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Theologie

Der bekannte Atheist Christopher Hitchens hat sich offenbar mit dem Wissenschaftler Francis Collins angefreundet, der Christ ist.

Vor zwei Jahren stellten Ärzte bei Hitchens Speiseröhrenkrebs fest. Der ist mittlerweile im schlimmsten Stadium angekommen. Hitchens hat sich freundlich gegenüber der Ansage von Christen geäußert, sie würden für ihn beten. Er ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass dies in keiner Weise seine Einstellung zum Glauben an Gott beeinflussen werde.

Collins war der Leiter das Nationale Human-Genom-Zentrums und ist nun Direktor der Gesundheitsbehörde. Er ist damit mit verantwortlich für die Entwicklung neuer Heilmittel gegen Krebs, die versuchen, die Krankheit auf der Ebene der DNA zu heilen. Collins schrieb außerdem das Buch: “Gott und die Gene. Ein Naturwissenschaftler begründet seinen Glauben.” Hitchens ist Autor des Buches “Der Herr ist kein Hirte. Wie Religion die Welt vergiftet”.

Vor einigen jahren führte Hitchens mit Collins eine Debatte über den Glauben und die Existenz Gottes. In einem Interview mit dem britischen “Telegraph” sagte Hitchens, er und Collins seien gute Freunde geworden, trotz der Unterschieden in den religiösen Überzeugungen (Die “Christian Post” berichtet). “Es ist eine wunderbare Beziehung”, sagte Hitchens. “Ich sage nicht, dass er nicht für mich betet, weil ich denke, dass er es wahrscheinlich tut. Aber er diskutiert nicht mit mir darüber.” Er fügte hinzu: “Er gibt zu, dass seine medizinische Erfahrung keine Kenntnisse über ein Wundermittel umfasst.”

Im vergangenen Jahr fand sogar ein “Tag zum Gebet für Hitchens” statt. In einem Beitrag für die “Washington Post” schrieb Collins damals: “Ich bete weniger für ein übernatürliches Einigreifen, als Arzt habe ich keine Hinweise für solche medizinischen Wunder gesehen. Stattdessen bete ich für Christopher gemäß dem Vers Jakobus 1,5.” Dort heißt es: “Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.”

Hitchens hat gesagt, dass er sich nicht auf seinem Sterbebett zum Glauben bekehren werde, es sei denn, er sei “sehr krank” oder “halb dement, entweder wegen Drogen oder Schmerzen, so dass ich keine Kontrolle mehr über das habe, was ich sage.”

(zum Artikel der  “Christian Post”)

Mehr zum Thema bei pro: Beten für einen Atheisten
und:
Zwei Brüder, zwei Religionen (Dahinter verbirgt sich die interessante Geschichte, dass sich der Bruder von Christopher Hitchens, Peter Hitchens, zum christlichen Glauben bekennt)

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Einige für Atheisten provokante Thesen hat Norbert Bolz in den “Schweizer Monatsheften” veröffentlicht. Norbert Bolz ist Professor für Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin.

Einige Auszüge aus dem Text “Die frommen Atheisten. Warum man nicht nicht religiös sein kann“:

“Ein kleiner Perspektivenwechsel genügt, um zu sehen, dass der Atheismus selbst ein Glaube ist – nämlich der Glaube an den Unglauben. Die Ungläubigen brauchen den Glauben an die Nichtexistenz Gottes. Der Atheist ist zur Gottlosigkeit bekehrt, sein Unglaube eine raffinierte Form der Frömmigkeit. Der Atheist leugnet Gott immer im Namen eines unbekannten Gottes. Zwar stilisiert er sich gern als unerschrockenen Aufklärer, doch in Wahrheit sucht er Entlastung.”

“Wie vor zweitausend Jahren weckt die Offenbarung Glauben oder Wut. Der aufklärerische Furor, mit dem ein atheistischer Wissenschafter wie Richard Dawkins heute die Bestsellerlisten stürmt, markiert keinen Fortschritt in der Gewissheit, dass Gott nicht existiert. Er ist vielmehr ein Symptom dafür, dass der zur Selbstverständlichkeit gewordene Säkularismus der modernen Welt heute von einer neuen Religiosität herausgefordert wird. Immer mehr Menschen glauben nicht mehr an den Unglauben.”

“Darwin war eine Gefahr für die Kirche – Dawkins ist es nicht mehr.”

“Der Glaube ist der blinde Fleck der Erkenntnis. Wir können jeden atheistischen Wissenschafter, der die Struktur der Welt bewundert, als religiösen Ungläubigen verstehen. (…) Die Gläubigen bekennen ihren Glauben, die Ungläubigen sind die Sklaven ihres Glaubens.”

“Denken ist nicht das Gegenteil von Glauben, denn man denkt immer im Rahmen eines Glaubens. Nicht du hast einen Glauben, sondern der Glaube hat dich. (…) Mit andern Worten: der Glaube, der uns hat, ist der blinde Fleck unseres Denkens.”

“So wächst auch heute wieder das Bedürfnis nach einer transzendenten Verankerung des Lebens. (…) Dass Religion nur durch Religion ersetzt werden kann, scheint heute unstrittig. Mag auch der einzelne ohne ihren Trost auskommen – die moderne Gesellschaft kann nicht auf die Funk-tion der Religion verzichten.”

“Deshalb liegen Glaube und Wissen auch nicht mehr im Streit. (…) Zwar wird die Wissenschaft als Grundlage unserer technischen Weltbeherrschung für uns immer wichtiger; aber zugleich wird sie in ihrer schwindelerregenden Abstraktheit für unsere Alltagspraxis und Weltorientierung immer unwichtiger. Gerade indem sie sich souverän behauptet und jeden Zweifel an ihrer Legitimität niederschlägt, erzeugt die Wissenschaftswelt ein Vakuum der Bedeutsamkeit.”

“Man startet ein Jahrhundertexperiment des Atheismus – um schliesslich die Unvermeidlichkeit der Religion zu entdecken.”

“Längst sind die alten Götter des Heidentums wiedergekehrt. Man ist grün und vergöttert die Natur; man gewinnt das Design des neuen Mikrochips in buddhistischer Meditation; man ist Holist und glaubt an die schöpferische Macht des Chaos. Der Aberglaube erweist sich hier als die Wahl der Eigenformel.”

(via “Fact – Fiction”)

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Sonntag morgen

by admin on 8. September 2010

“Sunday’s Coming” Movie Trailer from North Point Media on Vimeo.

Was habe ich gelacht, als ich diesen Clip zum ersten Mal gesehen habe – aber mit zustimmendem Kopfnicken. Vielleicht sind die Gottesdienste bei uns in Deutschland im Großen und Ganzen noch nicht ganz so professionell wie im Film beschrieben. Wer aber würde das enorme Streben nach modernen, ganz neuen Gemeinden in unserem Land bestreiten?!

Doch was wird am Ende übrig bleiben? Eine gut durchdachte, strukturiere emotionale Erfahrung? Ist es das, was wir von unserem Sontag morgen wollen? Wann und wo habe ich zum letzten Mal lebensverändernde 1,5 Stunden erlebt?

Ich hoffe, ich triefe nicht vor blinder Naivität, wenn ich nicht glaube, dass unsere Gottesdienste bewusst  manipulativ sind. Auf der anderen Seite bin ich manchmal richtig peinlich berührt, wie wenig wir von dem erklären können, was da Sontags so los ist in unseren Kirchen. Wir machen ohne zu hinterfragen weiter, was immer schon gemacht wurde. Oder wir übernehmen, unreflektiert, was andere ausprobiert und für gut erachtet haben (ohne jetzt konkret an irgendeine US-Mega Church zu denken). Ich bin sicher nicht die Erste, die sich fragt, ob das, was wir Gemeinde nennen, noch relevant ist, oder gar unseren eigenen Ansprüchen gerecht wird.

Jemand hat das mal so beschrieben:

“Gemeinde ist heute nur noch ein Kinderheim für einen, der eine Familie sucht.”

Es gibt immer mehr Bücher auf dem Markt, die dieses Problem ansprechen und beschreiben. Aber über einer gute Lösung, so scheint es mir, brühten Gemeindefrustrierte noch. Geschlüpft ist sie noch nicht.

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Jesus auf dem iPhone

by schumacher on 24. Juni 2010

Nun gibt es eine iPhone-App, die die das Leben Jesu näher bringen und Jesus verherrlich soll. Die Firma “DV8 Media” hat “The Life Of Jesus” programmiert, eine englischsprachige App für 3.99 EUR (iTunes).

Sie enthält eine Dokumentation über das Leben Jesu, eine Sammlung der besten christlichen Rockmusik, ein interaktives “Gebets-Spiel” sowie “eine Sammlung von revolutionären interaktiven Features, die dabei helfen, die Lehre Christi zu verstehen und zu verbreiten”. Damit verbunden ist zudem eine christliche Community, über die man angeblich per GPS mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten kann.

“Wir wollten die Geschichte Jesus in die Zeit des 21. Jahrhundert übertragen und seine Lehre mit der technischen Revolution verbinden, die wir erleben”, sagte Geoff Tyson, Chef von “DV8″ laut “Christiannewswire.com.

Ich habe leider kein iPhone zur Hand, ich konnte die App also nicht für Euch testen.

Webseite zur App: www.thelifeofjesus.net

Die App bei iTunes

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That’s my king

by schumacher on 26. Februar 2010

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“DiaClown” über Atheismus

by schumacher on 25. Juni 2009

diaclown_

Der katholische Diakon, Kabarettist und Büttenredner Willibert Pauels (www.willibert-pauels.de) spricht in diesem Video über den Atheismus. Keine witzige Sache, das scheint in seiner Rede durch. Er spricht auch von Woody Allen und Marcel Reich-Ranicki – beides eher leidende Atheisten.

Pauels schreibt zeitweise als Kolumnist für die Kölner Boulevardzeitung Express, regelmäßig ist er im Kölner Domradio mit dem “Wort zum Samstag” zu hören. Er selbst nennt sich übrigens gerne DiaClown.

(via Twitter “ebel” und “_sapereaude_“)

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Es ist schon etwas älter, aber nicht minder sehenswert: ein Interview von Richard Dawkins, in dem er den christlichen Apologeten und Autor des Buches “Der Atheismus-Wahn”, Alister McGrath, befragt. Das Interview wurde 2006 für die Dokumentationsreihe “Root of All Evil?” produziert.

Zum Video

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Wenn ich sage… “Ich bin Christ”…

by schumacher on 24. März 2009

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
dann rufe ich nicht aus: “Ich bin gerettet”
Ich flüstere “Ich bin verloren gegangen.
Deswegen wählte ich diesen Weg.”

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
dann sage ich das nicht mit Stolz.
Ich gestehe, dass ich stolpere
und jemanden an meiner Seite brauche.

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
versuche ich nicht, stark zu sein.
Ich erkläre damit, dass ich schwach bin
und um Kraft bete, weitermachen zu können.

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
dann prahle ich nicht wegen meines Erfolges.
Ich gebe zu, dass ich versagt habe
und die Schulden nie werde bezahlen können.

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
behaupte ich nicht, perfekt zu sein,
meine Fehler sind zu offensichtlich,
aber Gott glaubt, dass ich es wert bin.

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
fühle ich immer noch den Stachel des Schmerzes,
fühle ihn immer noch in meinem Herzen,
und darum suche ich Seinen Namen.

Wenn ich sage… “Ich bin Christ”,
will ich niemanden verurteilen.
Dazu habe ich keine Berechtigung.
Ich weiß nur, dass ich geliebt bin.

(Original: Carol Wimmer, Übersetzung von mir)

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Kreationisten-Museum hat Darwin-Ausstellung

by schumacher on 19. März 2009

Das “Creation Museum” in Kentucky, in dem die Schöpfungsgeschichte der Bibel als plausible alternative Erklärung für die Entstehung der Welt dargestellt wird, hat nun auch eine Darwin-Ausstellung eröffnet.

Am Sonntag (15.3.2009) öffnete ein Teil des Museums, in dem die Theorie des britischen Biologen Charles Darwin erklärt wird. “Alles was wir tun, soll den Menschen helfen zu verstehen, dass die natürliche Auslese keine Evolution bedeutet, auch wenn das in den öffentlichen Schulen so dargestellt wird”, sagt Ken Ham, Gründer der Organisation “Answers in Genesis”, laut “Beliefnet News“.

Ham meint, man könne die natürliche Auslese für eine Tatsache halten und dennoch die Evolutionstheorie bezweifeln. Denn Tiere entwickeln sich nach Meinung vieler Kreationsiten weiter und passten sich der Umwelt an, werden  jedoch nie zu einer neuen Art, wie es die Theorie Darwins besagt.

Das Creation Museum, das für 27 Millionen Dollar  errichtet wurde, besuchten seit seiner Eröffnung 2007 rund 650.000 Menschen, berichtet “Associated Press”.

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Wenn man die Berichte in den “großen Medien” über Kritik an der Evolutionstheorie (und “Kreationisten”) liest, hat man oft den Eindruck, dass nur wenige sich einmal wirklich mit der Kritik auseinandergesetzt haben. Über das Thema “Evolution oder Schöpfung” wird viel diskutiert, ohne dass wahres Grundwissen besteht. Letztendlich ist Kritik an der Evolutionstheorie ein rein naturwissenschaftliches Thema. Dabei gibt es genug (meistens christliche) Naturwissenschaftler, die sehr viel Gutes zu dem Thema zu sagen haben.

Die “Studiengemeinschaft Wort und Wissen” etwa informiert auf ihrer Webseite, so hat sie zum Beispiel vier Flyer als pdf bereitgestellt, in denen sie die wichtigsten Fragen zu ihren Ansichten sehr kurz beantworten.

1. Warum sie (Makro-)Evolution für unmöglich halten

2. Lassen sich  Evolution und biblische Schöpfung vereinbaren? (Die wohl unter Christen am weitesten verbreitete Ansicht)

3. Ist die Evolutionstheorie wirklich so gut belegt und unumstößlich wie die viel zitierte kugelförmige Erde?

4.  Wie muss man die beiden Schöpfungsberichte der Bibel lesen?

Selbst wer sich den Ansichten von “Wort und Wissen” nicht anschließen möchte, interessant ist es allemal zu sehen, was sie wirklich meinen. Wer “Spiegel” & Co liest, hat jedenfalls den Eindruck, von Wissenschaft hätten sie am allerwenigsten Ahnung.

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