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Film

“Filmstars sind Heilige der Neuzeit”

by schumacher on 22. Juli 2009

Im Magazin “Film-Dienst” ist ein Interview mit dem Filmwissenschaftler und Professor für Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität von Amsterdam, Thomas Elsaesser, erschienen. Der  Filmwissenschaftler sagt darin unter anderem:

Nicht zuletzt dank der Immersionseffekte des digitalen Kinos wird ein Film heute regelrecht in die Lebenswelt des Benutzers mit hinein genommen. Man will mit den Personen des Films leben, man will ihre Vorgeschichte wissen, man will das nachleben. Dieser Vereinnahmungsprozess ist äußerst interessant. Im Mittelalter lebten die Gläubigen mit den Heiligen auf Du und Du. Man ist morgens aufgestanden mit den Schutzheiligen neben sich. Mit denen hat man geredet, die waren im Raum, die waren im Alltag mit dabei. Nicht nur (im Kopf), auch physisch. Denken Sie an alle die Erscheinungen, die „Gesichte“, vor allem unter jungen Frauen – wie die Fans von heute. Jeanne d’Arc, das Mädchen von Lourdes. Es gab immer wieder solche Zeiten der Inkarnationen idealisierter Personifizierungen. Das, was früher also im religiösen Kult existierte, ist heute in jene mythischen und übernatürlichen Welten eingezogen, die das Kino uns gibt. Deshalb sage ich, dass das Kino nicht nur mit Vergnügen zu tun hat, sondern auch mit spirituellen Realitäten.

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Wieviel Judentum steckt in Star Trek?

by schumacher on 8. Mai 2009

Alle reden von Star Trek. Den neuen Film, der gestern in die deutschen Kinos kam, nehmen wir zum Anlass, mal auf den jüdischen Hintergrund der Figur Mister Spock hinzuweisen. Gespielt wurde sie vom jüdischen Schauspieler Leonard Nimoy.

In einem Video erklärt Nimoy, wieviel Judentum in Star Trek steckt.

Nimoy erzählt, dass er als Jude in Boston aufwuchs, wo viele Katholiken wohnten, und sehr wenig Juden.  Die Rolle des Außenseiters kannte er also schon sehr früh. Und als Vulkanier,  genauer gesagt sogar als Halb-Vulkanier, spielte er auch auf der Enterprise die Rolle des Außenseiters.

Vor allem aber ist es der weltbekannte Gruß der Vulkanier, den Nimoy in die Serie einführte, und der auf seine jüdischen Wurzeln verweist. “Live long and prosper” sagt Mr. Spock und spreizt die Hand zwischen Ring- und Mittelfinger. Dieses Handzeichen kannte er von den betenden Juden in der Synagoge. Die Hand ahmt den hebräischen Buchstaben “Schin” nach, der für das Wort für die Gegenwart Gottes steht: Schechina.

leonard-nimoy

Ein lustiges Video.

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Film: Marktl am Inn ist Papst

by schumacher on 1. April 2009

Das oberbayerische Örtchen Marktl am Inn war eigentlich immer ein ganz normales Nest in der Provinz. Doch seit dem 19. April 2005 ist alles anders. An diesem Tag wurde nämlich Kardinal Joseph Ratzinger, der von dort stammt, zum Papst gewählt.

Nun drehte Mickel Rentsch einen Film über jenen Ort, in dem seit drei Jahren fast alles auf Papst getrimmt ist. “WIR sind Papst! – Marktl am Inn” heißt der 90-minütige Film, der  am 14. Mai 2008 ins Kino kommt.

Trailer bei “Kino-Zeit”

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Helferin von Anne Frank wird 100

by schumacher on 11. Februar 2009

Am kommenden Sonntag, 15. Februar 2009, wird die Helferin der Familie von Anne Frank, Miep Gies, 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass feiert das Anne Frank Zentrum in Berlin ihren Geburtstag. Gezeigt wird im Rahmen einer Dauerausstellung in Berlin der Film “Ich schreibe auch über Dich. Miep Gies’ Erinnerungen an Anne Frank”.

Filmvorführungen:

Samstag, den 14. Februar um 11 Uhr & 16 Uhr
Sonntag, den 15. Februar um 16 Uhr

Anne Frank Zentrum, Rosenthaler Str. 39, 10178 Berlin-Mitte
http://www.annefrank.de

Der Film hat eine Länge von 30 Minunten und ist für Zuschauer über ab 14 Jahre gedacht. Darin berichtet Miep Gies über die zwei Jahre, in denen sich Anne Frank und die anderen Untergetauchten im Hinterhaus versteckt hielten.

“Ich betone immer, dass wir keine Helden sind. Wir taten unsere
Menschenpflicht.”
(Miep Gies)

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Der israelische Dokumentarfilmer Yoav Shamir reiste mit einer Kamera um die Welt und suchte nach Spuren, die der Antisemitismus bei den Juden hinterlässt. Sein Dokumentarfilm “Defamation” wurde kürzlich auf der Berlinale gezeigt.

Die “taz” hat Shamir interviewt. Die Zeitung schreibt unter anderem über den Film:

Dass Shamir ein Fan von Michael Moores Stil der Gesprächsführung ist, heißt aber nicht, dass am Ende ein Propagandastreifen herauskommt. Shamir trifft die Galionsfigur des Kampfs gegen den Antisemitismus, Abraham Foxman von der Anti Defamation League. Er spricht mit umstrittenen Männern wie Norman Finkelstein (“Die Holocaust-Industrie”) sowie John Mearsheimer und Stephen Walt (“Die Israel-Lobby”). Es zeigt sich, dass die Rabbis, die Shamir befragt, am wenigsten Probleme mit Judenfeindschaft haben. Ihr nüchterner Blick scheint gut einschätzen zu können, wo Aufregung angebracht ist und wo nicht. Doch ansonsten wird das Bild immer komplizierter, je länger der Film dauert: Ist Antizionismus in Wahrheit Antisemitismus? Ist Antisemitismus für säkulare Juden gar identitätsstiftend? Wer recht hat und wer nicht, will Shamir nicht beantworten. (…)

Im Interview sagt Shamir:

Dieser Film beschreibt eine Suchbewegung. (…) Wie aber findet man etwas über Antisemitismus heraus? Ich habe mich an die Leute gewandt, die sich an vorderster Front mit dem Phänomen beschäftigen. Der Film versucht, Wahrnehmungen zu beschreiben: Wie gehen wir als Israelis, als Juden mit etwas um, das Teil unseres Lebens ist?

(…)

Natürlich ist der Film aus einer israelischen Perspektive gemacht. Ich weiß nicht, wie Juden außerhalb Israels denken. Ich kann nicht ihre Erfahrungen kritisieren. Das Gefühl, beleidigt zu werden, ist immer wahr für denjenigen, der es hat. Ich habe eine israelische Identität. Die ist zum Teil jüdisch, zum Teil dadurch geprägt, dass ich im Nahen Osten lebe. (…)

(…)

Ich habe einen Teil des Schnitts in Dänemark gemacht. Dort habe ich ständig linke antiisraelische Statements zu hören bekommen. Manches davon könnte durchaus auf einer antijüdischen Stimmung basieren.

(…)

Wenn Leute Kritik an Israel dazu benutzen, ihre antisemitischen Ressentiments loszuwerden, ist das nicht mein Problem. Wenn ich also Teile der israelischen Politik in der Westbank nicht für richtig halte, werde ich das nicht deswegen nicht äußern, weil jemand anders daraus die falschen Schlüsse zieht.

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“Sieben Leben” – gesehen

by schumacher on 26. Januar 2009

Mittlerweile habe ich auch den Film “Sieben Leben” mit Will Smith gesehen. Ich fand ihn ziemlich gut. An anderer Stelle hatte ich ja aufgerufen, sich zu melden, wenn jemand den Film gesehen hat. Danke für die Eindrücke.

Ben Thomas (Will Smith) entdeckt seine Passion dafür, anderen etwas zu geben. Er will schenken, weil sein altes Leben als selbstsüchtiger, wohlhabender Jüngling keinen Sinn hatte, und er im Geben einen neuen Sinn findet. Er erduldet Schmerzen für andere und opfert sich schließlich ganz,  weil seine Körperteile von anderen dringender gebraucht werden als von ihm. So kann man die Story wohl zusammenfassen. Allerdings ist es die Einstellung Ben, die so beeindruckt.

Ich finde, der Film ist ein perfektes Beispiel dafür, wie nicht-christliches Kino Christen beeindrucken und weiterbringen kann (ich glaube, das etwas alte Wort dafür lautet “erbauend”).

Sicherlich verlangt Gott von niemandem, es Ben Thomas nachzutun und seinen Körper Stück für Stück zu spenden. Und so plump ist die Realität wohl auch nicht, dass man einem Menschen sein vollkommenes Glück schenkt, indem man ihm ein bestimmtes Körperteil spendet (oder?). Und auch beim Spender liegt im Spenden vielleicht nicht das vollkommene Glück.

Aber darum geht es auch nicht im Film. Es ist wohl eher die Fähigkeit von Ben, zu erkennen, was andere brauchen, und dann keine Kosten und Mühen zu scheuen, ihm genau das zu geben. Das zeigt zum Beispiel das Geschenk, das Ben Emily macht (er repariert der schwer kranken jungen Frau unter anderem eine seit langem defekte Druckermaschine, die Emily viel bedeutet). Um was es im Film eigentlich geht, ist die innere Einstellung, die für das Prinzip Geben nötig ist.

Was mich an solchen Filmen allerdings (unwesentlich) stört, ist das Konzept: “Er ist ein guter Mensch”.  Ben Thomas beobachtet seine möglichen Kandidaten eine zeitlang und urteilt dann, ob sie seine Organ-Spende auch verdienen oder nicht. Sind Menschen so einfach gestrickt, dass man sie in “gute” und “schlechte” Menschen einteilen kann? Wie gut, dass Organ-Spenden größtenteils anonym passieren.

Auf jeden Fall ein sehenswerter Film, dessen Spannungsbogen  dem Kino-Besucher allerdings etwas Geduld abverlangt. Der Spannungsbogen steigt nämlich erst in den letzten 20 Minuten so richtig an. Vorher hatte ich schon das Gefühl, mich mit dem Film total vertan zu haben.

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In Horrfilm-Manier gegen Abtreibung

by anna on 23. Januar 2009

Wackelige Bilder, schnelle Schnitte, eine blutige Nadel, Schreie…Der Film “22 weeks” wirkt wie ein Horrorfilm und das Thema ist in der Tat erschreckend. Die Protagonistin Angela befindet sich im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft – und entschließt sich zur Abtreibung. Dazu geben Ärzte dem Fötus eine tödliche Injektion ins Herz. Angela soll das Kind tot zur Welt bringen. Doch alles kommt anders. Als sie ihr Baby unerwartet auf der Kliniktoilette gebährt, lebt es noch.

Die Geschichte Angelas beruht auf einer wahren Begebenheit. “World Net Daily” berichtete von der wahren Mutter, Angele, die ihr Kind 2005 zur Welt brachte. Es starb zehn Minuten nach der Geburt. Obwohl schon die Filmaufnahmen einem Horrorfilm ähneln, gab die Mutter an, die wahren Ereignissse seien bei weitem schlimmer gewesen.

“22 Weeks” zeigt Angela auch bei einer Begegnung mit christlichen Abtreibungsgegenern. Ihre Antwort auf die Überzeugungsversuche der “Pro Life”-Aktivisten, ihr Baby nicht abzutreiben, weil es nicht Gottes Wille sei: “Gott wurde nie vergewaltigt.” Nach der Geburt ihres totgeglaubten Kindes bereut sie ihre Entscheidung und versucht das Kind zu retten.

Laut “Christian Post” ist der Film derzeit nur auf DVD erhältlich. Ob er jemals in deutschen Kinos laufen wird ist fraglich. Der Fim ist sicher nichts für schwache Nerven. In den USA hat er dennoch Unterstützer gefunden. Die “Christian Post” berichtet etwa von Vorführungen in christlichen Gemeinden.

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“In sieben Tagen hat Gott die Welt erschaffen.” Mit diesen Worten beginnt der aktuelle Trailer für den Film “Seven Pounds“. Darin spielt Will Smith einen Mann namens Ben Thomas, der das Leben von sieben Menschen verändern will, bevor er sich selbst umbringt. Er läuft in den USA ab 19. Dezember in den Kinos.

“Sieben Taten, die zu einer Wahrheit führen”, heißt es im Trailer zum Film, der vielversprechend aussieht.

Ben arbeitet für die Bundessteuerbehörde IRS, ist jedoch zutiefst deprimiert, unter anderem weil seine Frau gestorben ist. Er will Selbstmord begehen, doch zuvor will er sieben wildfremden Menschen helfen. Als er Emily (Rosario Dawson – “Death Proof”) begegnet, verliebt er sich in sie, und sein Plan, sich umzubringen, gerät ins Wanken. Woody Harrelson (“Natural Born Killers”) spielt einen blinden Pianisten. In Deutschland läuft der Film unter dem Titel “Sieben Leben” am 8. Januar an.

“Seven Pounds” stammt vom selben Regisseur, der auch “Das Streben nach Glück” (2006) gemacht hat, in dem sich Will Smith von einem Obdachlosen zu einem Börsenhändler hocharbeitet.

Wenn jemand den Film sieht, gerne Bescheid sagen. Wir würden uns über ein erstes Statement freuen.

(Update: inzwischen habe ich den Film selbst gesehen. Ein Kommentar)

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Doku: Bob Dylans christliche Jahre

by schumacher on 29. Oktober 2008

Dass Bob Dylan eine “christliche Phase” hatte, ist teilweise bekannt. Der gebürtige Jude, der ursprünglich Robert Allen Zimmerman hieß, bekehrte sich 1978. Ob diese “Phase” nun abgeklungen ist oder ob Bob Dylan weiterhin überzeugter Christ ist, wird von Fans m(it)unter diskutiert.

Der 67-Jährige ist kreativ wie nie – mit eigenem Buch, regelmäßigen neuen und erfolgreichen Alben und seiner “never ending tour”. Seine Songs zeichnen sich vor allem textlich durch Tiefe und Aussagekraft aus. Fast regelmäßig fällt der Name Bob Dylan bei der Suche nach dem Träger des Literaturnobelpreises.

Nun hat Regisseur Joel Gilbert eine Dokumentation veröffentlicht, die besonders die Jahre in Dylans Leben beleuchtet, in denen der Singer-Songwriter den christlichen Glauben in den Mittelpunkt stellte. Der Sänger, der sonst kaum ein Wort auf der Bühne sprach (und spricht), predigte auf einmal wie ein Wasserfall – und vergraulte viele ehemalige Fans. “Bob Dylan’s Jesus Years: Busy Being Born … Again!” heißt der Film, der am heutigen Mittwoch herausgekommen ist. Zu Wort kommen Weggefährten aus dieser Zeit, Dylan selbst ist nicht zu sehen. So wurde etwa Bill Dwyer interviewt, der Pastor der Vineyard-Gemeinde, der sich um Dylan nach dessen Bekehrung kümmerte. Ebenso Regina McCrary, Sängerin des Background-Chores, Spooner Oldham, Keyboarder, der Produzent Jerry Wexler, Mitch Glaser, Gründungsmitglied der Gruppe “Jews for Jesus”.

Das Christliche Medienmagazin pro wird mit Sicherheit demnächst eine Rezension zum Film bringen – die DVD ist bereits bestellt.
Eine erste Rezension zum Film gibt es bei “Christianity today”.

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Clips aus “Expelled” und anderen Filmen

by schumacher on 20. Oktober 2008

Die Webseite “Movieministries.com” stellt (englischsprachige) Materialien wie Bilder, Bibelarbeiten, Kurzfilme für Predigten zur Verfügung.

Jüngst stellten sie viele Videoclips zum Film “Expelled: No Intelligence Allowed” (pro berichtete) online. In dem Film von Ben Stein, Schauspieler, Komödiant, Fernsehmoderator, aber auch Buchautor, ehemaliger Rechtsanwalt und Redenschreiber für die US-Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford, geht es um die Kritik an der als unumstößlich geltenden Evolutionstheorie. Und vor allem darum, wie diese Kritiker behandelt werden.

Ein anderer Film, zu dem es Materialen geben soll, ist der vor kurzem veröffentlichte Film “Fireproof” (pro berichtete). Leider funktionieren zum jetzigen Zeitpunkt die Links dahin jedoch nicht.

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