Der Schockrocker, der jeden Sonntag in die Kirche geht

by schumacher on 22. Juni 2010

Dass der Schockrocker Alice Cooper Christ ist, ist ja wahrscheinlich hinlänglich bekannt. Nichtzuletzt pro hat darüber mal berichtet (auch, als er ein christliches Jugendzentrum aufmachte).

In der “Hamburger Morgenpost” ist nun ein Interview mit dem 62-Jährigen erschienen. Überschrift:

“Dank Gott bin ich seit 29 Jahren trocken”

“Hier spricht er ganz offen über seine Musik, den Suff und Gott.”

Ich bin seit 34 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet. Und seit 29 Jahren habe ich keinen Drink mehr angerührt. Das macht schon etwas aus. Und das kann ruhig noch eine Weile so weitergehen.

Als ich 30 war und noch gesoffen habe, habe ich mich wie 70 gefühlt. Und nun, mit 62, fühle ich mich wie 30 Jahre alt.

Aber wie hast du es geschafft?

Ich hatte ein sehr seltenes Erlebnis. Andere Leute gehen in Entziehungskliniken oder besuchen die Anonymen Alkoholiker und werden geheilt. Das ist ein sehr langwieriger Prozess. Bei mir war das anders. Ich möchte das als spirituelle Heilung bezeichnen. Es ist ein Wunder, Gott hat mir geholfen, trocken zu werden. Auch meine Ärzte haben sich verwundert die Augen gerieben.

(…)

Die Bühne ist mein Zuhause. Wahrscheinlich hat mich Gott dazu erschaffen, ein Künstler zu sein.

Am Schluss noch einmal das Thema Religion: Du gehst jeden Sonntag zur Kirche. Wie wichtig ist das für dich?

Wenn du ein Christ bist, ist es eine 1:1-Beziehung zwischen dir und Jesus. Man geht zur Kirche, weil da auch andere Gläubige sind. Aber in erster Linie geht es um dich und deinen Erlöser.

Was bedeutet das im täglichen Leben?

Dass ich gottgefällig lebe. Ich beschimpfe meine Frau nicht, ich trinke nicht und meine Kinder kamen nie in Berührung mit Drogen oder etwas anderem Illegalem. Aber es steht nirgendwo in der Bibel, dass ich kein Künstler sein darf. Gott will, dass wir unsere Talente auch nutzen.

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