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Atheismus

“DiaClown” über Atheismus

by schumacher on 25. Juni 2009

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Der katholische Diakon, Kabarettist und Büttenredner Willibert Pauels (www.willibert-pauels.de) spricht in diesem Video über den Atheismus. Keine witzige Sache, das scheint in seiner Rede durch. Er spricht auch von Woody Allen und Marcel Reich-Ranicki – beides eher leidende Atheisten.

Pauels schreibt zeitweise als Kolumnist für die Kölner Boulevardzeitung Express, regelmäßig ist er im Kölner Domradio mit dem “Wort zum Samstag” zu hören. Er selbst nennt sich übrigens gerne DiaClown.

(via Twitter “ebel” und “_sapereaude_“)

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Es ist schon etwas älter, aber nicht minder sehenswert: ein Interview von Richard Dawkins, in dem er den christlichen Apologeten und Autor des Buches “Der Atheismus-Wahn”, Alister McGrath, befragt. Das Interview wurde 2006 für die Dokumentationsreihe “Root of All Evil?” produziert.

Zum Video

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Was beabsichtigen die so genannten neuen Atheisten eigentlich? Auf diese Frage gibt der Pressesprecher der Buskampagne einige Antworten. Auf Bussen wollen die Initiatoren atheistische Slogans drucken lassen.

Die “linke Wochenzeitung” “Jungle World” hat Möller interviewt.

Er ärgere sich darüber, wenn in religiöser Werbung behauptet wird, es gäbe ohne Gott keine Werte. Er habe eine Zeit lang in Ingolstadt gelebt, “da bekommt man ständig irgendwelche Jesus-Flyer in die Hand gedrückt, irgendwann nervt das”.

“Wir wollen klarstellen, dass man auch ohne den Glauben an eine übernatürliche Kraft ein erfülltes Leben führen kann und sich auch ethisch oder moralisch vertretbar seinen Mitmenschen gegenüber verhalten kann. Und in zweiter Linie wollen wir den Leuten, die schon so denken wie wir – die also konfessionslos sind, Atheisten, Agnostiker oder Skeptiker sind –, zeigen, dass sie nicht allein sind und dass auch sie eine öffentliche Stimme haben.”

Auf die Frage, ob nicht mittlerweile auch der Atheismus eine religiöse Note bekommen habe, wenn er sich so sehr ans Missionieren mache, antwortet  Möller, der sich selbst nicht Atheist nennen möche:

Wir haben diesen Missionierungsvorwurf jetzt schon häufiger gehört. Wir richten uns aber nicht an Christen, um diese zu missionieren. Wir wollen den Nicht-Religiösen eine Stimme geben, aber niemanden von seinem Glauben abbringen.

Natürlich kann man immer auch Säkularen vorwerfen, ihr Wissen sei letztlich auch nur Glaube. Im Unterschied zu religiösen Aussagen sind wissenschaftliche Aussagen aber falsifizierbar, kritisierbar und veränderbar. Bei Gottes Wort ist das nicht der Fall.

(…) Unser Ziel ist es nicht, gegen Religion an sich zu agieren. Wir möchten aber klarstellen, dass Religionsfreiheit eben auch die Freiheit ist, religionsfrei zu sein. Dieser Ansicht möchten wir mehr Gewicht verleihen.

Interessant ist die Antwort auf die Frage der Zeitung:

»Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott« heißt euer Slogan. Nick Spencer vom theologischen Think Tank Theos meinte dazu: »Wenn mir ein Pilot sagen würde, ›Der Flug nach Paris stürzt wahrscheinlich nicht ab‹, würde ich wohl den Zug nehmen.« Warum jene Einschränkung?

Wir machen diese Einschränkung, um uns nicht auf das argumentativ dünne Eis zu begeben, eine Aussage zu treffen, die man so gar nicht treffen kann. Wir würden uns nicht hinstellen und sagen: Es gibt keinen Gott. Denn Gott stellt einfach kein streitbares Konzept dar, weil man es nicht widerlegen kann. Deshalb finde ich den Spruch unserer Kampagne, »Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott«, gut – mit dieser Einschränkung ist er sozusagen auch wissenschaftlich und juristisch abgesegnet.

Ich nenne mich auch nicht Atheist, weil Atheisten unterstellt wird, dass sie etwas glauben, nämlich dass es keinen Gott gibt. Ich denke, dass die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, überhaupt keinen Sinn ergibt. Wir haben aber auch andere Sprüche – »Gottlos glücklich« zum Beispiel, der eben sagt, dass man auch ohne Gott glücklich werden kann, und vor allem den Spruch »Gott ist eine Behauptung«.

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Skeptiker besänftigt Atheisten

by schumacher on 11. März 2009

Beim “Humanistischen Pressedienst”, hinter dem (so weit ich weiß) erklärte Atheisten stehen, ist ein “offener Brief an die Herren Richard Dawkins, Daniel Daniel Dennett, Sam Harris und Christopher Hitchens” veröffentlicht.

Interessant ist der Text vor allem deshalb, weil da ein Mann schreibt, der offenbar erkannt hat, wie peinlich es eigentlich ist, wenn Atheisten genauso ideologisch argumentieren wie die Christen, die sie so gerne kritisieren.

Michael Shermer, der Herausgeber des amerikanischen Magazins “Skeptic” und Gründer der “Skeptics Society” ist, schreibt unter anderem:

“Wenn Atheisten nicht von Theisten mit negativen Vorurteilen konfrontiert werden möchten, dann dürfen sie das auch nicht bei Theisten machen.”

“Anti-irgendwas-Bewegungen als solche werden scheitern. Atheisten können sich nicht einfach aufgrund dessen definieren, woran sie nicht glauben.”

“Es ist irrational, eine feindliche oder herablassende Haltung gegenüber der Religion einzunehmen, weil wir dadurch geradezu garantieren, dass religiöse Menschen auf die selbe Weise darauf antworten werden.”

“Bewerbe positive und negative Religionsfreiheit. Ein höheres moralisches Prinzip, das sowohl Wissenschaft und Religion einschließt, ist die Denkfreiheit, die Freiheit zu glauben und zu handeln, wie wir möchten, so lange unsere Gedanken, Glaubenssätze und Handlungen die gleiche Freiheit anderer nicht einschränken. So lange die Religion Wissenschaft und Freiheit nicht bedroht, sollten wir respektvoll und tolerant sein, weil unsere Freiheit, nicht zu glauben, untrennbar mit der Freiheit anderer, zu glauben, verbunden ist.”

“Rationaler Atheismus schätzt die Wahrheiten der Wissenschaft und die Macht der Vernunft, aber das Prinzip der Freiheit steht sowohl über der Wissenschaft wie auch über der Religion.”

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Atheisten nicht mehr ganz so sicher im Unglauben

by schumacher on 29. Oktober 2008

“There’s probably no God”. “Wahrscheinlich gibt es Gott nicht”. Diesen Satz wollten ein paar beherzte Atheisten auf ein paar Londoner Busse kleben lassen. Gefolgt von dem Ratschlag: “Stop worrying and enjoy your life” – “Jetzt hören Sie auf, sich Sorgen zu machen, und genießen Sie Ihr Leben”.

Viele rieben sich verdutzt die Augen. Das sollen Atheisten sein? Solche nämlich, die fest davon überzeugt sind, dass es keinen Gott gibt? Es gebe nur “wahrscheinlich” keinen Gott? Im Gegensatz zu Agnostikern, die sich immerhin nicht ganz sicher sind, plakatieren derzeit eigentlich einige bekannte Vertreter ihren Nichtglauben offensiv in Büchern, in Vorträgen – und jetzt auch auf Bussen.

Nur leider scheint der Schuss in die falsche Richtung zu gehen. “Die Zeit” kommentiert die Aktion so:

Manche Theologen glauben, der neue Atheismus sei das Beste, was dem Christentum widerfahren konnte. (…) Die neueste Kampagne britischer Atheisten ist ein Geschenk, mit dem selbst gottesfürchtige Christen nicht gerechnet haben dürften. (…) Der Slogan solle »die Leute zum Denken bringen«, kommentiert Richard Dawkins, der die Aktion mit 5500 Pfund unterstützt. (…) Ach Gott. Friedrich Nietzsche dürfte sich im Grabe umdrehen.

(“Gott ist tot. Oder nicht?“)

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