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Journalismus

Journalisten

by schumacher on 14. Februar 2012

(via www.stuffjournalistslike.com)

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Plagiat

by schumacher on 12. August 2009

Am 12. August 2009 schrieb die Journalistin Mariam Lau bei “Welt Online” über “strenggläubige evangelische Christen” in der deutschen Politik: Evangelikale als eine Macht in der deutschen Politik.

Benjamin Lassiwe, freier Journalist in Berlin, widmete sich im “Rheinischen Merkur” zuvor bereits zum selben Thema. Vom 25.06.2009:

“Da wirkte es nur auf Passanten befremdlich, dass der CDU-Abgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, eine komplette Schwarzwälder Trachtenkapelle und zahlreiche Vertreter evangelikaler Organisationen im Juli 2007 auf dem Berliner Prachtboulevard „Unter den Linden“ für eine Besserstellung von Familien demonstrierten. Als christliche Lebensrechtler mit tausend weißen Holzkreuzen in der Berliner Innenstadt gegen Abtreibungen demonstrierten, schickten die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, und der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff, schriftliche Grußworte.”

Mariam Lau, Chefkorrespondentin der “Welt”, am 12. August zum gleichen Thema:

“Nur Passanten hat es gewundert, als im Sommer 2007 mitten auf der Berliner Prachtmeile Unter den Linden der CDU-Abgeordnete Hans-Joachim Fuchtel mit einer kompletten Schwarzwälder Trachtenkapelle und zahlreichen evangelikalen Organisationen für die Besserstellung von Familien demonstrierten. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, und der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff, schickten Grußworte, als christliche Lebensschützer mit tausend weißen Holzkreuzen in der Berliner Innenstadt gegen Abtreibungen protestierten.”

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Polizist schlägt Journalisten

by schumacher on 7. Juli 2009

Wie weit reicht die Pressefreiheit (noch) in Deutschland? Darf ein Polizist einem Journalisten seine Arbeit verbieten und ihn niederschlagen?

Ein Video erschreckt derzeit auf Spiegel Online. Im nordrhein-westfälischen Geldern war ein wahrscheinlich betrunkener Mann in einen See gefallen. Die Rettungsarbeiten laufen. Ein Kameramann filmt die Szene. Doch einem Polizisten passt das gar nicht. Er wird rabiat gegenüber dem Journalisten, und schließlich steht die Pressefreiheit zur Debatte.

Das Weblog “Danisch” schreibt dazu:

… Und dann einfach drauflosprügeln und einen – vielleicht aufdringlichen, aber doch völlig friedlichen und gewaltlosen – Journalisten (und auch wenn es eine Privatperson wäre) niederzuschlagen, das geht in meinen Augen gar nicht (…) Wir verwandeln uns immer mehr in einen Obrigkeitsstaat. Demnächst sehen wir dann ähnliche Videos mit “Geben Sie meinen Computer wieder her!” Oder den Browser.

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Auge um Auge

by anna on 12. Juni 2009

Wir hatten die Geschichte schon einmal hier im Blog: Eine Iranerin, die durch ein Säureattentat entstellt ist, darf ihren Peiniger nach Schariarecht als Vergeltung mit Säure blenden. Der “Spiegel” hat die Geschichte von Amene Bahrami jetzt nochmal aufgegriffen. Eine echt bewegende Reportage.

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Wer ist schuld an der Finanzkrise? Die US-Notenbank, sagen viele. George W. Bush, sagen wenige. Bill Clinton, weil er in seiner Amtszeit versprach: Jeder soll ein Haus haben!, sagen andere. Aber nun kam jemand auf eine andere Idee: die evangelikalen Christen warn’s.

“Evangelikale Christen sind in den USA eine nicht zu unterschätzende Religionsgruppe. Sie rechnen jederzeit mit dem Weltuntergang und stehen irdischem Reichtum skeptisch gegenüber. Ökonomen sind überzeugt: Wer die Ursache der Finanzkrise verstehen will, der muss sich mit den Evangelikalen beschäftigen. Was kurios klingt, hat einen seriösen Hintergrund.”

(Handesblatt: “Was Evangelikale über die Krise verraten“)

Christopher Crowe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) hat ein Buch darüber geschrieben. Seine Aussage laut “Handelsblatt”: “Wer die Ursachen unserer Finanz- und Wirtschaftskrise verstehen will, sollte sich mit den Evangelikalen in den USA beschäftigen.”

Die Begründung geht ungefähr so (so ganz schlüssig ist die Erkläung nicht, man muss wohl Crowes Buch selbst lesen, um die Argumentation ganz zu verstehen): Evangelikale Christen sind davon überzeugt, dass das Ende der Welt unmittelbar bevorsteht. Aber nicht nur das, weiß “Handelsblatt”-Autor Olaf Storbeck. “Sie können es kaum erwarten”, “Sie fiebern dem ‘Jüngsten Gericht’ entgegen”.

Die große Spekulationsblase auf dem amerikanischen Immobilienmarkt kam zustande, weil sich die Hauspreise zwischen den Jahren 2000 und 2006 nahezu verdoppelt haben. “Eine regelrechte Euphorie erfasste die Immobilienmärkte”, schreibt Crowe. Alle  spekulieren auf dem Immobilienmarkt. Bis auf evangelikale Christen.

“Ihr strenger Glaube führt nicht zu größerer Rationalität, aber zu einer ganz anderen Einstellung zu Geld und Reichtum als beim Durchschnittsamerikaner. Anders als Calvinisten und andere Protestanten stehen endzeitgläubige Evangelikale materiellem Wohlstand skeptisch bis feindselig gegenüber. Überzeugte Anhänger evangelikaler Sekten seien möglicherweise immun gegen Spekulationsgeschäfte, argumentiert Crowe sin seiner Studie mit dem Titel “Irrational Exuberance in the U.S. Housing Market: Were Evangelicals Left Behind?”.”

Crowe will herausgefunden haben: Je größer der Anteil von evangelikalen Christen in einer Region, desto geringer waren dort die Ausschläge auf dem Immobilienmarkt. Die unterschiedliche Preisentwicklung in den verschiedenen Regionen sei zu rund 90 Prozent durch die religiösen Ansichten der Evangelikalen getrieben worden.

Interessant dann auch diese Folge von Sätzen, die der “Handelsblatt”-Autor ersonnen hat:

“2001 verlangsamten sich die Preisanstiege bei Häusern fast überall in den USA – in Gegenden mit besonders vielen Evangelikalen aber stiegen die Preise schneller. Die religiösen Fanatiker hätten die Terror-Katastrophe als Signal für die herbeigesehnte Erlösung gesehen, vermutet der Forscher.”

Evangelikale Christen sind also “Fanatiker”. Wenn sich aber ein Großteil der Amerikaner diesem Fanatismus zuordnet und die USA ein sehr wohlhabendes und konsumfreudiges Land sind, wo stecken in dieser Statistik dann jene Evangelikalen, die angeblich “materiellem Wohlstand skeptisch bis feindselig” gegenüber stehen?

UPDATE:

Die Studie von Christopher Crowe kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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EXPRESS findet Jesusfreaks cool

by schumacher on 2. April 2009

Die Kölner Boulevardzeitung “Express” hat einen ziemlich positiven Artikel über die “Jesusfreaks” veröffentlicht:

Bier und Mucke – Der etwas andere Gottesdienst

Der Autor schreibt, man habe in letzter Zeit “viel Negatives über solche Gruppierungen” gelesen, da habe er sich ein eigenes Bildmachen wollen.

“Zischende Bierdosen, Lieder, wie sie im Radio laufen könnten: Kennt man nur den normalen Kichen-Gottesdienst, wird man von den „Jesus Freaks“ ziemlich überrascht sein.”

Der Begründer der Jugendkultur, Martin Dreyer, der mit den “Jesusfreaks” 1991 in Hamburg startete, lebt in Köln. (www.jesusfreakskoeln.de).

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E-Mail an Radiomoderator wegen Christen-Beleidigung

by schumacher on 20. Februar 2009

Der evangelische Pfarrer und Rundfunkjournalist Alexander W. Ebel gibt in seinem Weblog ein Beispiel dafür, wie man auf einen Radiobeitrag reagieren kann, der Christen bewusst beleidigte.

Ebel lauschte einer Radiosendung eines öffentlich-rechtlichen Senders, den Ebel bewusst nicht nennt, weil es ihm “um die Sache geht, und nicht darum, jemanden bloßzustellen”. Es ging um den katholischen Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson und dessen Absicht, “alles nochmals prüfen” und sich die historischen Beweise ansehen zu wollen, bevor er seine Äußerungen zum Holocaust zurücknehmen könne.

Der Moderator schloss diese Nachricht sinngemäß mit folgender Formulierung ab:

“Wer meint, dass es genug Beweise für die Auferstehung Jesu Christi gibt, sollte doch eigentlich keine Schwierigkeiten haben, Beweise für den Holocaust zu finden.”

Für den Pastor ist diese Aussage nachvollziehbarerweise in etwa gleichbedeutend mit

“Wer an die Auferstehung Christi glaubt, der ist genauso dämlich wie dieser Pius-Bischof und glaubt vermutlich auch genau dieselben dämlichen Dinge.”

Ebel schrieb dem Moderator daraufhin eine E-Mail, auf die dieser auch antwortete. Interessanterweise geht aus seinen Worten hervor, dass er von der Hörer-Reaktion nicht überrascht war; seine Äußerung sei sogar gezielt und kalkuliert gewesen. Allerdings hätte er “damit gerechnet, dass Sie von der katholischen Kirche käme”.

Ebel antwortet darauf:

Sie sind überrascht, eine Reaktion von evangelischer Seite bekommen zu haben. Wie sehr “durchdacht” haben Sie denn das Thema, wenn Ihnen nicht einmal bewusst geworden ist, dass die Auferstehung Christi ein allgemein christlicher Glaubensinhalt ist und sich nicht nur auf die römisch-katholische Konfession beschränkt?

Die vollständige E-Mail-Konversation der beiden hier.

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Gedicht “Hallelujah” beim Tagesspiegel

by schumacher on 20. Februar 2009

Im Berliner “Tagesspiegel” schreibt heute in der Rubrik “Die Poeten der Woche”  ein 17-Jähriger namens Sven Forth. Sein Gedicht heißt “Hallelujah“.

Eine Träne rollt ihre Wange hinab,

den Kopf gesenkt steht sie am Grab,

sie ist allein, niemand mehr da,

von ihren Lippen tropft ein Hallelujah.

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Obama hier, Obama dort

by schumacher on 19. Januar 2009

Morgen (Dienstag) ist es soweit: als erster Schwarzer wird Barack Obama Präsident der USA.

Die Sender ARD, ZDF, Phoenix, n-tv, N24 und RTL berichten von den Feierlichkeiten in Washington.

Der Saddleback-Pastor und Autor von “Leben mit Vision”, Rick Warren, wird sein Gebet laut Zeitplan etwa zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr sprechen.

Der komplette Zeitplan laut AP (in Klammern die Mitteleuropäische Zeit):

11.30 Uhr (17.30): Beginn der Zeremonie vor dem Westflügel des Kapitols
- Auftritte der United States Marine Band und eines Kinderchors aus San Francisco
- Begrüßung durch Senatorin Dianne Feinstein
- Bittgebet, Rick Warren
- Vereidigung des Vizepräsidenten Joe Biden durch den Richter am Supreme Court, John Paul Stevens
- musikalisches Intermezzo mit Itzhak Perlman (Violine), Yo-Yo Ma (Cello), Gabriela Montero (Klavier) und Anthony McGill (Klarinette)

12.00 Uhr (18.00): – Vereidigung von Präsident Barack Obama durch den Obersten Richter am Supreme Court, John G. Roberts
- Amtsantrittsrede Obama
- Gedichtlesung von Elizabeth Alexander
- Segensspruch, Joseph E. Lowery
- Nationalhymne mit der United States Navy Band

14.30 Uhr (20.30): Beginn der Parade von der Pennsylvania Avenue zum Weißen Haus

20.00 Uhr (02.00): Beginn der offiziellen Festbälle zur Amtseinführung

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PR-Ethik-Rat in Österreich gegründet

by schumacher on 12. Dezember 2008

Nun gibt es auch in Österreich einen Ethik-Rat für Public Relations. Das Gremium versteht sich als unabhängiges Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der in Österreich tätigen PR-Fachleute. Es will die Einhaltung ethischer Grundsätze in der Öffentlichkeitsarbeit überwachen und fördern.

In deutschland gibt es so etwas schon seit 20 Jahren: der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR).

Der Vorsitzende des neuen Selbstkontrollorgans, Wolfgang R. Langenbucher, sagte laut “Pressetext“: “Motiv für die Schaffung eines Ethik-Rates war sicherlich die Empfindung vieler Experten, dass es bestimmte Missstände innerhalb des heimischen PR-Sektors gibt.” Langenbucher war früher Vorstand des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien.

“Die Freiheit der gesellschaftlichen Kommunikation ist ein wertvolles Gut. Staat und Politik sollten sich da so wenig wie möglich einmischen.” Das erreiche man am besten, indem man die professionelle Ethik von sich aus hochhalte und ihre Einhaltung selbst überwacht. “Ab dem heutigen Tag ist es jedem möglich, mit einer Beschwerde an den Österreichischen PR-Ethik-Rat heranzutreten. Dies kann über unsere Homepage und eine entsprechendes Online-Formular schnell und ohne Kostenaufwand erledigt werden”, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Rates, Renate Skoff.

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