Der evangelische Pfarrer und Rundfunkjournalist Alexander W. Ebel gibt in seinem Weblog ein Beispiel dafür, wie man auf einen Radiobeitrag reagieren kann, der Christen bewusst beleidigte.
Ebel lauschte einer Radiosendung eines öffentlich-rechtlichen Senders, den Ebel bewusst nicht nennt, weil es ihm “um die Sache geht, und nicht darum, jemanden bloßzustellen”. Es ging um den katholischen Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson und dessen Absicht, “alles nochmals prüfen” und sich die historischen Beweise ansehen zu wollen, bevor er seine Äußerungen zum Holocaust zurücknehmen könne.
Der Moderator schloss diese Nachricht sinngemäß mit folgender Formulierung ab:
“Wer meint, dass es genug Beweise für die Auferstehung Jesu Christi gibt, sollte doch eigentlich keine Schwierigkeiten haben, Beweise für den Holocaust zu finden.”
Für den Pastor ist diese Aussage nachvollziehbarerweise in etwa gleichbedeutend mit
“Wer an die Auferstehung Christi glaubt, der ist genauso dämlich wie dieser Pius-Bischof und glaubt vermutlich auch genau dieselben dämlichen Dinge.”
Ebel schrieb dem Moderator daraufhin eine E-Mail, auf die dieser auch antwortete. Interessanterweise geht aus seinen Worten hervor, dass er von der Hörer-Reaktion nicht überrascht war; seine Äußerung sei sogar gezielt und kalkuliert gewesen. Allerdings hätte er “damit gerechnet, dass Sie von der katholischen Kirche käme”.
Ebel antwortet darauf:
Sie sind überrascht, eine Reaktion von evangelischer Seite bekommen zu haben. Wie sehr “durchdacht” haben Sie denn das Thema, wenn Ihnen nicht einmal bewusst geworden ist, dass die Auferstehung Christi ein allgemein christlicher Glaubensinhalt ist und sich nicht nur auf die römisch-katholische Konfession beschränkt?
Die vollständige E-Mail-Konversation der beiden hier.