by schumacher on 15. April 2011
Bei einer Versteigerung in Paris hat ein historisches Manuskript von Martin Luther für 254.574 Euro den Besitzer gewechselt. Wie die dpa berichtet, handelt es sich um einen im Jahr 1544 geschriebenen zweiseitige Brief an einen guten Freund Luthers. Er trägt den Titel “Kurzes Bekenntnis vom Heiligen Sakrament” und kritisiert in ungewöhnlich scharfer Form die Glaubenslehre des Schweizer Reformators Ulrich Zwingli. Der Brief war offenbar seit Mitte des 19. Jahrhunderts Teil einer privaten Sammlung.
by admin on 8. September 2010
“Sunday’s Coming” Movie Trailer from North Point Media on Vimeo.
Was habe ich gelacht, als ich diesen Clip zum ersten Mal gesehen habe – aber mit zustimmendem Kopfnicken. Vielleicht sind die Gottesdienste bei uns in Deutschland im Großen und Ganzen noch nicht ganz so professionell wie im Film beschrieben. Wer aber würde das enorme Streben nach modernen, ganz neuen Gemeinden in unserem Land bestreiten?!
Doch was wird am Ende übrig bleiben? Eine gut durchdachte, strukturiere emotionale Erfahrung? Ist es das, was wir von unserem Sontag morgen wollen? Wann und wo habe ich zum letzten Mal lebensverändernde 1,5 Stunden erlebt?
Ich hoffe, ich triefe nicht vor blinder Naivität, wenn ich nicht glaube, dass unsere Gottesdienste bewusst manipulativ sind. Auf der anderen Seite bin ich manchmal richtig peinlich berührt, wie wenig wir von dem erklären können, was da Sontags so los ist in unseren Kirchen. Wir machen ohne zu hinterfragen weiter, was immer schon gemacht wurde. Oder wir übernehmen, unreflektiert, was andere ausprobiert und für gut erachtet haben (ohne jetzt konkret an irgendeine US-Mega Church zu denken). Ich bin sicher nicht die Erste, die sich fragt, ob das, was wir Gemeinde nennen, noch relevant ist, oder gar unseren eigenen Ansprüchen gerecht wird.
Jemand hat das mal so beschrieben:
“Gemeinde ist heute nur noch ein Kinderheim für einen, der eine Familie sucht.”
Es gibt immer mehr Bücher auf dem Markt, die dieses Problem ansprechen und beschreiben. Aber über einer gute Lösung, so scheint es mir, brühten Gemeindefrustrierte noch. Geschlüpft ist sie noch nicht.
by schumacher on 11. Februar 2010
Eine Kirche in Köln hat einen “Nacktscanner” vor ihrer Tür aufgebaut. Natürlich handelt es sich dabei zwar um einen Karnevalsscherz; aber der Hintergrund ist doch ernst gemeint.
Wer am Samstag den Abendgottesdienst in der Kölner Lutherkirche besuchen will, muss sich zuerst in den nachgebauten Nacktscanner stellen und wird abgetastet.
“Ab jetzt gilt: Der Heilige Geist erleuchtet, der Nacktscanner durchleuchtet!”, sagte Pfarrer Hans Mörtter laut einem Bericht der “Frankfurter Rundschau”. “Yes, we scan!”
Der Hintergrund sei, dass die Gemeinde “diese totale Angstmache” aufs Korn nehmen wolle, sagte Mörtter. “Wir leben in einem Land, das sich einbunkert”, kritisierte er. “Aber Angst ist noch nie ein guter gesellschaftlicher Impuls gewesen. Wenn die Begegnungsqualität in der Gesellschaft leidet, müssen wir aufmucken.” Das sei ein “urreligiöses Thema” und in der Kirche gut aufgehoben.
by schumacher on 21. Dezember 2009
Campino, Sänger der “Toten Hosen”, verbringt Heiligabend allein zu Hause in Düsseldorf. Das berichtet das “Hamburger Abendblatt”. ”Ich werde einen ordentlichen Rotwein dazu trinken und mich ganz auf das Konzert am nächsten Abend konzentrieren”, sagte der 47-Jährige am Sonntag im “hr1-Talk” des Hessischen Rundfunks.
Weiter: “Vielleicht gehe ich an Heiligabend auch in die Kirche. Das macht für mich Sinn, wenn ich weiß, dass der Pfarrer sehr gut ist. Und es gibt Leute, die sehr gut predigen können, die finden den richtigen Ton und verbinden Erlebtes mit Texten aus der Bibel.”
by schumacher on 9. Oktober 2009
Die Webseite GemeindeSuche.de will dabei helfen, eine Gemeinde zu finden. “Sei es am Wohnort selbst, im Urlaub oder anderswo.” Selbstverständlich können angemeldete Besucher auch neue Gemeinden der Datenbank hinzufügen.

Auf einer Landkarte (von Google Maps) sind die Gemeinden mit einem Pin gekennzeichnet. Klickt man auf solch einen Pin, öffnet sich ein Fenster mit einer Kurz-Info zur Gemeinde und der Adresse. Man wünscht sich auf der Ergebnisseite noch eine Liste aller gefundenen Gemeinden, so dass man nicht alle Pins auf der Karte nacheinander anklicken muss. Aber vielleicht bauen die Betreiber das noch.
Wer ein kostenloses Modul der Gemeinde-Suche auf seiner Webseite einbinden will, findet dazu hier Informationen.
GemeindeSuche.de twittert auch. Auf der Webseite und bei Twitter werden regelmäßig Gemeinden empfohlen – wobei die Kriterien dieser Empfehlungen (mir) (noch) nicht ganz einleuchten. In j edem Fall ein nützliches Tool.
by schumacher on 25. Juni 2009

Der katholische Diakon, Kabarettist und Büttenredner Willibert Pauels (www.willibert-pauels.de) spricht in diesem Video über den Atheismus. Keine witzige Sache, das scheint in seiner Rede durch. Er spricht auch von Woody Allen und Marcel Reich-Ranicki – beides eher leidende Atheisten.
Pauels schreibt zeitweise als Kolumnist für die Kölner Boulevardzeitung Express, regelmäßig ist er im Kölner Domradio mit dem “Wort zum Samstag” zu hören. Er selbst nennt sich übrigens gerne DiaClown.
(via Twitter “ebel” und “_sapereaude_“)
by schumacher on 10. Juni 2009
Große evangelikale Kirchengemeinden in den USA nennt man ja allgemein gerne “Megachurches”. Eine Studie des “Hartford Institute for Religion Research” zu diesen riesigen Gemeinden wurde am Dienstag veröffentlicht. Zwischen Januar und August 2008 wurden 25.000 Menschen befragt, die jeweils regelmäßig zu einer von 12 dieser Mega-Kirchen gingen.
Schätzungsweise besuchen an einem Wochenende ungefähr 5 Million Amerikaner eine der rund 1.300 “Megachurches”. Die Ergebnisse der Studie:
- Das Durchschnittsalter eines Megachurchers liegt bei 40. Bei anderen protestantischen Kirchen liegt das Durchschnittsalter bei 53. Etwa zwei Drittel der Megachurchers sind jünger als 45 – doppelt so viele wie bei normalen protestantischen Kirchen.
- Etwa ein Drittel der Megachurchers sind Singles. In normalen protestantischen Kirchen sind nur 10% Singles. Außerdem sind die Anhänger der großen Kirchen im Durchschnitt gesünder und besser gebildet als Mitglieder gewöhnlicher protestantischer Gemeinden.
- Fast alle Besucher (98%) von Megachurches sagten von sich, sie seien “ein Nachfolger Jesu Christi”. Etwa ein Viertel war lange Zeit in keiner Gemeinde, bevor sie zu ihrer Megakirche kamen.
- 62 Prozent der Megachurchers sagten, sie seien im vergangenen Jahr enorm geistlich gewachsen. Dennoch zeigte sich, dass 45% nie freiwillige Arbeit leisteten, und 32% gaben weniger Spenden an die Gemeinde.
Mehr dazu bei “USA today”.
by schumacher on 12. Mai 2009
by schumacher on 2. April 2009
by schumacher on 2. April 2009
Die Kölner Boulevardzeitung “Express” hat einen ziemlich positiven Artikel über die “Jesusfreaks” veröffentlicht:
Bier und Mucke – Der etwas andere Gottesdienst
Der Autor schreibt, man habe in letzter Zeit “viel Negatives über solche Gruppierungen” gelesen, da habe er sich ein eigenes Bildmachen wollen.
“Zischende Bierdosen, Lieder, wie sie im Radio laufen könnten: Kennt man nur den normalen Kichen-Gottesdienst, wird man von den „Jesus Freaks“ ziemlich überrascht sein.”
Der Begründer der Jugendkultur, Martin Dreyer, der mit den “Jesusfreaks” 1991 in Hamburg startete, lebt in Köln. (www.jesusfreakskoeln.de).