“Spiegel Online” deckt auf: Sarah Palin war/ist Pfingstlerin! Unter der Überschrift “Die bigotte Glaubenswelt der Sarah Palin” macht sich das Magazin seiner Empörung darüber Luft, dass Palin einer christlichen Gemeinschaft angehört, die an die Existenz des Heiligen Geistes glaubt.
“Nun kommt ans Licht, woher ihre Fixierung auf Gott und Religion rührt: Für mehr als zwei Jahrzehnte war Palin praktizierende Pfingstlerin.”
Zum Glück recherchierte “Spiegel Online” genau nach. Da gibt es etwa das “Zungenreden”. Das wurde offenbar auch in der Gemeinde in Wasilla (Alaska) praktiziert, in die Palin ging. Doch: “Bei den Republikanern, für die John McCain und Sarah Palin den Wahlsieg holen sollen, wird dieser Glaubenshintergrund der 44-jährigen fünffachen Mutter heruntergespielt.”
Empörung spricht auch aus den Worten, die beschreiben, dass Plain bei einem Besuch in ihrer Gemeinde es wagen konnte, dazu aufzurufen, für die Soldaten im Irak-Krieg zu beten. Auch wenn ihr eigener Sohn ab morgen (11. September) unter ihnen ist: “Unverblümt tut Palin so, als ob politische Entscheidungen direkt göttlichem Ratschluss entstammten – und als ob die republikanische Lesart dieses Ratschlusses die allein richtige sei.” So der “Spiegel”.
Wenn es um eine Pipeline ging, die in Alaska gebaut werden sollte, sagt die gläubige Palin freimütig: Auch hier müsse darum gebetet werden, dass Gott bei der richtigen Entscheidung helfe. Fazit für “Spiegel Online”: “Auch in Sachen Gas-Pipeline verband sie das politische und wirtschaftliche Geschäft mit ihrer persönlichen Auffassung über die göttliche Vorsehung. (…) Doch damit nicht genug. (…)”
Alles, was Pastoren aus Palins Umfeld jemals gesagt haben, wird derzeit auf die Goldwaage gelegt. Dass Palin selbst dafür kaum verantwortlich gemacht werden kann, merken auch deren Wahlkämpfer an: “Spiegel Online”: “Und wieder versuchte das McCain-Lager alles, um dem religiösen Milieu, aus dem Palin kommt, möglichst wenig Bedeutung zuzumessen. Die Ausführungen Brickners (ein Pastor, d.R. ) spiegelten nicht die Ansichten der Politikerin wider. Palin sei proisraelisch eingestellt.” Allein, es nützt nichts. “Spiegel Online”-Autor Alexander Schwabe nennt die “Glaubenswelt der Sarah Palin” “bigott”. “Der Bau einer Gas-Pipeline: Gottes Wille. Der Irak-Krieg: eine von Gott gegebene Aufgabe. Sarah Palin hat eine besondere Nähe zum Glauben. Nun offenbart sich das religiöse Milieu, das die Kandidatin für die US-Vizepräsidentschaft geprägt hat: eine Pfingstgemeinde im eisigen Alaska.”
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