Stefan Raab ging beim “TV total Turmspringen” am 12. November 2011 als Jesus über das Wasser (des Schwimmbades der Olympiahalle in München).
Hier ein (von einem Zuschauer mit einem Handy gefilmtes) Video der Aktion:
Hier der Ausschnitt aus der originalen Sendung von Pro7.
Diese Woche startete die “Harald Schmidt Show” wieder in SAT.1. Damit kehrt der Entertainer nach seiner “Kreativpause” und sechs Jahren in der ARD wieder zu seinem alten Sender zurück, bei dem er schon von 1995 bis 2003 mit seiner Show zu sehen war.
Kurz nachdem Schmidt 2003 das Ende seiner Show verkündete, erschien in der Wochenzeitung “Die Zeit” ein bemerkenswerter Artikel, der sich mit dem Erfolgskonzept der “Harald Schmidt Show” befasste. Die These des Artikels: Harald Schmidt war genau deshalb gern gesehen, weil er in seiner Sendung das machte, was Medienwissenschaftler “Time Porn” nennen: Die genussvolle Verschwendung von Zeit, so als ob sie uns unendlich zur Verfügung stände.
So bestand eine Sendung einfach nur aus einem schwarzen Bild, während irgendwo Schmidts Stimme zu hören war. Eine andere Sendung moderierte Schmidt komplett auf Französisch, und einmal schlug er die Wagentür eines Porsches immer wieder auf und zu, nur um den charakteristischen Sound hören zu können. Bei diesen Aktionen ging es nie darum, Sendezeit zu nutzen, den Zuschauern so viel wie möglich Unterhaltung zu bieten, gar hohe Sendequoten zu erreichen. Ganz nebenbei sah der Zuschauer auch eine immense Geldverbrennung – Harald Schmidt bekam für jede Sendeminute etwa 1.000 Euro. Das Erfolgskonzept war, dass es gar nicht um Erfolg ging.
Denn mit dieser Einstellung war die Sendung das Gegenteil von dem, wozu ihre Zuschauer tagtäglich angehalten waren: Mit dem richtigen Zeitmanagement möglichst viele Tätigkeiten in möglichst wenig Zeit unterzubringen, mit dem besten Rabatt möglichst viel zu sparen, ja möglichst viel aus sich selbst zu machen, oder kurz: aus allem so viel Kapital wie möglich zu schlagen. Die “Harald Schmidt Show” führte die Zuschauer in eine Welt, in der es überhaupt nicht um Nutzen ging, wo man von den Nützlichkeitserwägungen des Alltags Abstand gewinnen konnte.
Ob dies auch für die neu angelaufene Show gilt, wird sich erst zeigen müssen. Eines ist aber klar: “Harald Schmidt” ist keine Alternative zur Einladung Gottes an den Menschen, bei ihm Erholung und Kraft für den Alltag zu finden, ob durch die tägliche “Zeit mit Gott”, die Sonntagsruhe oder Gottesdienste, in denen Gott angebetet und gepriesen wird. Als Sendung mit dem Potenzial für unvergessliche Fernsehabende dürfte sich die “Harald Schmidt Show” aber durchaus lohnen.
Der US-Fernsehsender Fox hat die Ausstrahlung eines Werbespots der Internetseite JesusHatesObama.com (“Jesus hasst Obama”) abgelehnt. Der Spot der Website, die Anti-Obama-Artikel anbietet, sollte während des Endspiels der Football-Saison (“Super Bowl”) ausgestrahlt werden.
In dem Werbespot sind zwei Puppen zu sehen, deren Aussehen an US-Präsident Barack Obama und Jesus Christus erinnern. Die Obama-Puppe nickt mit dem Kopf zu dem patriotischen Lied “The Battle Hymn of the Republic” (besser bekannt als “Glory, glory Halleluja”), während die Jesus-Figur dies missmutig mit ansieht. Offenbar durch die magische Kraft der Jesus-Figur fällt die Obama-Puppe plötzlich in ein Goldfischglas, woraufhin “Jesus” sehr fröhlich dreinblickt und auf sein T-Shirt verweist: “Jesus hates Obama”, also “Jesus hasst Obama”, ist darauf zu lesen.
Der Spot wirbt für die Internetseite “JesusHatesObama.com”, auf der Personen, die für solche Sprüche empfänglich sind, T-Shirts und Bierkrüge mit eben jenem Hass-Slogan erwerben können. Zudem werden Baseball-Caps feilgeboten, auf denen der Name “Obama” zu lesen ist – mit Teufelshörnern auf dem “O” und einem Schwanz am zweiten “a”.
“Glaube ich wirklich, dass Jesus Obama hasst? Natürlich nicht”, sagte Richard Belfy, Gründer der Homepage, laut CNN.com. Auf der Homepage, die laut der Onlinezeitung “Huffington Post” eine “konservative Scherz-Seite” ist, heißt es weiter: “Allerdings glauben wir an die Freiheit, uns über die Regierung Obama lustig zu machen. Unsere Produkte mögen ein Scherz sein – genau wie die Politik dieser Regierung”. Bereits 70.000 T-Shirts mit der Hassbotschaft seien verkauft worden, sagte Belfy. “Private Investoren” hätten für den Fernsehspot bezahlt.
Fox: Spot ist “inakzeptabel”
Wie die “Huffington Post” weiter meldet, bezeichnete ein Sprecher des Fernsehsenders Fox den Werbespot als “inakzeptabel”, er könne nicht in der Pause des Endspiels ausgestrahlt werden. Das Endspiel der Football-Saison ist mit knapp 100 Millionen Zuschauern ein alljährliches Großereignis im amerikanischen Fernsehen. 2009 kostete ein 30-Sekunden-Spot in der Werbepause des “Super Bowl” drei Millionen US-Dollar. (mb/pro)
Das ZDF-heutejournal hat einen Bericht über eine kleine evangelische Gemeinde im türkischen Alanya gezeigt. Autor Halim Hosny hat einen Gottesdienst der Gemeinde besucht, bei der das Glockengeläut vom Band kommt. Denn eine Kirche haben die Gläubigen nicht. Doch die Stadt stellt der deutschen Gemeinde kostenlos einen Raum im Kurturzentrum zur Verfügung. Pastor Martin Brunnemann und Gemeindemitglieder sagen: Gegenseitige Toleranz zwischen Muslimen und Christen gehört in der türkischen Stadt zur Tagesordnung. Erst wenn Politiker auf beiden Seiten mit Polemik gegenüber irgendeiner Religion anfangen, kommen Probleme auf.
Der niederländische “Evangelische Rundfunk” (“Evangelische Omroep”) hat eine Sendung über Nina Hagen und ihre neue große Liebe Jesus gemacht. Der Journalist und Theologe Andries Knevel hat Nina in Berlin getroffen und interviewt. Es wird in den 8 Minuten langen Beitrag zwar auch Niederländisch gesprochen, aber Nina selbst spricht Deutsch.
Wir haben ja schon im pro-Magazin darüber berichtet: das Magazin GEO hatte im Januar 2009 einen bebilderten Artikel über Orte veröffentlicht, an denen man zur Ruhe kommen oder meditieren kann. Zufällig hatte das Reporter-Team im franzöischen Taizé ausgerechnet auch Lena Meyer-Landrut getroffen, interviewt und fotografiert. Die damals 17-Jährige war mit 14 anderen Leuten aus Hannover angereist.
“Friederike, Matthias, Sarah, David, Lena und die anderen sind steif von zwölf Stunden Fahrt, als das Wahrzeichen des Hügels erscheint, der Glockenturm. 15 junge und gefühlt junge Erwachsene zwischen 17 und Mitte 50 gehören zu ihrer Gruppe des ‘Jugendpastoralen Zentrums Tabor‘ in Hannover.”
“Lena, 17-jährige Gymnasiastin, singt in einer Jazzband und träumt von einer Musical-Ausbildung. Sie hat vor anderthalb Jahren ‘zum Glauben gefunden’ und vor einem halben Jahr das erste Mal von Taizé gehört.”
“David, Lena und die anderen interessieren sich nicht für solche Theorien (über Musik und Trance, Anm. d. R.). Sie erleben die Gemeinschaft auf Zeit als kleines Wunder. Lena, ‘total begeistert’, sucht nach einem Begriff: ‘Es ist kein Gefühl, das es schon gibt. Es ist das ‘Taizé-Gefühl’ – total viel Glück.”
Man kann natürlich darüber streiten, erstens, wie “gläubig” Lena denn nun ist, und zweitens, ob sie es will, dass man ihren Glauben nun medial so ausbreitet. Wir haben schon vor Wochen bei Lenas Management nach einem Interviewtermin gefragt, aber im Moment ist Lenas Kalender offenbar noch zu vollgepackt.
Manche Leser haben die Meinung vertreten, dass es nicht richtig sei, Lena gleich als “gläubig” oder als Christin zu bezeichnen, nur weil sie ein Kreuz trägt etc. Berichtenswert finde ich die Geschichte aber schon. Noch schöner wäre es natürlich, wenn wir Lena irgendwann persönlich zu ihrem religiösen Hintergrund befragen könnten. Wenn sie dies nicht will, respektieren wir das natürlich auch voll und ganz. Was privat ist, soll auch privat bleiben.
“Neben biblischen Spielfilm- und Trickfilmsequenzen finden sich auf Bibelvideos.de auch TV-Beiträge sowie der wöchentliche Bibel-Video-Blog. Daneben informieren Info-Filme über die Arbeit der Deutschen Bibelgesellschaft im Bereich Bibelübersetzung und Bibelmission”, teilte die Gesellschaft mit.
Es findet sich dort derzeit etwa der Trailer vom Film “Die Zehn Gebote”, und im “Bibel-Video-Blog” kommentieren zwei Pfarrer kommentieren regelmäßig in Beiträgen von 3-4 Minuten Dauer biblische Texte.
Zudem gibt es 21 Filme aus der Fernsehserie “Begegnung mit der Bibel”, in der biblische Szenen nachgespielt wurden.
Die Rubrik “BibelReport” informiert über die Arbeit der Bibelgesellschaft.
Außerdem gibt es Filme mit Infos zur “BasisBibel”, bei der schon bei der Übersetzuzng zukünftige Leser Vorschläge einbringen konnten.
Thomas Enns, Musiker und Ex-Finalist von “Deutschland sucht den Superstar” hat mit dem Sex bis zur Ehe gewartet. Der gläubige Christ hat das immer publik gemacht. Schon in der Schule habe er dieses Ideal hochgehalten – und sei ein bisschen ein Außenseiter gewesen, was das anging.
Mittlerweile hat er seine Traumfrau gefunden, Florence Joy, Gewinnerin der Talent-Show ”Star Search 2″. Die beiden haben 2008 geheiratet und haben seit drei Monaten einen Sohn. Mit ihr will er bis zum Tode zusammenbleiben, sagt Thomas.
In der ARD-Sendung “Hart aber fair” war er am gestrigen Mittwoch (10.02.2010) eingeladen, mit zum Thema Treue in der Partnerschaft zu diskutieren. In der Sendung sprach er auch über seinen christlichen Hintergrund und warum er glaubt, dass Gott absolute Treue für die Partnerschaft zwischen Mann und Frau vorgesehen hat.
Drei Zitate:
“Ich weiß auf jeden Fall, was Liebe ist. Liebe nur über Sex zu definieren, finde ich falsch. Es gibt zum Beispiel die göttliche Liebe, die kann man auch erfahren. Das ist das, wovon ich bis zur Hochzeit gelebt habe.”
“Treue ist ein Wert, der in Deutschland so langsam ausstirbt.”
“Wenn wir uns ansehen, was unsere Teenies machen, auf ihren Handys Pornos haben: Liebe gibt es in diesem Sinne ja gar nicht mehr, es ist nur noch die Praktik. Da sind wir verantwortlich, diese Werte in Deutschland wieder hochzuhalten und zu sagen: wenn man danach lebt, kann man damit glücklich werden.”
“Rickrolling” nennt man es, wenn jemand einen anderen auf irgendeine Weise mit dem Lied “Never Gonna Give You Up” des Popsängers Rick Astley aus dem Jahr 1987 konfrontiert nervt. Sei es, in dem er ihn zum entsprechenden Videoclip bei Youtube schickt, oder ihm eine CD voll von diesem Song schenktetc….
Weitere Erscheinungsformen dieses lustigen Phänomens sind u.a. bei Wikipedianachzulesen. Wer “Rickroll” bei Youtube eingibt, sollte viele weitere Beispiele finden.
Rick Astley stürmte in dem Lied damals die Charts. Der Refrain lautet
Never gonna give you up never gonna let you down
never gonna turn around and desert you
never gonna make you cry never gonna say goodbye
never gonna tell a lie and hurt you
Jetzt hat jemand versucht, einen christlichen Fernsehsender zu “rickrollen”. Ein Moderator liest Leser-E-Mails vor. Ein Zuschauer schrieb dann glatt eine Zeile aus dem Lied von Rick Astely.
“When will people learn, that God will never give them up, never let them down, never turn around or hurt them?”
Und der Moderator zeigt sich auch wirklich beeindruckt.
Doch ein anderer Gast im Studio hat das “Rickrolling” schnell durchschaut und muss lachen. Aber seine Reaktion ist ziemlich gut: “Ich will das gar nicht lächerlich machen, aber ich dem, der das eingesandt hat, sagen: Wenn Du uns veräppeln wolltest, Gott kann auch zu Dir reden. Gott kennt dich, auch wenn Du meinst, uns dachtest, du wolltest uns nur einfach einen Streich spielen.”
In der “Zeit” erzählen sechs Professoren, wie Filme, Fernsehserien und Werbung ihre Lehre verbessern. Ein Mediziner erläutert, warum die Serie “Dr. House” wie geschaffen ist für eine Medizinvorlesung, ein Informatiker schwärmt von “Star Trek”, und ein Rechtssoziologie kann “ein halbes Dutzend Filme aufzählen, die sich für Juravorlesungen eignen”.
Unter anderem schreibt Matthias Sellmann einen Beitrag, 43 Jahre alt und Professor für Pastoraltheologie an der Ruhr-Universität Bochum.
“Kennen Sie diese Baumarktwerbung? Zwei Typen werkeln an einem Holzhaus. Der eine hält den Türrahmen fest, der andere setzt den Bohrer an und erwischt auch die Hand seines Kollegen. Der Verletzte schaut kurz durch das Loch in seiner Hand, wischt sie sich ab – und weiter geht’s. Dann der Claim: »Das Einzige, was beim Projekt zählt: das Projekt.« Meine Studenten meinen manchmal, ich hörte die Flöhe husten, ich aber glaube, das ist ein direktes Bibelzitat: Jesu Hände, die am Kreuz durchbohrt wurden. Auch Jesus hat seine Mission trotz aller Schmerzen durchgezogen. Und tatsächlich, dieser Spot lief das erste Mal in der Karwoche vor Ostern.
Viele Menschen merken gar nicht, wie unsere Kultur von religiösen Anspielungen durchsetzt ist. Sie erkennen sie nicht mehr. Das liegt auch an Pfarrern, die viele Worte machen, wenn sie von dem Geheimnis des Glaubens erzählen, und doch nicht die Sprache der Mehrheit sprechen. Das will ich ändern, zumindest bei meinen Studenten. Darum bin ich ständig auf der Suche nach geeigneten Film- und Fernsehzitaten, die uns lehren können, verständlicher und attraktiver von Gott zu reden.”
Als weiteres Beispiel nennt der Theologe Rocky, “der sich auf seinen großen Boxkampf vorbereitet und im Nacherleben von Christi Leidensweg einen Baumstamm wie das Kreuz durch den Schnee schleppt”, oder “Neo” aus “Matrix”, “der Parallelen zum Jesus im Johannesevangelium aufweist”.
“Wir können viel von der Popkultur lernen. Mancher in der Kirche sieht in ihr den größten Gegner, den wir haben. Doch ich glaube, dass der Heilige Geist immer da ist, wo viele Menschen ihr Leben verdichten. Ich wünsche mir, dass wir als Kirche Teil der Popkultur werden.”