by schumacher on 4. November 2008
Am 29. Oktober stand hier ja bereits etwas über einen Film, der von der Bekehrung Bob Dylans erzählt. Gegenüber der christlichen Webseite “Assist News” berichtete nun der Songrwriter Al Kasha davon, wie das genau war, mit Dylans Bekehrung.
Kasha, der wie Dylan Jude ist war, hielt nämlich eine wöchentliche Bibelstunde bei sich zu Hause ab (mit den zwei Oscar-Statuen auf dem Klavier, nebenbei bemerkt). Kasha erzählt:
“Bob hat die Natur eines Suchenden, und so wollte er wissen, wie ein gläubiger Jude wie ich zum Glauben an Christus kommen könne. Er kam zur Vineyard-Gemeinde, und als wir uns dort trafen, kam er dann auch zu einer Bibelstunde. Beim zweiten Besuch einer Bibelstunde übergab er sein Leben dem Herrn.” Das Lied “Slow Train Coming” habe Dylan größtenteils bei Kasha zu Hause komponiert.
Irgendwie habe Dylan aber im Laufe der Zeit das Feuer des ersten Glaubens verloren, finden manche, findet auch Kasha. Darauf angesprochen, sagt er: “Ich glaube, er ist geistlich ein bisschen durcheinander. Ich glaubem einige Christen haben ihn etwas ausgenutzt. Sie sagten zu ihm: ‘Geh und spiel ohne Gage’. Ich vermute, das hat ihn gestört und verletzt. Aber wenn Sie sich sein Leben ansehen: sogar als er noch nicht gerettet war, schrieb er schon ein Lied über Jesus. Und als Christ glaube ich, dass, wenn man einmal gerettet wurde, man für immer gerettet ist.”
by schumacher on 29. Oktober 2008
Dass Bob Dylan eine “christliche Phase” hatte, ist teilweise bekannt. Der gebürtige Jude, der ursprünglich Robert Allen Zimmerman hieß, bekehrte sich 1978. Ob diese “Phase” nun abgeklungen ist oder ob Bob Dylan weiterhin überzeugter Christ ist, wird von Fans m(it)unter diskutiert.
Der 67-Jährige ist kreativ wie nie – mit eigenem Buch, regelmäßigen neuen und erfolgreichen Alben und seiner “never ending tour”. Seine Songs zeichnen sich vor allem textlich durch Tiefe und Aussagekraft aus. Fast regelmäßig fällt der Name Bob Dylan bei der Suche nach dem Träger des Literaturnobelpreises.
Nun hat Regisseur Joel Gilbert eine Dokumentation veröffentlicht, die besonders die Jahre in Dylans Leben beleuchtet, in denen der Singer-Songwriter den christlichen Glauben in den Mittelpunkt stellte. Der Sänger, der sonst kaum ein Wort auf der Bühne sprach (und spricht), predigte auf einmal wie ein Wasserfall – und vergraulte viele ehemalige Fans. “Bob Dylan’s Jesus Years: Busy Being Born … Again!” heißt der Film, der am heutigen Mittwoch herausgekommen ist. Zu Wort kommen Weggefährten aus dieser Zeit, Dylan selbst ist nicht zu sehen. So wurde etwa Bill Dwyer interviewt, der Pastor der Vineyard-Gemeinde, der sich um Dylan nach dessen Bekehrung kümmerte. Ebenso Regina McCrary, Sängerin des Background-Chores, Spooner Oldham, Keyboarder, der Produzent Jerry Wexler, Mitch Glaser, Gründungsmitglied der Gruppe “Jews for Jesus”.
Das Christliche Medienmagazin pro wird mit Sicherheit demnächst eine Rezension zum Film bringen – die DVD ist bereits bestellt.
Eine erste Rezension zum Film gibt es bei “Christianity today”.