In der “Glaserei” hat Peter Glaser eine Grafik gepostet, die die Verteilung der Religionen auf der Welt veranschaulicht.
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Weblog des Christlichen Medienmagazins pro
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Die Aussage dieses Videos von strenggläubigen Atheisten kann man in etwa so zusammenfassen:
Wenn Ihr Christen weiterhin an ein Leben nach dem Tod glaubt, an einen Designer, der die Welt geschaffen hat, an Heilung durch Gott, an Jesus, der vom Tod auferstanden ist und weitere Dinge, die in der Bibel stehen, dann sind wir nicht mehr bereit, ein Wort mit Euch zu reden. Aber, so heißt es am Ende des Films dann doch noch: Wir haben Euch trotzdem lieb. Nur reden wollen wir eben nicht mehr mit Euch. Weil wir es besser wissen, dass Ihr Euch irrt.
Der Film kommt daher wie ein Brief, den eine Atheistin an ihre Verwandten schreibt. Die nerven sie anscheinend schon seit längerem mit Aufforderungen, doch bitteschön den Glauben an Jesus anzunehmen. Sie ist davon derart genervt, und davon, dass niemand ihren Glauben an die Nichtexistenz Gottes respektiert, dass sie diesen Brief schreibt.
Interessant finde ich die Aussage: Ich habe Euch, liebe Elis, liebe Oma und Opa, und liebe Schwester, zwar trotzdem lieb, aber wenn ihr weiter an diesen Mist aus der Bibel glaubt, “gibt es nichts mehr, worüber wir noch reden könnten”. Also auch nicht über irgendwas anderes mehr? Ist ihnen der Glaube bzw. der Nichtglaube an irgendetwas so wichtig geworden, dass auch die Beziehung zu den (leider gläubigen) nahen Verwandten darunter leiden muss? Toleranz Andersgläubigen gegenüber scheint bei manchen Atheisten kein hohes Gut zu sein.
Manche Atheisten sind moralischer als manche fromme Christen (“Wie kann Gott es zulassen, dass ein mehrfacher Mörder nach einer Bekehrung zu Gott in den Himmel kommt, ein gutes, hart arbeitendes Mitglied unserer Gesellschaft aber nach Gottes Meinung in die Hölle gehört”?) Und manche Atheisten möchten gerne besser wissen, was mit der Welt passieren soll als Gott, an dessen Existenz sie nicht glauben (es kann unmöglich sein, dass Tote auferstehen können, weil: Ich weiß es eben besser).
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(via “peregrinatio“)
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Einige für Atheisten provokante Thesen hat Norbert Bolz in den “Schweizer Monatsheften” veröffentlicht. Norbert Bolz ist Professor für Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin.
Einige Auszüge aus dem Text “Die frommen Atheisten. Warum man nicht nicht religiös sein kann“:
“Ein kleiner Perspektivenwechsel genügt, um zu sehen, dass der Atheismus selbst ein Glaube ist – nämlich der Glaube an den Unglauben. Die Ungläubigen brauchen den Glauben an die Nichtexistenz Gottes. Der Atheist ist zur Gottlosigkeit bekehrt, sein Unglaube eine raffinierte Form der Frömmigkeit. Der Atheist leugnet Gott immer im Namen eines unbekannten Gottes. Zwar stilisiert er sich gern als unerschrockenen Aufklärer, doch in Wahrheit sucht er Entlastung.”
“Wie vor zweitausend Jahren weckt die Offenbarung Glauben oder Wut. Der aufklärerische Furor, mit dem ein atheistischer Wissenschafter wie Richard Dawkins heute die Bestsellerlisten stürmt, markiert keinen Fortschritt in der Gewissheit, dass Gott nicht existiert. Er ist vielmehr ein Symptom dafür, dass der zur Selbstverständlichkeit gewordene Säkularismus der modernen Welt heute von einer neuen Religiosität herausgefordert wird. Immer mehr Menschen glauben nicht mehr an den Unglauben.”
“Darwin war eine Gefahr für die Kirche – Dawkins ist es nicht mehr.”
“Der Glaube ist der blinde Fleck der Erkenntnis. Wir können jeden atheistischen Wissenschafter, der die Struktur der Welt bewundert, als religiösen Ungläubigen verstehen. (…) Die Gläubigen bekennen ihren Glauben, die Ungläubigen sind die Sklaven ihres Glaubens.”
“Denken ist nicht das Gegenteil von Glauben, denn man denkt immer im Rahmen eines Glaubens. Nicht du hast einen Glauben, sondern der Glaube hat dich. (…) Mit andern Worten: der Glaube, der uns hat, ist der blinde Fleck unseres Denkens.”
“So wächst auch heute wieder das Bedürfnis nach einer transzendenten Verankerung des Lebens. (…) Dass Religion nur durch Religion ersetzt werden kann, scheint heute unstrittig. Mag auch der einzelne ohne ihren Trost auskommen – die moderne Gesellschaft kann nicht auf die Funk-tion der Religion verzichten.”
“Deshalb liegen Glaube und Wissen auch nicht mehr im Streit. (…) Zwar wird die Wissenschaft als Grundlage unserer technischen Weltbeherrschung für uns immer wichtiger; aber zugleich wird sie in ihrer schwindelerregenden Abstraktheit für unsere Alltagspraxis und Weltorientierung immer unwichtiger. Gerade indem sie sich souverän behauptet und jeden Zweifel an ihrer Legitimität niederschlägt, erzeugt die Wissenschaftswelt ein Vakuum der Bedeutsamkeit.”
“Man startet ein Jahrhundertexperiment des Atheismus – um schliesslich die Unvermeidlichkeit der Religion zu entdecken.”
“Längst sind die alten Götter des Heidentums wiedergekehrt. Man ist grün und vergöttert die Natur; man gewinnt das Design des neuen Mikrochips in buddhistischer Meditation; man ist Holist und glaubt an die schöpferische Macht des Chaos. Der Aberglaube erweist sich hier als die Wahl der Eigenformel.”
(via “Fact – Fiction”)
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Das ZDF-heutejournal hat einen Bericht über eine kleine evangelische Gemeinde im türkischen Alanya gezeigt. Autor Halim Hosny hat einen Gottesdienst der Gemeinde besucht, bei der das Glockengeläut vom Band kommt. Denn eine Kirche haben die Gläubigen nicht. Doch die Stadt stellt der deutschen Gemeinde kostenlos einen Raum im Kurturzentrum zur Verfügung. Pastor Martin Brunnemann und Gemeindemitglieder sagen: Gegenseitige Toleranz zwischen Muslimen und Christen gehört in der türkischen Stadt zur Tagesordnung. Erst wenn Politiker auf beiden Seiten mit Polemik gegenüber irgendeiner Religion anfangen, kommen Probleme auf.
zum Beitrag in der ZDF Mediathek
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Eine Kirche in Köln hat einen “Nacktscanner” vor ihrer Tür aufgebaut. Natürlich handelt es sich dabei zwar um einen Karnevalsscherz; aber der Hintergrund ist doch ernst gemeint.
Wer am Samstag den Abendgottesdienst in der Kölner Lutherkirche besuchen will, muss sich zuerst in den nachgebauten Nacktscanner stellen und wird abgetastet.
“Ab jetzt gilt: Der Heilige Geist erleuchtet, der Nacktscanner durchleuchtet!”, sagte Pfarrer Hans Mörtter laut einem Bericht der “Frankfurter Rundschau”. “Yes, we scan!”
Der Hintergrund sei, dass die Gemeinde “diese totale Angstmache” aufs Korn nehmen wolle, sagte Mörtter. “Wir leben in einem Land, das sich einbunkert”, kritisierte er. “Aber Angst ist noch nie ein guter gesellschaftlicher Impuls gewesen. Wenn die Begegnungsqualität in der Gesellschaft leidet, müssen wir aufmucken.” Das sei ein “urreligiöses Thema” und in der Kirche gut aufgehoben.
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Thomas Enns, Musiker und Ex-Finalist von “Deutschland sucht den Superstar” hat mit dem Sex bis zur Ehe gewartet. Der gläubige Christ hat das immer publik gemacht. Schon in der Schule habe er dieses Ideal hochgehalten – und sei ein bisschen ein Außenseiter gewesen, was das anging.
Mittlerweile hat er seine Traumfrau gefunden, Florence Joy, Gewinnerin der Talent-Show ”Star Search 2″. Die beiden haben 2008 geheiratet und haben seit drei Monaten einen Sohn. Mit ihr will er bis zum Tode zusammenbleiben, sagt Thomas.
In der ARD-Sendung “Hart aber fair” war er am gestrigen Mittwoch (10.02.2010) eingeladen, mit zum Thema Treue in der Partnerschaft zu diskutieren. In der Sendung sprach er auch über seinen christlichen Hintergrund und warum er glaubt, dass Gott absolute Treue für die Partnerschaft zwischen Mann und Frau vorgesehen hat.
Drei Zitate:
“Ich weiß auf jeden Fall, was Liebe ist. Liebe nur über Sex zu definieren, finde ich falsch. Es gibt zum Beispiel die göttliche Liebe, die kann man auch erfahren. Das ist das, wovon ich bis zur Hochzeit gelebt habe.”
“Treue ist ein Wert, der in Deutschland so langsam ausstirbt.”
“Wenn wir uns ansehen, was unsere Teenies machen, auf ihren Handys Pornos haben: Liebe gibt es in diesem Sinne ja gar nicht mehr, es ist nur noch die Praktik. Da sind wir verantwortlich, diese Werte in Deutschland wieder hochzuhalten und zu sagen: wenn man danach lebt, kann man damit glücklich werden.”
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Michael Blume vom Weblog “chronologs” hat eine gute Zusammenfassung über die Entwicklung des Religionskritikers und Biologen Richard Dawkins geschrieben. Er zitiert dabei einige bemerkenswerte Sätze des Briten, der besonders durch seinen Bestseller “The God Delusion” (“Der Gotteswahn”) bekannt wurde.
Zuerst wurde die Öffentlichkeit 1976 auf Dawkins aufmerksam, als er sein Buch “The Selfish Gene” (Das egoistische Gen) veröffentlichte. Darin betrachtet er die Evolution aus der Perspektive des Genoms.
Interessanterweise habe Dawkins am Ende seines Buches den genetischen Determinismus logisch eigentlich selbst wieder aufgehoben, so Blume. Denn dort ruft er den Leser dazu auf, sich “aus der Tyrannei der Replikatoren” zu befreien. “Er nahm also doch die Existenz eines nicht-determinierten (übernatürlichen?) Willens an, an den sich sogar appelieren ließ!”
2006 erschien “Der Gotteswahn”, das zu einem Flagschiff des so genannten “neuen Atheismus” wurde. Religionen seien gefährlich, Gläubige wahn-sinnig, religiöse Erziehung sei fast so etwas wie Kindesmißbrauch, so die wichtigsten Aussagen.
“Der neue Atheismus ist vielleicht nicht tot, aber er riecht schon irgendwie komisch!”, sagte der deutsche Atheist Michael Schmidt-Salomon 2008. Blume:
“Viele der eifernden Jünger (Jüngerinnen sind sehr selten) der Bewegung haben es noch nicht gemerkt – auch Richard Dawkins aber schon. (…) “In einem Interview mit dem Stern 2007 (Neuabdruck Stern-Extra 5/2009, gerade im Handel, S. 144 – 146) ging Richard Dawkins noch weiter – und bekannte: “Ich bin Agnostiker.” Die Wahrscheinlichkeit von Gottes Existenz liege “unter 50 Prozent”, aber die Position “der Atheisten”, die sie völlig ausschließen wollten, teile er nicht (mehr!?). An scharfer Religionskritik hält Dawkins durchaus fest – aber darauf angesprochen, dass sein “Gotteswahn” doch Gottes Existenz widerlegen wollte, erklärt er: “Das war mein ursprünglicher Ehrgeiz, vielleicht war ich da ein bißchen zu kühn.”
(…)
Den “Gotteswahn” stellt er nun neben den “Wahn”, sich “zu verlieben” und erläutert auch fast poetisch: “Den Versuch der Religion, ein tieferes Verständnis des Lebens zu finden, habe ich immer respektiert. Auch ich reagiere quasi religiös, wenn ich zu den Sternen aufsehe, zur Milchstraße und mir das Universum vorzustellen versuche. Das Gefühl, dass ich dann empfinde, könnte man fast so etwas wie Anbetung nennen.”
chronologs: “Richard Dawkins – Mein Held der Metapher“. Der Autor ist Religionswissenschaftler.
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