: Jesus, den „Rebellen von Nazareth“. Der Jesus-Freak Gründer, Martin Dreyer, schreibt in lockerer Sprache von Jesus, „einem Freak, der Dinge anders dachte und anders machte.“ Eine Persönlichkeit, die wohl eher ein Rebell ist, als ein Religionsgründer und Friedensstifter.

Mit einem provokanten Titelbild und goldenen Lettern wirbt das Magazin für das Thema. Jesus in buntem Outfit mit Tattoos und Piercings ist direkt auf das Cover gedruckt. In der Hand hält er einen Joint und im Hintergrund leuchtet ein Heiligenschein. Mit der Illustration soll offensichtlich der „rebellische Charakter“ Jesu dargestellt werden. Wie respektvoll die Darstellung des Gottessohnes ist, lässt Raum zur Diskussion.

Die Wahl des Titelbildes hatte sich auch auf anderer Weise als hinderlich erwiesen. Das neue „Cicero“-Magazin ließ sich einfach nicht in den Zeitungskiosk des amerikanischen Technikkonzerns Apple hochladen, schreibt die Onlinezeitung „Horizont“. Nach mehrfachen Versuchen habe die Redaktion das Problem erkannt: Apple gefiel scheinbar der „Joint rauchende Jesus“ nicht, weil er die rechtliche Bestimmungen des Jugendschutzes nicht einhielt. Mit einem anderen Cover war es problemlos möglich, die neue Ausgabe auf der Platform anzubieten.

 

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Die Wahrheit über den Weihnachtsmann

by J. Weil on 18. Dezember 2014

Eine englische Pfarrerin hat die Schulgemeinde einer Grundschule unglücklich gemacht. Bei einer Schulfeier hatte sie die Grundschüler gefragt, um was es an Weihnachten gehe. Als ein Kind mit dem „Weihnachtsmann“ antwortete, entgegnete die Pfarrerin, dass dieser nur eine Fantasiegestalt sei. Auch die Eltern sind in Aufruhr.

Bis vor wenigen Tagen war die Welt im englischen Stalham noch in Ordnung. Mit ihrer Aussage, dass der Weihnachtsmann erfunden sei, hat die Pfarrerin Margaret McPhee für Turbulenzen gesorgt. „Sobald die Worte ausgesprochen waren, wusste ich, dass ich einen riesigen Fehler gemacht hatte“, sagte sie der Lokalzeitung Norfolk Eastern Daily Press.

Viele Eltern hatten sich nach dem Vorfall am Montag beschwert, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die Schule hat per Facebook mitgeteilt, dass die Pfarrerin sich offiziell für ihre „unsensible, spontane Bemerkung“ entschuldigt hat. Eine Mutter fragte erbost, wo in diesen Tagen der Geist von Weihnachten bleibe. Sie habe ihr Kind trotz der Äußerungen der Pfarrerin davon überzeugt, dass es den Weihnachtsmann wirklich gebe.

Andere Eltern meinten, dass McPhee den Zauber von Weihnachten ruiniert habe. Eine Mutter will ihre Kinder nicht mehr in Gottesdienste schicken. Die Pfarrerin wolle sicher auch nicht, dass man die Existenz Gottes leugne. „Ich bedauere wirklich, was vorgefallen ist. Ich liebe diese spezielle Zeit des Jahres und wie die Kinder und die Erwachsenen sie genießen und auch die Gottesdienste besuchen“, zitiert die Lokalzeitung die Pfarrerin.

Valerie Moore, die für die Schulleitung mitverantwortlich ist, sagte, dass sie keine Kontrolle über das habe, was die Pfarrerin sagte: „Es ist sehr betrüblich, was passiert ist. Ich finde es aber gut, dass sich die Pfarrerin nachvollzogen hat, was passiert ist und sich entschuldigt hat.“ Die Schule habe eine gute Partnerschaft mit den Kirchen und das solle auch so bleiben.

McPhee habe versprochen, dass sie solche Aussagen in Zukunft unterlasse. Aber es habe auch etliche Sympathiebekundungen gegeben. Der Erzdiakon von Norwich erklärte, dass die Pfarrerin eine sehr feinfühlige und empfindsam Person sei und dass sie ihre Äußerungen von ganzem Herzen bereue.

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Heiraten dank Schuhkarton

by J. Weil on 16. Dezember 2014

Als siebenjähriger Junge hat Tyrel Wolfe im Jahr 2000 bei der christlichen Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mitgemacht. Dass die damalige Empfängerin des Päckchens einmal seine Frau sein würde, hätte er nicht gedacht. In diesem Jahr hat er Joana Marchan geheiratet.

Als kleiner Junge hat der Amerikaner Tyrel Wolfe mit seinen Eltern die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ unterstützt. Die Päckchen mit Spielzeug, Schulsachen und Hygieneartikeln werden an bedürftige Kinder in der ganzen Welt verschickt. Dass Tyrel damals noch ein Foto von sich in Cowboy-Verkleidung dazu legte, war mehr als zehn Jahre später sein Glück.

Sein Päckchen bekommt ein philippinisches Mädchen namens Joana. Vor lauter Rührung hebt sie sich Tyrels Bild auf. Elf Jahre schreibt Joana ihm auf Facebook und die beiden lernen sich immer besser kennen. Als Tyrel die Schule beendet hat, besucht er das Mädchen in einem Vorort von Manila auf den Philippinen. Die beiden werden ein Paar und die Fern-Beziehung hält.

Sie bleiben über Skype und Facebook in Kontakt. Bei seinem nächsten Besuch auf den Philippinen bittet er Joanas Vater um ihre Hand. Als sie 2014 alt genug sind, steht für sie fest, dass sie heiraten wollen. Sie geben sich im Oktober in einem Vorort von Idaho das Ja-Wort. Für ihre eigene Hochzeit hat sich das Paar keine Geschenke gewünscht. Die Gäste sollen Schuhkartons mit Spenden für bedürftige Menschen mitzubringen.

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Australien: Kuriose Petition für Bibelverbot

by paparazzi on 8. Dezember 2014

BibelKurios: 20.000 Australier haben sich in einer Online-Petition für ein Verbot der Bibel ausgesprochen. Die Petition sei eine Reaktion auf eine frühere Petition, in der 50.000 Unterstützer gefordert hatten, das Videospiel “Grand Theft Auto V” aus den Regalen zu nehmen, berichtet die Zeitung Die Welt. Das Spiel fördere die “Epidemie der Gewalt, die viele Mädchen und Frauen in Australien” heimsuche, hieß es in der Begründung für die Petition gegen das Spiel. Zwei große Märkte, Target und Kmart, kamen der Aufforderung sogar nach.

Die Petition für ein Bibelverbot ist natürlich satirisch gemeint. In Anlehnung an die angebliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Australien, wird der Bibel darin vorgeworfen Leser zu ermutigen “Frauen zur Unterhaltung zu ermorden.”

 

Foto: brett jordan / flickr (CC BY 2.0)

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NFL-Spieler zu Ferguson: Evangelium gibt Hoffnung

by paparazzi on 27. November 2014

Der afroamerikanische Nationalfootballer Benjamin Watson hat über Facebook seine Gedanken über die Vorfälle in Ferguson geteilt. Sein Post liest sich fast wie ein Gedicht: Jeden Absatz beginnt er mit einer Gefühlsäußerung und erklärt dann, warum er diese Emotion hat. So schreibt er zum Beispiel: “Ich bin verärgert, weil die Vorfälle von Ungerechtigkeit seit Generationen andauern und sich vor unseren Augen fortzusetzen scheinen.” Außerdem sei er frustriert, weil Popkultur, Musik und Filme diese Art von polizeilichen Auseinandersetzungen glorifizierten. Er sei traurig, weil ein weiterer junger Mensch von seiner Familie getrennt worden sei und die Trennung zwischen Schwarzen und Weißen sich verschlimmere. Er sei hoffnungslos, weil ihn solche Vorfälle nicht mehr überraschten und er erwarte, dass so etwas wieder geschehe.

Am Ende wendet sich der Text jedoch ins Positive: “Ich bin hoffnungsvoll, weil ich trotz rassistischen Vorfällen weiß, dass wir ein viel normaleres Leben genießen als unsere Eltern und Großeltern. Ich erkenne das in meinen Freundschaften zu Teamkollegen, Freunden und Mentoren. Und es ist eine schöne Sache.” Schließlich bringt Watson seinen Glauben ins Spiel: “Ich bin ermutigt, weil es letztendlich kein Problem der Hautfarbe ist. Es ist ein Sünden-Problem. Sünde ist der Grund, warum wir gegen Autoritäten aufbegehren. Sünde ist der Grund, warum wir Autorität missbrauchen. Sünde ist der Grund, warum wir rassistisch sind, Vorurteile haben und zu unserem eigenen Schutz lügen. Sünde ist der Grund, warum wir randalieren, plündern und niederbrennen. Aber ich bin ermutigt, weil Gott uns durch seinen Sohn Jesus Christus eine Lösung bereit hält, ein verwandeltes Herz und einen verwandelten Verstand. Einer, der in der Lage ist, hinter das Äußere zu schauen und zu sehen, was bei jedem Menschen wirklich zählt. Die Heilung für alle Michael Brown-, Trayvon Martin-, Tamir Rice- und Eric Garner-Tragödien ist nicht Bildung oder Enthüllung. Es ist da Evangelium. Also bin ich letztendlich ermutigt, weil das Evangelium der Menschheit Hoffnung gibt.”

Der vollständige Text im Orignalwortlaut findet sich auf Benjamin Watsons Facebookseite.

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Christlicher Blogger festgenommen

by J. Weil on 16. November 2014

Ein christlicher Blogger ist in der ostpakistanischen Stadt Lahore nach Blasphemie-Vorwürfen festgenommen worden. Dies meldet die Nachrichtenagentur dpa. Demnach wird der 40-jährige Qasar Ayub beschuldigt, schon 2011 auf seiner Internetseite Inhalte veröffentlicht zu haben, die den Islam beleidigen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Ayub sei drei Jahre lang untergetaucht und am Freitag festgenommen worden. Der Fall sei damals in Talagang in der ostpakistanischen Provinz Punjab angezeigt worden. Das Gesetz gegen “Gotteslästerung” wurde 1986 vom Militärdiktator Muhammad Zia ul-Haq eingeführt. Es ist international umstritten und wird immer wieder missbraucht, um Gegner aus dem Weg zu räumen.

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„Duck Dynasty“ bald auch als Musical

by J. Weil on 14. November 2014

Die skurrile Serie „Duck Dynasty“ ist im Fernsehen und als Buch ein Erfolg. Jetzt soll die Geschichte der christlichen Familie, die im amerikanischen Louisiana Enten jagt, und deren Familienoberhaupt Phil Robertson durch seine umstrittenen Thesen bekannt ist, auch als Musical vertont werden.

Das geplante Musical zu „Duck Dynasty“ soll in Las Vegas aufgeführt werden. Grundlage dafür ist das Buch von Korie Robertson, „The Duck Commander Family“, meldet das Nachrichtenportal Hollywood Reporter. Viele Christen in den USA sind deswegen von der Sendung begeistert, weil sich die Robertsons offen zum Glauben an Jesus Christus bekennen.

Laut New York Times soll das 90-minütige Stück mit 14 Lieder im Februar uraufgeführt werden. Es handelt von der Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens. Es wird im „Rio“ aufgeführt, einem Hotel in Las Vegas, in dem gewöhnlich auch die Chippendales auftreten. „Die Menschen erwarten wahrscheinlich jede Menge Blödsinn, aber wir wollen die Menschen mit viel Herz, Humor und Ernsthaftigkeit überraschen”, zitiert die Zeitung mit Steven Morris einen der Verfasser des Stücks.

Auch die kritischen Äußerungen des Familienpatriarchen Phil Robertson zum Thema Homosexualität sollen Bestandteil des Musicals werden. Als Robertson 2013 in einem Interview Homosexualität als Sünde bezeichnete, wurde er vom Sender A&E kurzzeitig suspendiert. Im Juni hatte er betont, dass er den „armen Seelen“ helfen und sie zu Jesus führen wolle. Er vertrat außerdem die These, das AIDS und andere Geschlechtskrankheiten eine natürliche Konsequenz für einen nicht angemessenen Lebensstil seien.

„Die Robertsons sind so ungewöhnlich und ihre Geschichte so anstößig. Theater sollte nicht nur auf die Geschichten reduziert werden, die sich einander gleichen oder wo Menschen verehrt werden“, zitiert die Times den Produzenten Michael David. Phil Robertson hat ein abwechslungsreiches Leben hinter sich. Drogen und Alkohol führten zur vorübergehenden Trennung von seiner Frau. Auf Drängen seiner Familie traf er sich mit einem Pfarrer, studierte die Bibel und ließ sich taufen.

Robertson nutzt bis heute seine zahlreichen öffentliche Auftritte, um das Evangelium zu predigen. Er selbst tauft regelmäßig Gläubige. Bei anderen Gelegenheiten nimmt er politisch kein Blatt vor den Mund. Dabei geht er auf das politische Tagesgeschäft mit Aussagen zur Steuerpolitik ein und wie er die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sieht.

Die Dokumentation ist in Deutschland unter anderem auf ProSieben Maxx zu sehen. Die 7. Staffel der Serie feiert nächste Woche auf dem amerikanischen Sender A&E Premiere.

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