Auf “Spiegel online” steht derzeit eine Kritik zur Band “Paramore”. Zwei Dinge sind besonders daran.
“Christen-Rock war in den USA erfolgreich, aber trotzdem für viele ein Witz. Bis Paramore kam“, schreibt “Spiegel online”. “Die fünf Amerikaner rauchen und trinken nicht. Es wird auch nicht randaliert, geflucht, zertrümmert oder gekokst, und das, obwohl sie ausgerechnet Pop-Punkrock spielen. Diese jungen Unwilden sind sogar – kein Witz – bibeltreue, gottesfürchtige Christen.”
Ihr neues Albums heißt “Brand New Eyes“. Und da steht laut “Spiegel” “der liebe Gott im Kleingedruckten”: “Da dankt die Band ihrem ‘Erretter’, ‘Jesus Christus’ und dem ‘Himmlischen Vater’.”
Und erfolgreich sind sie auch noch: “Ihre drei Alben gingen bislang, allen Umsatzkrisen und illegalen Downloads zum Trotz, mehr als vier Millionen Mal weg.” Das Wembley-Stadion in London: ausverkauft. Alle Konzerte in Deutschland: ausverkauft.
Noch etwas Besonderes an “Paramore”: sie stehen für eine “Neue Enthaltsamkeit”: “In Zeiten, in denen Vergewaltigungsfilme auf Schulhöfen per Handy getauscht werden, wird die Verweigerung alles Sexuellen zur Rebellion. (…) Die quasi sexfreien Weltbestseller stehen für die gleichen Werte wie Paramore – Familie, Anstand, Respekt.”
Die 20-jährige Sängerin Hayley Williams sagt: “Wir alle in der Band sind unserem Glauben stark verpflichtet, was uns in schwierigen Zeiten oft geholfen hat. Ich kenne niemanden, auf den mehr Verlass ist als auf Gott.” Die Bandmitglieder beten vor Konzerten. “Aber wir laufen nicht herum und schwatzen anderen, besonders den Fans, unseren Glauben auf.”
Das wirklich Besondere an der Geschichte ist vielleicht, dass auf “Spiegel online” eine Kritik über eine christliche Band steht, die komplett ohne Sarkasmus und Stereotypen auskommt, sondern die geradezu ein wenig Begeisterung durchscheinen lässt. O tempora, o mores.
(Dank an Daniel)
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